Band: Witchcurse
Titel: Heavy Metal Poison

Label: Heavy Forces/Inferno/Dynamite
VÖ: 2010
Genre: Traditional Heavy Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Der Bandname Witchcurse, als auch der Titel des Albums „Heavy Metal Poison“ lassen es schon erahnen. Diese Burschen haben sich ganz klar traditionellen Old School Klängen der Hartwurstmusik verschrieben. In Griechenland laufen einfach die Uhren einfach anders und somit zelebrieren Possessed (voc & bass), Stinky Fingers (guit), Necro (guit) und Paul (drums) eine Runde NWOBHM, welche ganz stark von Frühwerken der eisernen Jungfrauen beeinflusst zu sein scheint.

„Witchcurse“ welcher an erster Front steht wurde mit einem sehr langen Intro bedacht, bevor es ans Eingemachte geht. Orgelklänge, gefolgt von einer langen, pathetischen Spracherweiterung läutet den Silberling wie gesagt ein, doch dann erschließt sich einem eine satte Britisch Steel Rhythmik die authentisch wieder gegeben wird und detailgetreuer geht es kaum. Satte Melodieläufe paart man mit einigen speedigen Attacken der besonderen Art. Gekonnt hat man hierbei auch auf den Sound geachtet und so klingt das Ganze nicht zu glatt poliert aber auch von einer schlichten Underground Produktion kann man dennoch nicht sprechen. Gut und ausgewogen muss es klingen und davon mangelt es den Helenen nicht.

Etwas zackiger und straighter auf den Punkt gebracht rattert man mit „Pay the Price“ weiter. Weiterhin baut man auf einen Sound der eben an Iron Maiden erinnert. Allerdings wurden auch thrashigere Fragmente als Erweiterung hinzugefügt. Weiters kommt durch viele Chorshouts weit mehr True Metal Feeling auf und das passt bestens.

Vermehrt im rockigen Bereich wird mit „I don’t Want to Grow Up“ weiter gemacht. Erinnert durch den sehr shakigen Faktor und der spieltechnischen Ähnlichkeit etwas an We’re not gonna take it vonTwisted Sister. Mit ähnlichen Vibes beschert man uns eine Old School Party, welche uns mit viel Fun und Spielfreudigen Akzenten vorgetragen wird.

Wieder gemäß dem British Steel Konzept wird recht speedig mit „Red Light“ voran getrieben. Satte Melodieläufe der Old School Marke hat man gekonnt durch messerscharfe Bretterriffs gepaart. Dies trägt man uns mit einem sehr wechselhaften Tempospiel vor, bei welchen man in verschiedenen Stationen kurz halt macht.

Ein sägender Gitarreneingang steht bei „Heavy Metal Kamikaze“ als Einleitung zur Verfügung, um die Old School Party weiterhin sofort und unvermindert am Laufen zu halten. Weiterhin baut man hier wie beim Vorgänger auf eine ähnliche Mixtur, welche aber bei diesem Stück deutlich sauber polierter, als auch treibender rüber kommt.

Galoppierend schickt man nun „Demolition Derby“ ins Rennen. Roher und ungeschliffener geht man hier zu werke. Zwischen Amerika und England in den good old 80ies und deren Metalphase in dieser Zeit wird stet hin und her gewechselt. Alles in allem ein netter Track, wenngleich man mit dem Refrainpart einen Griff ins Klo gemacht hat. Dieser klingt sehr jämmerlich, doch der Rest des Stücks entschädigt für diesen immer wieder.

Eine ruhige Einstimmung kredenzt man uns zu Beginn von „Drinkers from Hell“. Im leichten Heldenpathetischen Konzept wird hierbei eröffnet und das klingt durch viel Charme sehr bezaubernd. Nach gut 40 Sekunden wird aber im Flitztempo weiter gemacht und dabei drücken die Jungs ordentlich und streckenweise etwas thrashiger auf die Tube.

Wieder vermehrt melodischer wurde nun „Overcome the Distance“ eingespielt. Hierbei bedient man sich Elementen die man schon bereits bei etlichen Vorgängern bedient und verwendet hat. Ganz klar steht auch NWOBHM Rhythmus im Vordergrund. Diesen hat man aber mit allerlei aus den restlichen 80er Metal Fragmenten aus dem globalen Bereich angereichert. Rhythmisch sicher nicht schlecht, allerdings klingt der Frontmann hierbei oftmals etwas kraftlos und kann gewisse Linien nicht versiert halten wie bei den Vorgängern.

Mit „Hard Rockin‘ Man in 2010“ greift man wieder stärker durch und rattert zwar im gewohnten Stil, aber mit viel Mitreißenderen Tempo weiter. Als Komplettierung ist hierbei das rockige Feeling sehr gut behilflich und das passt man den anderen sehr gekonnt an.

Noch um einen Tick rockiger wird mit „Rock Unite“ weiter gemacht, also dem Titel ganz klar entsprechend. Zackiger, erdiger Hard Rock wird uns sehr stark und mitreißend vorgetragen. Dabei tendiert man eher in die shakige Richtung, auch wenn man im Refrainteil sich etwas mehr hymnischer gibt.

Das abschließende „Heavy Metal Poison“ ist seinem Vorgänger nicht unähnlich, auch wenn man hierbei deutlich mehr das Tempo steigert. Rhythmisch, als auch Lyrik mäßig sind dermaßen starke Parallelen zu Iron Maiden vorhanden, das man schon fast glauben könnte hier handelt es sich eine Hommage derselben. Vor allem bei mehreren Durchläufen des Stücks bekommt man den Track „Iron Maiden“ nicht mehr aus dem Kopf und säuselt insgeheim den Song dazu.

Fazit: Es trieft nur so vor Old School Pathos. Alten, eingeschworenen Fans wird das gefallen. Jüngeren Generationen empfehle ich das Album nicht, außer man frönt dieser Spielrichtung. Das Album selbst ist gut und bietet reichlich an Retrosounds der NWOBHM Ära, wenn auch mit kleineren Durchhängern.

Tracklist:

01. Witchcurse 07:34
02. Pay the Price 02:57
03. I don’t Want to Grow Up 03:54
04. Red Light 02:43
05. Heavy Metal Kamikaze 04:05
06. Demolition Derby 04:06
07. Drinkers from Hell 05:29
08. Overcome the Distance 04:23
09. Hard Rockin‘ Man in 2010 04:51
10. Rock Unite 03:11
11. Heavy Metal Poison 02:05

Besetzung:

Possessed (voc & bass)
Stinky Fingers (guit)
Necro (guit)
Paul (drums)

Internet:

Witchcurse @ MySpace

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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