Band: Witheria
Titel: Devastating Return
Label: Violent Journey Records
VÖ: 2014
Bewertung 3/5
Written by: Lex

Witheria servieren uns mit ihrem vierten Full Length Album Thrash Metal der älteren Prägung. Dementsprechend fällt auch das wunderbar altbacken gestaltete Cover aus. So ein gezeichnetes Weltraumskelett schlägt halt jede noch so ausgearbeitete 3D-Grafik um Längen, wenn es um Heavy Metal-Ästhetik geht. Herrliche alte Zeiten waren das, als ich noch kaum geboren war… Dementsprechend war ich schon auf eine Ordensverleihung bzw. Heiligsprechung aka 4-5 Sterne Rezension eingestellt, ehe ich mich ans Hören des Materials machte.

Diese Heiligsprechung oder wenigstens Ordensverleihung versagt mir, dem Papst des schlechten Geschmacks, allerdings mein Konzil des objektiven Trommelfells. Thrash Metal ist nun einmal ein hartes Terrain: Es ist das Genre, welches das Maximum an Härte mit dem Maximum an Breitentauglichkeit im weiten Feld des Metal zu verbinden vermag. Die Großen haben´s vorgemacht, Amen. Bloßes Gebolze funktionierte nur in den 80ern, als es noch keinen Death Gore als wesentlich heftigeren Referenzpunkt gab. Zuviel Eingängigkeit oder Modernität wiederum ist kein Thrash Metal mehr.
Witheria bolzen nun aber leider, ohne je wirklich brutal zu werden. Und wenn sich Songs schon nur mit Mühe unterscheiden lassen, spätestens dann wäre „brutal und stumpf“ eventuell noch das entscheidende Ass im Ärmel. Devastating Return gibt sich old school, ohne wirklich old school zu sein. Aber sie bieten andererseits auch nichts wirklich Neues. Allen progressiv anmutenden Anleihen zum Trotz.

Fazit: Wem´s schmeckt, der wird hier satt. Aber es ist halt weder Fleisch noch so richtig Fisch. Ein Zwischendurch-Snack für Dauer-Thrasher.

Tracklist:

01 Mind Compressor
02 Passenger Of Thought
03 Burnt To Ashes
04 Raft Of Desolation
05 Some Wounds Will Not Heal
06 Thrown Down The Well
07 Toxic And Aggressive Growth
08 Back On Earth

Besetzung:

Tuberculosis (vocals)
Markus Taipale (guitars)
Lappis (Guitars)
Max Pekkonen (bass)
Rob Diver (drums)

Internet:

Witheria Website

Witheria @ Facebook

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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