Band: Zonaria
Titel: The Cancer Empire
Label: Century Media Records
VÖ: 2008
Genre: Melodic Death Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Wer auf bombastischen Black/Death Metal steht sollte sich den Release Termin von Zonarias „The Cancer Empire“ vormerken. Die aus Umea Schweden stammenden Burschen haben in der Vergangenheit mit einigen Demos und dem 2007 veröffentlichten Output „Infamy And The Breed“ für Furore gesorgt. Unter dem Banner Century Media haben nun Simon Berglund (voc & guit), Emil Nyström (guit), Markus Åkebo (bass) und Emanuel „Cebbe“ Isaksson (drums) ihren neusten Output in der Mache, der am 24. Oktober in den Läden stehen wird. Wem die Truppe bekannt ist, der weis dass man hier die Vollbedienung aus bombastischen Soundelementen und dreckiger Härte bekommt.

Mit einem klassischen, heroischen Anfang wartet man zu Beginn des Openers „Slaughter is Passion“ auf. Im Anschluss bläst man alles nieder was sich einem in den Weg steht und Black/Death Fans bekommen hier die Vollbedienung geboten. Die Truppe weist mit vielen Einfällen zu glänzen und hat diese auch beim neuesten Output eingebaut. Vor allem das orientalische Zwischenspiel das immer wieder auszumachen ist gefällt mir sehr gut. Man wartet mit vielen Wechseln und Zwischenspielen auf, die man nur etwa von Szenekollegen wie Rotting Christ oder Behemoth kennt. Irgendwo dazwischen würde auch ich die Schweden zuordnen. Sehr theatralisch und düster startet nun „Praise the Eradication“. Im Anschluss ballert man messerscharf dahin. Der Fronter grunzt und kreischt sich die Seele aus dem Hals, dass es unglaublich ist. Die stupide Death/Black Seite bekommt man aber dennoch nicht und so wurden an und ab moderne elektronische Parts eingeflochten. Mit einer sehr schnellen Geschwindigkeit wird aber hier gewerkelt und man liefert an und ab einige infernale Riffs und Breaks ab, dass man mit offener Kinnlade dasitzt. Bei „Crowning King Cance“ zeigt man sich nun von der eher groovigen Seite. Viele Breaks werden hier geboten und die Geschwindigkeit wurde ein wenig gedrosselt. Nach etwa einer Minute steigert man zwar den Speed, aber nur gemäßigt. Dafür wurden aber mehrere Bombastelemente eingebaut die bestens überzeugen. Ein superbes Frickelgewitter, das mit Chören angereichert wurde läutet auch schon „Contra Mundum“ ein. Im Anschluss serviert man uns einen leckeren Düsterhappen par Excellence. Dreckige, raue Vocals paaren sich immer wieder mit superben Riffs und werden noch mit viel Bombast angereichert. Deutlich kompromissloser zeigt man sich nun bei „Termination Proces“. Raues Stück mit einigen groovigen Riffs und Breaks, die immer wieder durch Black Metal Blast Beats unterbrochen werden. So segeln hier die Schweden flott dahin und liefern hier bestes Bangerkraftfutter ab. Zwar kommen die orchestralen Arrangements auch hier zum Einsatz, wurden aber eher in den Hintergrund geschoben, den Großteil des Tracks macht dreckige, rau Härte aus. Sehr heroisch und düster startet nun „At War with the Inferior“. Black Metal Futter für Freunde von Dimmu Borgir und Co. An sechster Stelle kredenzt man uns eine Düsternummer wie sie um Buche steht. Viele Ideen hat man hier umgesetzt und vor allem der orchestrale Chor kommt bei den kurzen Zwischenstopps bestens zur Geltung. Zackiger und mit mehr Blast Beats werkelt man nun bei „From the Abysmal Womb“ weiter. Die Black Metal Schiene wird auch hier gefahren, jedoch mit weniger Bombast und mehr Geschwindigkeit, als beim Vorgängerstück. Eine volle Breitseite von schnellen Beats und knackigen Riffs und Breaks werden uns hier geboten. Etwas doomiger und schleppender geht man nun über zu „Damnation Dressed in Flesh“. Doch in dieser Ecke verharrt man nur kurz und ballert wieder aus vollen Rohren. Das Gaspedal wird ordentlich gedrückt und zusätzlich kommen einige groovige Elemente zum Einsatz. Eine wunderbare Mischung die man hier für uns parat hat. An vorletzter Stelle steht nun „Humanity Vs Sanity“ eine weitere ordentliche Granate die alles platt macht. Dennoch das man an und ab immer wieder ordentlich dahin schippert, lägt man hier deutlich mehrere Ruhige Breaks ein. Zum Abschluss gibt es noch „The Icon and the Faceless“. Ein sehr ausgewogener Track der mit viel Filmmusikflair im Hintergrund ausgestattet wurde. Die Geschwindigkeit wurde eine wenig gedrosselt und man steuert eher schleppende, doomige Gefilde an. Die zusätzlich eingebauten Bombastparts sind eine wahrer Hörgenuss und so beschließt dieser Track ein saugeiles Album für jeden Fan des Black/Death Metal.

Fazit: Wer auf ausgewogenen Black/Death Metal steht bekommt hier die volle Breitseite. Freunde von Sceptic Flesh, Rotting Christ, als auch Behemoth sollten sich dieses Album mal zu Gemüte führen und werden hell auf begeisterst sein.

Tracklist:

01. Slaughter is Passion 04:14
02. Praise the Eradication 04:05
03. Crowning King Cancer 05:46
04. Contra Mundum 04:37
05. Termination Process 03:32
06. At War with the Inferior 03:21
07. From the Abysmal Womb 05:26
08. Damnation Dressed in Flesh 04:01
09. Humanity Vs Sanity 04:15
10. The Icon and the Faceless 05:55

Besetzung:

Simon Berglund (voc & guit)
Emil Nyström (guit),
Markus Åkebo (bass)
Emanuel „Cebbe“ Isaksson (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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