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Cover Over Europe with Caliban, As Blood Runs Black, For Today & Adept 11.05.11 Rockhouse Salzburg Live Review

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Cover Over Europe
with Caliban, As Blood Runs Black, For Today & Adept
11.05.11 Rockhouse Salzburg

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Unter dem Deckmantel Cover Over Europe schickte man ein sauberes Metal Core Package quer durch Europa. Dass man auch Salzburg einen Abstecher gönnte lies wohl schon im Vorfeld das Metal Core Herzchen höher schlagen. Dennoch war man sich im nicht sicher ob auch genügend Leute kommen würden. Tja Gott sei Dank hat sich die Moshpit Tanzgruppe im Power Ranger Style nicht lange bitten lassen und so sind sehr viele Richtung Rockhouse gereist um ja nichts zu verpassen. Eine gute Meute die immer mehr anzuwachsen schien tummelte sich bereits im Foyer, als auch in der Halle des Rockhouse selbst. Das freut das Metaller Herz wenn wieder deutlich mehr Fans sich einen Ruck geben und den Metal bzw. die Metal Konzerte mit der Anwesenheit erfreuen.




Die skandinavischen Post Hard Core Metaller Adept machten den Anfang im Moshpit Tanz Reigen. Post Hard Core hat ja für mich immer was Gewöhnungsbedürftiges. Meistens bieten Solche Combos wilde und komplexe Musik, doch die Burschen offerierten ein eher locker aufnehmbares Spiel. Die Jungs scheinen ja vielen in unseren Gefilden bekannt zu sein, denn eine breite Masse tummelte sich in der Halle und gab schon vom Fleck weg ordentlich Gas. Cool so etwas schafft nicht jede Band, vor allem nicht in Salzburg, da ja das Publikum als doch eher reservierter bekannt ist. Doch die Core Fanfraktion schien davon nichts vorzuweisen. Ausgelassen wurde hier bereits zu den ersten Stücken gefeiert und die aus Trosa (Schweden) stammenden Jungs schienen sichtlich erfreut zu sein von solche einem Zuspruch gleich als Opener. Warmlaufen war also hier nicht sonderlich von Nöten, denn die Fans, als auch die Band ackerten das Letzte aus sich raus. Robert Ljung (voc), Jacob Papinniemi (guit), Jerry Repo (guit), Filip Brandelius (bass) und Gabriel Hellmark (drums) waren eine perfekte Einheit die Schmackes für das Geld bot. Ihr barschen Riffs, kokettierten sehr gelungen mit den melodischen, als auch peitschenden Ausläufern. Diese Mixtur ging ordentlich ins Gehör und stachelte die Besucher selbstredend an. Vor allem Robert ist ja eine Rampensau wie sie im Buche steht. Zwischen seinen Brüll und Kreischorgien hechtete der kauzige Schratt nach vorne suchte die Nähe der Fans und schon hüpfte er wieder wie von der Tarantel gestochen umher. Auch seine Kollegen an der Rhythmusfraktion taten es ihm gleich und kämpften um jeden Millimeter. Solch eine Spielfreude bzw. qualitative Leistung kann man nur mit lautem Jubelgeschrei honorieren und das taten die Salzburger auch. Nun hätte man sich zurück lehnen können und sich im eingeheimsten Lob suhlen können. Doch die Burschen waren so aufgestachelt, da gab es auch fortan an nur ein Gas, nämlich Vollgas. Man schmetterte uns gefühlte 40 Minuten Aggression und Circle Pit animierende Musik um die Köpfe und stets behielt man den Fuß am Gaspedal. Leider war aber dann auch bald schon wieder Schluss und man konnte keiner Zugabe nachgehen. Schade, denn das feiernde Volk, als auch wir hätten wohl noch länger den sympathischen Schweden zugesehen bzw. gelauscht. Charismatische Show die uns wohl ewig in Erinnerung bleiben wird.




Nach einer kurzen Umbauphase war nun christlicher Metalcore/Hardcore durch die aus Sioux City stammenden For Today angesagt. Gut man mag jetzt über die christlichen Lyriks halten was man denkt, die gehen mir persönlich dann eher am Hinterteil vorbei. Solange die Musik gut ist könnten die über was weiß ich singen, wäre mir egal. Dennoch taten wir uns sehr schwer was die raue Breitseite der Amis betraf. Ungehobelt und richtig brachial pfefferte man ein Set runter, da knallte es einmal mehr etlichen die Sicherungen raus. Doch man konnte Beileibe nicht dort anknüpfen wo die Schweden im Vorfeld aufgehört hatten. Sicher sackte das Stimmungsparameter nicht ab, doch zu solch schwermütigen Rhythmusattacken ließen sich nur mehr eine Handvoll Hardcore Fans überzeugen sich weiterhin berauschen zu lassen und abzugehen. Mattie Montgomery (voc), David Morrison (drums), Ryan Leitru (guit/voc), Mike Reynolds (guit) und Brandon Leitru (bass) wippten zu ihren Breaks gut mit und gaben ebenfalls alles. Viel Energie war dabei zu verspüren und vor allem der Fronthüne war eine furchteinflößende Erscheinung. Obwohl auch hier etliche Blitzattacken auszumachen waren, justierte man stet um und schlitterte in den oftmals zu zähen Bereich. Dazu muss man wirklich ein eingefleischter Freak sein. Einige dieser Sorte waren vor Ort und somit konnte man auf eine gute Base bauen die dem Sound frönte. Lediglich uns konnte man nicht sonderlich beeindrucken. Hauptsache die Fans dieser Stilrichtung hatten ihren Spaß und das ist ja bekanntlich das wichtigste, denn vom Spieltechnischen Standpunkt aus gesehen punkteten die Jungs ordentlich.

Setlist:


01. Seraphim
02. Saul of Tarsus (The Messenger)
03. The Advocate
04. Isaiah (The Willing)
05. White Flag
06. Arm The Masses
07. Devastator





Metal Core Made in Los Angeles war nun durch As Blood Runs Black angesagt, welcher deutlich eingängiger aus den Boxen krachte. Diese Landsmänner von For Today waren wiederum deutlich energetischer am Werkeln und binnen Sekunden wurde auch einem unwissenden klar, die Herrschaften scheinen wie schon die eröffnenden Schweden vielen bekannt zu sein. Peitschende Vibes ratterte man locker vom Hocker runter und ließ somit durch die Performance ebenfalls nichts anbrennen. Vor allem das wie ein Äffchen turnende Fronttier Sonik war einmal mehr der Blickfang vieler. Dieser doch eher zu kurz geratene Typ hatte wohl vorher in Benzin gebadet. Denn wie unter Feuer agierte er gemeinsam mit seinen Bandrecken und somit konnte man den Pegel deutlich anheben. In der Halle wurde ein Circle Pit gestartet und dabei zeigten die Metal Corler wirklich was sie drauf hatten. Nicht nur das man wie wild um wütete, nein wenn man jemand unabsichtlich am Rand getroffen hatte, oder jemand gestürzt war wurde geholfen bzw. sich entschuldigt. Coole Sache das muss jemand den Metal Core Verehrern an diesem Abend mal einer nachmachen, sieht man selten. Das man dies natürlich auf der Bühne mit ansah animierte die Truppe und selbstredend wurde noch mehr aus sich rausgegangen. Man pushte sich gegenseitig auf und agierte wie bei einer großflächigen Explosion. Die Band war in Topform, vor allem Sänger Sonik traf jeden verdammten Ton und kletterte auch über die Absperrung um der großen Fangemeinde nahe zu sein. Wie eine große Familie wurde somit gefeiert bis alles Reserven zu Neige gingen. Zumindest schien es nur kurzzeitig so, denn ständig rafften sich die Besucher immer wieder hoch um weiterhin abzugehen und alles raus zu lassen. Spaß in den Backen hatten alle und da ist kaum verwunderlich das hierbei der Auftritt wie im Fluge vorbeigeht. Einer Concorde gleich verstrich die Zeit und da war man leider Gottes auch schon am Ende des Auftritts angelangt. Eine schweißgebadete und gut aufgewärmte Menge übergab man nun dem Headliner des Abends.

Setlist:

01. In Honor
02. Intro
03. In Dying Days
04. Resist
05. Divided
06. Strife (Chug Chug)
07. My Fears Have Become Phobias
08. Hester Prynne




Persönlich habe ich den Werdegang von Caliban ja in der letzten Zeit gar nicht mit verfolgt. Gesehen habe ich die Jungs aber schon einmal damals im Vorprogramm von Soilwork (2005) wo man Rookie of the Year war. Tja vom Neuling ist beim erlöschen der Lampen nichts mehr zu merken. Eher dingt man zu Recht den Status des Headliners. Ein infernales Gekreische (vor allem vieler weiblicher Fans) begleitet das Besteigen der Truppe. Obwohl man doch eher die Jungs Fans des jüngeren Semesters zurechnet, war eine breitere Schar an Fans verschiedener Altersgruppen Feuer und Flammen als man sogleich mit „Love Song“ und „My Time Has Come“ los legte. Vor der Bühne holten die Fans alle Reserven welche noch zur Verfügung standen raus um ja die Gunst der Formation nach oben zu hebeln. Ganz verwundert war ich dann allerdings als Andy Dörner die bisher gezeigte Party bzw. Stimmung (die ja wirklich sehr gut und ausgelassen war) als semigut bezeichnete. Etwas unverständlich, denn damit konnte der Junge sicher keine Sympathiepunkte einheimsen. Anyway dem Pulk vor der Bühne schien dies eher egal zu sein und man ließ sich nicht beirren weiterhin eifrigst und ausgelassen sich dem Treiben anzuschließen das viele, vor allem in der Mitte abhielten. „Life Is Too Short“, „No One Is Safe“, gefolgt vom Beatles Cover „Helter Skelter“ waren als nächstes dran. Besonders das Cover hatte es mir sehr angetan, denn dabei offerierte man ein Cover das sich gewaschen hatte und auch wer die Pilzköpfe nicht mag, diesen Track muss man lieben, denn dieser brannte wie Benzin und hinterließ nur Staub und Asche. Coole Version mit der ich nicht gerechnet hätte und zur lockeren Stimmung Nuancen zur Steigerung beitrug. Marc Görtz (guit), Denis Schmidt (guit & voc), Patrick Grün (drums) und Marco Schaller (bass) beübten nach Leibeskräften ihre Instrumente und dabei ließ es sich vor allem die Axtfraktion es sich nicht nehmen es ihrem Frontjungen gleich zu tun und quer über die Bühne zu hechten. Zwischen Elektrovibes, hämmernden Beats, als auch gefühlvollen Parts alles war dabei was sich der Fan der Truppe wünschte. Besonders Axtschwinger Denis stach bei den gefühlvollen Parts durch seinen Clear Gesang hervor. Superbe Leistung der sich immer wieder der kreischende Fronter anschloss um das Ganze Treiben nach diesen Passagen zurück in härtere Gefilde zu lenken. Weiter ging es im Set mit „Walk Like The Dead“, „Nowhere to Run“, „No Place to Hide“ und „All I Gave“, welche vor der Stage einschlugen wie eine Massenvernichtungswaffe. Natürlich auch verständlich, wenn man nach all dieser Fetzerei schön langsam außer Atem kam. Viele Fans zeigten verdientermaßen Abnützungserscheinungen, dennoch nach kurzen Pausen animierten und puschte man sich wieder hoch. Das beeindruckte dann schlussendlich auch den Frontmann. Durch das Triumvirat „I Will Never Let You Down“ „24 Years“ und „Nothing Is Forever“ wurde das reguläre Ende der Show eingeleitet und man legte noch einige Härteschippen nach um ja eine komplett ausgelaugte Besucherschar zu hinterlassen. Doch als Headliner muss man wohl eine Zugabe der Meute gönnen, richtig? Ja dem kam man nach pfefferte uns noch das Rammstein Cover „Sonne“ (hier zeigte das Publikum sehr gute Mitsingqualitäten) und „It's Our Burden to Bleed“ bevor man sich zufrieden vor einer durchgeschwitzten Menge verabschiedete.

Setlist:

01. Love Song
02. My Time Has Come
03. Life Is Too Short
04. No One Is Safe
05. Helter Skelter (The Beatles cover)
06. Stop Running
07. Walk Like The Dead
08. Nowhere to Run, No Place to Hide
09. All I Gave
10. I Will Never Let You Down
11. 24 Years
12. Nothing Is Forever

Zugabe:

13. Sonne (Rammstein cover)
14. It's Our Burden to Bleed

Es freut das Metaller Herz das der Metal im Rockhouse noch lange nicht dem Ende zugeht. Eher im Gegenteil durch diese Show kam der Freund, halt dieses Mal eher dem Metal Core zugetan vollends auf seine Kosten. Doch in den kommenden Monaten ist vermehrt wieder Metal in Salzburg angesagt. So stay tuned for more information.



Konzert Bilder


Für euch vor Ort waren Robert & Rosi Winkler und im Schlepptau die Chrissi

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