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Cyring & Predatory Violence
23.04.2010 Baamhakke Piding
Ins benachbarte Bayern, genauer gesagt nach Piding auf den Högl verschlägt es uns an und ab immer wieder einmal. Seit unserem letzten Besuch im Baamhakke ist allerdings ein gutes Jahr verstrichen. Aufgrund der Einladung von Rupert Hagenauer und seinen Kollegen von Cyring haben wir es endlich wieder einmal auf den Högl ins berühmt berüchtigte Baamhakke alias Deifei geschafft. Es sollte ein wirklich toller Abend mit zwei erstklassigen Bands werden und was will man mehr als das Wochenende so einzuleiten wie wir es an diesem Abend getan haben.
Eigentlich sollte es etwas früher starten, dennoch verschob sich der Zeitpunkt bis zum Startschuss nach hinten und so vertrieben wir uns die Zeit für ein Pläuschchen mit alten Freunden aus dem südbayrischen Raum.
Was kommt raus wenn man alte Thrash Götter quer durch die Palette in den Fleischwolf wirft, sie noch reichlich anwürzt? Ganz klar diese leckere Mettwurst nennt sich Predatory Violence. Die Truppe betrat die Bretter und ging ab wie Schmidtchen Schleicher. Geilster Thrash Metal der Frühphase dieses Genre ballerten uns die Mannschaft aus Übersee bei Chiemsee um die Ohren das uns Hören und Sehen verging. A. Machine (guit & voc), Mr.Chris (guit), Johnny Wolf (bass) und B.B.Kimmei (drums & back voc) lebten genau das aus auf was sie stehen. Puren unverfälschten Thrash und dabei agierten die Herrschaften auf der Stage wie wild. Gleich zu Beginn knallte man uns mit viel Speed „Kill you for Free“, „Adjucation“ und „Slave to my Blade“ vor den Latz und die Besucher schienen ebenfalls so wie der Trupp auf der Stage Feuer gefangen zu haben. Viele erfreute Gesichter, als auch freudiges Gejubel wurde der Mannschaft entgegen geschmettert. Das war natürlich ein enormer Ansporn für die Band sich noch mehr anzustrengen und abzugehen. Wirklich tolle Leistung die uns hier dar geboten wurde und die Jungs zeigten das man auch mit 80er beeinflussten Thrash Metal jüngere Fans überzeugen kann und so tummelten sich Metal Fans quer durch die Altersschicht im Pit und feierten, bangten und streckenweise moshten zu einer Party die nicht enden wollte. Weiter ging es dann mit „I am what I am“, „Weak“ und „Cruel“ dabei traten die Burschen immer mehr auf die Tube und steigerten die Geschwindigkeit. Der Frontmann bewies das er nicht nur ein Wahnsinns Fronter ist, sondern auch ein amtlicher Entertainer mit wirklichen True lastigen Qualitäten. Mit einem Grinsen stellte meine Person Vergleiche mit Kreator’s Mille Petrozza, wie der kleine Bruder shoutete sich dieser südbayrische Kollege durchs Programm. Dennoch, zumindest mir kam es so vor das man vom Rhythmus her eher im amerikanischen Bereich angesiedelt ist. Somit schaffte man in Sachen Thrash Metal eine gute Fusion beider Kontinente und das klang live wirklich geil. Nach „Victim of War“ und „Hate Nation“ wurde auch was fürs Auge geboten denn bei „Homicidal Man“ enterte Mr. Freitag der 13. Jason Kills die Bühne, natürlich amtlich mit Hockeymaske, Lumpen und Kettensäge. Meiner Meinung nach hätte die Show ewig weiter gehen können doch nach „The Cure“, „P.F.M.“ (mit auf die Bühne gezerrten Tänzerinnen) und „Sleazebag“ war nun das Ende gekommen und man hinterließ ein durchaus beeindrucktes Publikum. Hammer Auftritt und da kann man nur hoffen Predatory Violence bald wieder zu Gesicht zu bekommen.
Nur eine kurze Umbauphase benötigten die Lokalmatadoren Cyring um ein Heimspiel zu feiern. Sicher hätte die Truppe sich einfach auf die Bühne stellen und ein 0815 Programm runter zocken können. Doch wer die Power Jungs kennt weiß dass sie dies nie machen würden. Immer wieder erstaunt es mich aufs Neue mit wie viel Spielfreude und Energie die Jungs intus haben und auch dies ohne Hehl dem Publikum zeigen. Nach dem Intro preschte die Mannschaft auch gleich mit „Dreamchild“ los. Das feiernde Volk drängte auch gleich wieder in die vorderen Ränge um die Lücken zu schließen und weiterhin hielt man die Party am Laufen. Simon Rainer (drums), Manuel Brettl (voc & bass), Daniel Schröfel (guit) und Rupert Hagenauer (guit) waren wieder mit viel Spielfreude drauf und dran den Suppenkessel noch weiter brodeln und überkochen zu lassen. Vor allem die Axtfraktion zeigte wieder ihr sehr gut aufeinander abgestimmtes Spiel. Die Audience fand viel Gefallen mit der gezeigten Leistung und obwohl die Stunde schon weit nach vorne geschritten war, war von Ermüdungserscheinungen noch nichts zu erkennen. Nach „Nightfire“ war es das erste Mal Zeit es etwas ruhiger anzugehen. Doch auch bei den ruhigen Nummern haben die Freilassinger ihre Fans fest im Griff und diese fraßen ihnen wieder vereint aus der Hand. Nach dieser kurzen Verschnaufpause preschte und galoppierten die Bayern wieder flotter und deutlich härter mit „Society’s Slave“, gefolgt von „The God you Seek“ dahin. Nach „Personal Poison“ unterstrich Axtschwinger Rupert Hagenauer sein spieltechnisches Können mit einem Solo. War mal komplett was anderes, denn eine wirklich tolle, progressive Gitarrensoliabwechslung solierte der Junge locker aus dem Ärmel. Mit geschlossenen Augen entführte er uns mit seinem Spiel, genauso wie z.B. ein Steve Morse auf eine weite Genuss– Fantasiereise. Aus diesem Traumland katapultierte man uns mit „Message to the Clouds“ in die Realität zurück. Das Finish war nun wieder von zackigen Granaten gekrönt und immer wann es am schönsten ist, ist es auch schon wieder zu Ende. Doch ohne Zugabe wollte man die Burschen nicht einfach so ziehen lassen und so kehrten Cyring noch einmal auf die Bühne zurück und ballerten uns schlussendlich als Finale ein grenzgeniales Metallica Cover in Form von „Battery“ um die Ohren.
Ein wirklich superbes Doppelpack hatte uns einen tollen Abend beschert an den wir noch lange zurück denken werden.
Konzertfotos
Für euch vor Ort waren Robert, Rosi und Roman
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