METAL UNDERGROUND WEBZINE AUSTRIA


Direkt zum Seiteninhalt

Dead Alone, Mosfet & Counterweight Live Bericht

Live Berichte > berichte

Hell's Night Spring Edition
feat. Dead Alone, Mosfet & Counterweight

17.04.2010 Casino Rockbar St. Johann im Pongau


zurück

Die Hell’s Night hatte sich schon bereits im Jänner als erste Metal Veranstaltung gut bewährt und genau deshalb wurde gleich die nächste nachgeschoben (weitere werden folgen!!!). Natürlich nur eine stupide Weiterführung zu machen wäre zu wenig gewesen und genau darum wurden gleich zwei Fliegen mit einer Klatsche geschlagen. Das Hell Over Vellach Festival wurde somit kräftig mit einer Warm Up Party vorgefeiert. Nicht wenige Fans hatten es an diesem Abend in die Casino Rockbar geschafft und das will was heißen, denn wie unsere Rosi bereits berichtet hatte, stehen ja gerade die Metal Veranstaltungen im Raum Salzburg und Umgebung ja derzeit nicht gerade unter einem guten Stern. Somit darf man durchaus mit der Besucherzahl zufrieden sein, was aber noch viel wichtiger war, war die Stimmung und selbige war an diesem Abend sehr ausgelassen. Feiern bis zum Ende, Verlosung und noch drei Hammer Bands die unsere geliebte Casino Rockbar in Schutt und Asche gelegt haben, Metallerherz was willst du mehr.



Die Jungs von Counterweight mögen ja bei uns noch ein unbeschriebenes Blatt sein. Persönlich erinnere ich mich gerne an ihren Auftritt auf dem letztjährigen HOV, wo die Mannschaft uns gehörig eingeheizt hat. Den Bekanntheitsgrad konnte man aber an diesem Abend mit Sicherheit noch erweitern, denn die Jungs aus Klagenfurt legten gleich einen Raketenstart hin, dass es unbeschreiblich war. Vom Fleck weg hatten Markus Hambrusch (voc), Mario Botta (guit), Hubert Fischer (guit), Michael Glanzer (bass) und Dominik Welisch (drums) die Meute vor der Bühne sehr gut im Griff und es gab nur ein Gas während des Auftritts, nämlich Vollgas. Was anderes scheinen die Jungs aus Kärnten nicht zu kennen. Selten habe ich gleich zu Beginn einen so energetischen Auftritt erlebt wie bei dieser Truppe. Melodischer Metal Core mag zwar nicht jedermanns Sache sein, doch was Markus alias Hampe hier geschafft haben sprach Bände. Metal Fans quer durch den Genregemüsegarten bangten und feierten mit viel Freude vor der Bühne. Nicht lange brauchte man die Besucher bitten, noch zahlreicher vor die Stage zu drängen. Eine Granate jagte hier die nächste und die gezeigte Spielfreude der Burschen schwappte sofort auf die Fans über. „Show Me The Path“, „Through the Storm“ und „Victimice“ waren die ersten Härtekohlen die man uns vor den Bug feuerte, wie eine Maschinengewehrsalve. Die Truppe bewies dass sie zu eine der besten Metal Bands aus dem Süden unserer Republik gehört. Spieltechnisch auf höchstem Niveau und dabei immer viel Freude und Energie mit im Gepäck. Nichts ließ man anbrennen und viele Fans verausgabten sich bereits zu Beginn der Show ordentlich, das man schon fast glauben hätte können, das ziehen die niemals bis zum Schluss ohne Schäden durch. „Your Tears, Deception“, „Game of Life“ und „Dead To Me“ feuerte man weiterhin mit viel Elan los und die Jungs ließen sich kaum auf der Bühne festhalten und so stürmte Meister Hampe (auch mitverantwortlicher des Volxhaus Klagenfurt, Rockt the Lake und Schreiberling bei unseren Freunden Earshot) ins Publikum um mit einem Sprint quer durch die Bar weiter zu machen. Viel Zeit hatten die Jungs ja nicht, aber diese konnten sie bestens nutzen und so bretterte die Mannschaft samt Zugabe noch bis zum Ende hin mit viel Speed weiter. Unvergesslicher Auftritt will ich mal sagen, denn dass hatte die Casino Rockbar schon lange nicht mehr erlebt. Denke, dass Counterweight einen sehr guten Eindruck und ein unvergessliches Erlebnis hinterlassen haben. Viele neue Fans wurden dazu gewonnen und das spricht für die Truppe aus Carinthia.



Nach der ersten Verlosung scharrte schon die nächste Mörderband in den Startlöchern. Wer die Marchtrenker Mosfet kennt weiß, dass auch sie nicht wirklich einen Anlauf brauchen oder gar einen Einspielphase. Auch hier galt das Gebot „Es gibt nur ein Gas, Vollgas“. Das offerierten uns die Jungs aus Oberösterreich auch gleich im Anschluss und locker konnte man dort anknüpfen, wo die Vorband aufgehört hatte. Mit rauen Death/Thrash Kalibern vom letzten Output „Sickness of Memory“ hielt man das Schlachtfeld weiterhin am Laufen. Frontmann Philipp Essl ist einfach unglaublich. Ob im stark alkoholisierten Zustand oder Nüchtern, der Junge gibt immer alles. Mit einer brachialen Urgewalt röhrte er wieder in sein Mikro und suchte die Nähe zu den Zuschauern. Doch auch seine Miststreiter standen nicht etwa tatenlos auf der Bühne und zockten ein 0815 Programm runter, nein auch sie gaben ordentlich Stoff und bangten mit viel Energie, während sie ihre Instrumente nach Leibeskräften beübten. Das Äxtetriumvirat Alex Kleiss (guit), Marc Gruber (guit) und Patrick Schmuck (bass) hatte wie gewohnt viele technische Feinheiten mit eingepackt und diese ließen sie ohne Kompromisse mit viel Tempo vom Stapel. Die Tracks vom letzten Album sind allesamt Bangergranaten und so war es auch kaum verwunderlich, dass immer mehr Banger nach vorne drängten, um fleißig der Truppe zu huldigen. Diese legten sich weiterhin mächtig ins Zeug um die Messlatte noch um einige Nuancen nach oben zu hieven. Gelang ihnen auch spielend denn die Marchtrenker gelten mittlerweile zu den Spitzenreitern in Sachen Death/Thrash Metal MADE IN AUSTRIA. Während die restliche Mannschaft sich im Freudentaumel der Besucher suhlten, gerbte im Hintergrund Schlagwerker Florian Dobretsberger seine Felle. Doch auch bei ihm gibt es nur 100% und nichts darunter und so trieb er seine Kollegen vor sich mit der Speedpeitsche voran. Als nun die letze Nummer verhallten hatte man die Gewissheit, dass man in St. Johann kein unbeschriebenes Blatt mehr ist und auch, so hoffen wir das sich die Herrschaften bald wieder in unsere Gegend verirren.



Nach dem zweiten Part der Verlosung war nun der Hauptact des Abends daran den finalen Todesstoß anzusetzen. Dead Alone sind ja, genauso wie Mosfet bei den Besuchern der Casino Rockbar keine Unbekannten mehr. Somit wussten die eingefleischten Fans der Truppe was uns erwarten würde. Die Bayern Deather stehen für schwermütigen, schwarz angehauchten Death Metal und genau selbigen bliesen uns die Münchner vom Fleck weg mit viel brachialer Gewalt um die Ohren. „The Road To Perdition“ vom aktuellen Longplayer „Vitium“ machte hier den Anfang und die Wolken verdunkelten sich merklich. Die Münchner Truppe hat einen dunklen Charme drauf, der einen an eine etwas nettere Version von Behemoth erinnert. Auch diese Vertreter spielen mit einem gewissen diabolischen Flair und allen voran brüllte uns Florian Hefft (bass & voc) seine Dunkelmesse durch die P.A. das allen Hören und Sehen verging. War vielleicht zu Beginn der Platz noch etwas verwaist, was wohl an der Verausgabung und dem Alkoholspiegel vieler Metaller, so änderte sich dies recht baldigst und einige reaktivierten noch einmal alle Reserven, um zu den Klängen des bajuvarischen Todesbleikommandos abzugehen wie Schmidtchen Schleicher. „Sick Society“, „Collapse“ und „Inside The Void“ folgten und die neuen Tracks schienen sehr gut beim Publikum anzukommen und somit haben sie die Live Feuertaufe in St. Johann locker bestanden. Auch kein Wunder, denn was Florian Hefft (voc & bass), Martin Hofbauer (guit), Fred Freundorfer (guit) und Sebastian Bichler (drums) anfassten wurde zu purem, wenn auch schwarzem Gold. Nicht nur, dass die Herren exzellent mit ihren Instrumenten umzugehen wussten, nein auch Performance und Songs standen wieder für absolutes Top Niveau in Sachen Death Metal der Extraklasse. Mit langen Reden hielt man sich nicht auf und beübte weiterhin recht fleißig das Bangervolk vor der Bühne. Doch auch viele restliche Besucher die an der Bar anzufinden waren, waren schwer beeindruckt was uns nun auf der Bühne dar geboten wurde. Mit „Catharsis“, „Against Me“ und „Reign Of Decay“ wurde gleich nachgelegt und jeder Track der Düsterdeather wurde von der Menge dankend angenommen. Recht gut bewährte sich auch das Triplepackage „I-Syndrome“, „II-Abandoned“ und „III-Dead End“, doch der finale Todesstoß blieb Gott sei Dank noch in etwas Entfernung und so ballerte die Truppe noch recht fleißig weiter, sodass man die Jungs schlussendlich nicht ziehen lassen wollte und als Anerkennung gewährten und dann Dead Alone noch zwei Zugaben, bevor man einen erfolgreichen Abend beendete und zur Aftershow Party überging.

Konzertbilder

Für Euch vor Ort waren Robert Huber, Nicole Fritz und Heimo Zlöbl

The content is the property of www.metal-underground.at

Home | Cd Berichte | Specials | Live Berichte | Konzert Fotos | Interviews | Konzerte/Live Dates | Impressum | Contact | Links | Sitemap


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü