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FDornenreich & Agrypnie
25.10.11 Rockhousebar Salzburg
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15 Jahre sind sie jetzt schon unterwegs. In dieser Zeit haben sie nicht nur 7 Alben und eine DVD unters Volk gebracht, auch Besetzungs- und Stilwechsel sorgten immer wieder für Gesprächsstoff. Die Rede ist von den Tiroler Dark-/Black Metallern von Dornenreich, die im Jubiläumsjahr schon zum zweiten Mal eine Tour durch Europa starteten und bei Rundreise Nummer 2 zum aktuellen Album Flammentriebe auch endlich einen Stopp in Salzburg, dieses Mal in der Rockhouse-Bar, einlegten.
Da ich erst um 20 Uhr am Flughafen Salzburg eingetroffen bin und eine Reise zum Rockhouse nicht unbedingt in kurzer Zeit erfolgen kann, entging mir der lokale Opener des Abends, Edge Of Night. So startete der Abend für mich mit der Band, die schon im Frühjahr beim ersten Teil der Flammentriebe-Tour mit von der Partie war, den deutschen Black-Metallern Agrypnie, rund um Ex-Nocte Obducta Fronter Torsten Hirsch. Mit ihrem schwer zu beschreibenden Sound, der sich teilweise im Midtempo-Bereich bewegt und doch auch die typischen Blastbeats und Highspeed-Passagen beinhaltet konnten Agrypnie beim Publikum in der zu einem großen Teil gefüllten Bar sofort punkten. Stücke wie Fenster zum Hof oder auch Stücke von der erst Anfang November erscheinenden Asche EP wurden in einer qualitativ hochwertigen Form vorgetragen, die auch beim Publikum wirklich gut ankam. Der Sound in der Bar war auch klar und druckvoll, was ganz klar positiv zu erwähnen ist. Nach ca. 45 Minuten war aber schon wieder Schluss mit Agrypnie und der Weg wurde frei für Dornenreich.
Wie schon im Frühjahr haben sich Eviga, Inve und Gilvan wieder für ein Doppel-Set entschieden und werden wieder ein Akustik-Set gefolgt vom Metal-Set zum Besten geben. Als Duo, Schlagzeuger Gilvan macht ja bei der Akustik-Geschichte nicht mit, ging es also nach einer Umbaupause mit den Akustik Songs von den eher ruhigen Alben In Luft geritzt oder Hexenwind los. Leider hatte man hier, wie schon bei vergangenen Konzerten, wieder das Problem, dass man die Lautstärke nicht so perfekt anpassen konnte, dass man auch in den hinteren Reihen viel vom Konzert mitbekommt. Klar ist, dass Eviga und Inve ihr Handwerk beherrschen, da aber wiederum der Großteil der Leute im Rockhouse wohl für die Metalshow gekommen waren, ist klar wieder die Frage gestellt – vielleicht beim nächsten Mal die halbe Stunde Akustik durch ein paar Metal Songs ersetzen?
Nach einer kurzen Umbaupause war jedoch die Zeit gekommen für die von den Fans lieber gehörte Phase des Trios. Nachdem sich ja das aktuelle Album Flammentriebe wieder an die Zeit um Her von welken Nächten orientiert, war natürlich klar, dass Fans der alten Songs, die mit den Akustik-Phase nichts am Hut hatten durchaus wieder zurückkehren könnten. Auch wenn man mit Jagd einen Song aus der „ruhigen“ Zeit in ein Metal-Gewand gepackt hat geht es anschließend doch mit Songs der „härteren“ Alben weiter, wobei man gekonnt auf eine Mischung aus alten und neuen Songs achtet. Sei es Schwarz schaut tiefsten Lichterglanz oder der Hexe flammend Blick, oder auch Stücke vom aktuellen Album wie der Live-Kracher Flammenmensch oder auch Der wunde Trieb, Dornenreich präsentieren sich an diesem Abend in Salzburg wieder von ihrer besten Seite. Das liegt nicht nur an der musikalischen Top-Leistung der 3 Protagonisten, sondern auch am wirklich perfekten Sound. Mit weiteren Stücken von Flammentriebe, Wolfpuls und dem großartigen „fast“ instrumental Erst deine Träne löscht den Brand, beide konnte ich im Frühjahr noch nicht Live bewundern, wurde das reguläre Set noch mit dem Ausnahmesong Trauerbrandung beendet. Eviga, Inve und Gilvan ließen sich aber nicht lange bitte und kamen doch noch für eine Zugabe zurück, so endete nach dem wenig überraschenden Wer hat Angst vor Einsamkeit ein gelungener Konzertabend.
Was bleibt noch großartig zu sagen? Agrypnie sind ein großartiger Anheizer mit charismatischem Frontmann und Dornenreich wissen wie immer mit ihrer Metalshow zu überzeugen. Was den Akustik-Teil anbelangt, kann man sich natürlich nicht über die Qualität beschweren, ob es jedoch sein muss ist eine andere Geschichte.
Für euch vor Ort war Chris Egger
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