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Dream Theater 27.07.2011 Gasometer Wien Live Review

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Dream Theater
27.07.2011 Gasometer Wien

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Sie gehören zu den absoluten Größen auf ihren Instrumenten. In über 25 Jahren haben sie 10 Studioalben veröffentlicht, zahlreiche Live-Alben und DVDs folgten ebenfalls. Die Rede ist von James LaBrie, John Petrucci, John Myung und Jordan Rudess, auch besser bekannt als Dream Theater, die es an diesem Mittwoch-Abend endlich wieder für einen Auftritt nach Österreich, genauer nach Wien in die Panet.tt. Bank Austria Halle im Gasometer, schafften. Mit im Gepäck hatten die Jungs nicht nur eventuelle neue Songs (On The Backs Of Angels vom kommenden Album A Dramatic Turn Of Events wurde ja vor der Tour schon veröffentlicht) sondern auch den von allen heiß erwarteten neuen Drummer Mike Mangini, der Gründungsmitglied Mike Portnoy ersetzen soll.

Pünktlich um 20 Uhr ging es aber mit dem einzigen Support des Abends los, den Briten Amplifier. Es ist ja nicht immer leicht vor Dream Theater an den Start zu gehen, die bisherigen Supports die ich auf Dream Theater Konzerten sehen konnte, war mit Ausnahme von Symphony X im Oktober 2007 in München keine einzige Band nur ansatzweise qualitativ hochwertig genug. Leider war es auch an diesem Abend wieder so, dass mich der Sound, der irgendwo aus der Richtung Pink Floyd/Porcupine Tree/Placebo stammte, alles andere als überzeugen konnte. Einfach zu langweilig wirkte das Material, dass durch die große Anzahl an verschiedensten Effekten und den nicht gerade qualitativ hochwertigen Sound auch beim bereits sehr zahlreich anwesenden Publikum nicht so gut punkten konnte. Nach ca. einer halben Stunde war aber auch schon wieder Schluss mit lustig und das Warten auf den Headliner konnte losgehen.

Nachdem das riesige Drum-Set von Mike Mangini nach einer knappen halben Stunde endliche enthüllt wurde, kam die erste Begeisterung im Publikum schon hoch. Während dem Hans Zimmer Intro Dream Is Collapsing und dem folgenden Opener Under A Glass Moon wurde es aber dann richtig laut und die Band wurde vom Wiener Publikum wirklich ordentlich begrüßt. Die Band zeigte sich auch gleich von ihrer besten Seite und zockte den technisch anspruchsvollen Song routiniert runter. Drummer Mike hatte sichtlich Spaß beim Auftritt, was man ganz leicht an seinem Dauergrinser, den er über den gesamten über 2 Stunden dauernden Auftritt nicht mehr ablegen konnte, merkte. Das die Band ja instrumental nichts anbrennen lässt, konnte man auch beim folgenden These Walls auch merken, wobei man auch sofort feststellen konnte, dass auch Sänger James LaBrie an diesem Tag in Höchstform agierte. Er mag zwar manchmal bei den hohen Tönen etwas gezwungen klingen, die Gesamtperformance war aber mehr als nur in Ordnung. Auch bei den folgenden Forsaken und Endless Sacrifice war wieder alles perfekt, wobei vor allem Ersteres einfach ein sensationelles Live-Stück ist.


(c) by natz4711

Danach war der große Auftritt von Mike Mangini gekommen. Der sympathische Neu-Drummer durfte dem Wiener Publikum seine Fähigkeiten hinter den Kesseln zeigen und konnte sich in seinem minutenlangen Solo nicht nur einen Höflichkeitsapplaus sichern. Man mag zu Schlagzeugsoli stehen wie man will, das des neuen Dream Theater Drummers war wirklich ein Genuss. Auch die restlichen Instrumentalisten hatten nun Zeit um ihr Ausnahmekönnen im Ytse Jam vorzuführen. Es ist immer wieder ein Genuss, in welcher Perfektion Jordan Rudess seine Keyboards, John Myung seinen Bass und natürlich John Petrucci seine Gitarre bearbeitet. Nach dem großartigen Peruvian Skies und The Great Debate war es nun aber auch endlich Zeit für den ersten (und leider auch einzigen) neuen Song des Abends. Das bereits vorher erwähnte On The Backs Of Angels entpuppte sich ebenfalls, durch den genialen Refrain und die großzügige Keyboard-Verwendung zu einem wirklich perfekt für Live-Auftritte geeigneten Stück. Mit Caught In A Web, dem von James LaBrie sensationell gefühlvoll gesungenen Through My Words sowie Fatal Tragedy ging es dann schon dem Ende zu, ehe man noch als letzten Song das über 20-minütige Count Of Tuscany vom letzten Album Black Clouds & Silver Linings herausholte. Auch hier zeigten die Jungs (vor allem Jordan mit seinem schon mehrfach an diesem Abend eingesetzten iPad) wieder eine sensationelle Leistung.

Mit der Zugabe Metropolis Pt. I war dann auch die über 2-stündige Glanzleistung der ehemaligen Musikstudenten zu Ende und es bleibt da nur zu sagen, dass es immer wieder ein Genuss ist, dieser Band zuzusehen. Instrumental einfach nur perfekt und auch gesanglich extrem stark präsentierte sich die Band, die mit Neu-Drummer Mike Mangini einfach nur einen Glücksgriff gemacht hat. Da kann man sich nur auf das neue Album freuen und hoffen, dass die Jungs bald wieder kommen (hoffentlich mit besserem Support).



(c) by karhu1975

Setlist:

00. Intro :Dream Is Collapsing (Hans Zimmer song)
01. Under a Glass Moon
02. These Walls
03. Forsaken
04. Endless Sacrifice
05. Drum Solo
06. The Ytse Jam
07. Peruvian Skies
08. The Great Debate
09. On the Backs of Angels
10. Caught In A Web
11. Through My Words
12. Fatal Tragedy
13. The Count of Tuscany

Zugabe:

14. Metropolis Pt. 1: The Miracle and the Sleeper



Für euch vor Ort war Chris Egger

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