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Eiszeit Tour 2010
feat.: Eisbrecher & Stahlmann
21.09.2010 Szene Wien
Eisbrecher machten auf der Eiszeit- Tour 2010 am 21. September Halt in der Wiener „Szene“, und ich lies mir diese Chance natürlich nicht entgehen. Gleich am Eingang wurde ich von der Security ausgesprochen freundlich empfangen und in nettem Ton eingewiesen. Leider wurde mir auch da folgendes mitgeteilt: die ersten drei Lieder der Bands durften ohne Blitz (wie üblich) fotografiert werden, leider durften darüber hinaus keinerlei Bilder gemacht werden, auch nicht von Publikum oder der Location. Aber ich sah es positiv, hatte ich so doch mehr Zeit, das Event zu genießen.
Als Supportband haben sich Eisbrecher ihre deutschen Landsmänner „Stahlmann“ gesichert. Pünktlich um einundzwanzig Uhr betraten sie auch die Bühne, wie gewohnt mit perfekt silbern geschminkten Gesichtern und Händen. Mit „Willkommen“ legten sie auch gleich mit Vollgas los, um für den Hauptact der Bühne einzuheizen. Mit Liedern wie „ Maschieren“, „Stahlmann“, „Kaltes Herz“ oder „Göttin“ gelingt ihnen das auch einwandfrei. Spätestens mit „Hass mich“ haben sie die mittlerweile ausverkaufte Szene voll im Griff. Mit „Herzschlag“ und „Teufel“ geht der 30minütige Gig viel zu schnell zu Ende. Aber ihre Aufgabe, für Eisbrecher einzuheizen, ist ihnen vollkommen gelungen, und ich bin fast traurig, dass der Auftritt zu Ende ist. Aber die Freude auf den Hauptact überwiegt dennoch.
Nach ausgesprochen kurzer Umbauzeit betritt auch die Crew rund um Alexander „Alexx“ Wesselskydie Bühne. Das Gegröle zur Begrüßung wird ohrenbetäubend, spätestens als der Chef höchstpersönlich aus dem Dunkel des Backstagebereiches die Bühne betritt. In voller Aufmachung präsentiert die Band auch gleich den Namensgeber der Tour und auch des aktuellen Albums, „Eiszeit“. Die Meute hinter den Gittern ist außer Rand und Band, und die Stimmung ist extrem ausgelassen, ohne jeglichen aggressiven Unterton. Mit „Angst“ und „Bombe“, weiters Songs des aktuellen Albums, steigt die Stimmung noch ein Quentchen an, und meine Zeit im Fotograben ist auch schon wieder vorbei. Nach dem Verstauen meiner Kamera sicherte ich mir einen Platz direkt hinter der Absperrung und harrte der Dinge, die noch kommen sollten. Und ich wurde nicht enttäuscht, ein Zuckerl jagte das andere, meine Gänsehaut wollte partout nicht mehr weichen. Sowohl Klassiker wie „Leider“ oder „Schwarze Witwe“ als auch Stücke des aktuellen Albums wie „Phosphor“ oder „Engel“ wurden in gewohnter Alex-Manier und –Qualität dargeboten. Auch die gewohnte Schlagereinlage inklusive Akustik-Gitarre und Bandkollege Jürgen durfte nicht fehlen, wir kamen in den Genuss eines Medleys aus „Du entschuldige, I kenn´di“ und „Tränen lügen nicht“. Einer meiner persönlichen Höhepunkte war „This is Deutsch“, die Gitarren wurden verstaut, der Sound kam aus der Maschine, in perfekter Programmierung und Bedienung des Roboters harmonierte das ganze Stück perfekt mit Alex´ Stimme. Ein weiterer Höhepunkt ist „Amok“, auch ein Stück vom neuen Album: es wurden drei von innen mit dem „Eiszeit“- Logo beleuchteten Tonnen aufgestellt, und die Crew griff zu den Sticks, und alle klopften die Tonnen mit jeder Menge Spaß weich. Mit meinem persönlichen Lieblings- Eisbrechersong, „Ohne dich“, „Miststück“ und „Mein Blut“ gingen gut zwei Stunden perfekte Bühnenshow viel zu schnell zu Ende. Mein persönliches Fazit: perfekte Show, sehr publikumsnah, wer nicht dabei war, hat was verpasst! Ein paar Punkte möchte ich hier trotzdem noch loswerden:
Pluspunkte:
extrem freundliche Security, die auch im Fotograben immer darauf achtete, der Presse nicht im Weg zu stehen
jugendfreundliche Getränkepreise (€ 1,90 für ein kleines Cola ist absolut angebracht)
kleine Snacks (Semmeln mit Wurst, Käse oder Leberkäse, auch Süßigkeiten)
geile Location, perfekter (!) Sound, Clubatmosphäre
Minuspunkte:
keine Fotoerlaubnis im Publikum
Sanitärräume, wie gehört auch bei den Männern, kaum Toilettenpapier
Für Euch vor Ort war Nicole Fritz
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