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European KILLFEST Tour 2011 feat. Overkill, Destruction, Heathen & After All 10.03.2011 Komma Wörgl

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European KILLFEST Tour 2011
feat. Overkill, Destruction, Heathen & After All
10.03.2011 Komma Wörgl

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Eine Tour die jedes Thrash Metaller Herz war schon lange im Vorfeld angekündigt worden. Alleine beim Line Up der European Killfest Tour ließ einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Wahrlich es war ein Freudentag und auf den einzigen Tour Stopp im Komma Wörgl haben wohl viele Wochenlang hin gefiebert. Ja auch meine Wenigkeit verspürte schon Tage vorher ein richtiges Zucken in allen Gegenden des Körpers. Gesagt getan und das Duo Winkler/Huber begab sich somit auf den Weg ins benachbarte Tirol. Ohne nennenswerte Defekte um ca. 1820 Uhr angekommen dachten wir uns, o.k. mal locker die Lage checken und das Merchandise Angebot begutachten. Doch irgendwie schien es so als wär schon die erste Truppe angetreten um sich warm zu spielen. Kann doch nicht sein, angekündigt war doch 1900h ?




Es war aber so, die Belgier aus der West Flandern Gegend hatten bereits mit dem A-Team Intro gerufen, aber leider waren nur ca. 5 Leute in der Halle die ebenfalls nicht so recht wussten, wird jetzt angefangen oder handelt es sich um einen Line Check. Tja die Jungs konnten einem richtig leidtun, denn so etwas hatten sie nicht verdient. Mit „My Own Sacrifice“ und „Devastation Done“ wurde das Set eröffnet und da bekam man gleich die Old School Thrash Variation in Vollbedienung. Gut eingespielt ließen sich die Belgier aber wirklich überhaupt nichts anmerken und spielten einen Gig runter als wäre die Halle proppenvoll. Das nenne ich mal Engagement und somit kamen nach und nach zaghaft einige Banger in die Halle und waren laut Gesichtsausdruck sehr entzückt was sich da auf der Stage abspielte. Dennoch mit nicht mehr als genau gezählten 15 Thrash Metal Freaks konnte man unterhalten und das fand ich sehr schade, denn man verpasste einen soliden Warm Up Auftritt. Tight und äußerst Professionell pushte sich die Mannschaft mit „End of Your World“ und „Becoming The Martyr“ hoch. Hier waren keine Newbies am Werk, auch kein Wunder blickt man doch ebenfalls auf eine ca. 23 jährige Karriere zurück. Mehr aber als einen Undergroundstatus hat man leider in hiesigen Gefilden nicht. Etwas unverständlich denn wer auf Schmackes in Sachen Old School Thrash Metal schwört für den sind die Jungs genau das Richtige. Wie eine Dampfwalze wurde weiter für die kleine Gruppe agiert und die hatten viel Freude was da auf der Show geboten wurde. Das neuste Mitglied Sammy Peleman (voc) und Vin Diesel look a like pfefferte das Ganze Konzept gekonnt mit einer kleinen Breitseite aus dem True Bereich an. Irgendwie erinnerte mich der Belgier von der Tonlage her an den Sacred Steel Fronter Gerrit P. Mutz. Auch dieser Thrashkollege beherrschte die sehr hohen Tonlagen punktgenau und kombinierte sie mit krachenden Thrash Shouts. Sauber, sauber kann man da nur sagen und somit hielt er gemeinsam mit der restlichen Mannschaft tapfer die Thrash Metal Fahne weiter hoch. Nach „Demolition Course“, „Betrayed by the Gods“ und „Timeless Machine“ war aber schon wieder die Zeit gekommen die Arbeitsinstrumente auszustöpseln und Platz für den nächsten heißersehnten Act zu machen. Solide und qualitativ erste Sahne wurde gekämpft, schade dass nur eine kleine Gruppe in den Genuss des Openers gekommen sind.



Mit Heathen stand eine wahre Legende des Bay Area Thrash nach kurzer Umbauphase auf der Bühne und binnen Sekunden füllte sich die Halle ordentlich. Gleich mit den ersten beiden Granaten „Dying Season Play“ und „Control By Chaos“ hatte man die Halle voll und ganz im Würgegriff. Da ließ man auch nicht locker und setzte uns das Thrash Metal Messer weiterhin ordentlich an die Brust. Die Vielzahl an Kuttenträgern war in eine Art Trance verfallen und bangte wie wild, als auch die Mehrheit der Fans brüllte sich die Seele aus dem Leib. Weiterhin legte sich das San Francisco Thrash Metal Kommando mächtig ins Zeug und dabei ließ man Track für Track ein Dauerbeben der Stärke 9 aufkommen. Kein Wunder dass da die Meute abging wie von der Tarantel gestochen. Gute Kommunikation und Nähe zu den Fans setzen dem Auftritt so noch das Sahnehäubchen auf. Dieses Thrash-Revival der leckeren Art wurde mit immer mehr wachsender positiverer Resonanz gewürdigt und das freute die Amis. Man mag über das Genre denken was man will, es kommt immer auf die Band an wie man das rüber bringt. No, na die Jungs wissen was Thrash Metal Qualität bedeutet, mischen auch sie schon 27 Jahre (zwei längeren Pausen) in der Szene mit. Dass man einen Heldenstatus hat weiß man, doch trotzdem war preschte man mit ungekünsteltem Eifer weiter voran. Kein einziger Patzer und auch nicht unbedingt astreine Thrash Fans wie unsere Rosi konnte man begeistern. Obwohl man Old School Thrash Metal der Frühschule intus hatte, tat dies der Durchschlagskraft keinen Abbruch. Auch nach vielen Jahren hat weder diese Art des Thrash noch Heathen selbst an aufputschender Energie verloren und da war es auch kein Wunder das die Audience weiterhin im Freudentaumel an der Thrash Metal Party teilnahm und den Helden auf der Stage ordentlich Tribut zollte. So eine Resonanz machte auch den Burschen von Heathen viel Spaß, daraus resultierte, das man weiterhin bestrebt und engagiert war die Vollbedienung zu geben. Die bekamen wir und wie. Ewig hätte es weiter gehen können aber leider kündigte man auch schon die letzte Granate an und dann war das Beben vorerst mal beendet. Megageil kann man da nur sagen und der Kuttenträgeralarm ließ den Pulsschlag über 180 Schläge hochschnellen und das war und ist ein Moment den man als Unvergesslich betiteln muss.



Das bestens aufgewärmte Publikum bescherte nun Schmier & Co einen begeisterten Empfang. Nach dem Intro hielt man den Hexenkessel mit „Curse The Gods“ und „Mad Butcher“ ordentlich am Laufen. Mit knackig-aggressiven Shouts und hochzüngelnden Feuerriffs in brachialer Lautstärke wurden durchs Komma gejagt, sodass sofort das Erdbeben einsetzte. Das deutsche Thrash-Urgestein hatte ich seit 2002 nicht mehr erlebt und somit war auch meine Wenigkeit Feuer und Flamme, denn Destruction waren und sind immer noch Wegbereiter in Sachen europäischer Thrash Metal. Die durchgeschwitzte Masse ließ man nicht zur Ruhe kommen und man pulverte eine 45 Minuten Show runter, bei der alte, als auch neuere Fans der Truppe aus dem Überraschungssack viel bekamen. Drummer Wawrzyniec Dramowicz drosch alles in Grund und Boden, während Marcel (bass & voc) hünenhaft poste. Das komplette Gegenteil war hier Kampfzwerg Mike Sifringer (guit) der abging als hätte man in mit Benzin übergossen und angezündet. Weiter ging die wilde Thrash Karussell Fahrt mit „Armageddonizer“, „Tears Of Blood“, „Thrash Till Death“ und „D.E.V.O.L.U.T.I.O.N.“ und es war egal ob es sich um Songs neueren Datums, oder alte Gassenhauer handelte, kein Track verfehlte seine Wirkung und die war infernal – höllisch. Ein Hörorgasmus nach dem anderen wurde der Thrash Fangemeinde beschert und somit war es auch kaum verwunderlich dass die Leute komplett ausrasteten. Doch zu diesem Zeitpunkt hatte man noch lange nicht die komplette Munition verschossen. Lange wollte uns Marcel nicht mit langen Reden aufhalten, denn er und seine Amigos wollten die 45 Minuten komplett musikalisch ausreizen so gut es ging. Jeder Anschlag saß und das Punktgenau und die Spiellaune, als auch die Energie, welche vom ersten bis zum letzten Track durch die Halle gejagt wurde mündete in ein wildes treiben vor dem Absperrgitter. Alles wurde ausgereizt und so wurden unsere Gehörmuscheln, als auch unsere Nackenmuskulatur mit „Bestial Invasion“, „Soul Collector“, „Hate Is My Fuel“ und „Nailed To The Cross“ einer Belastungsprüfung unterzogen. Dies nahm man mit Freuden auf und somit feierten die Thrash Maniacs im Komma ihre Idole nach allen Regeln der Kunst ab. Den letztendlichen, infernalen Todesstoß versetzte man uns mit „The Butcher Strikes“ back und vor allem mit diesem Track machte man mir persönlich ein schönes Geschenk, gehört doch diese Granate zu meinen all time favorites. Ein grenzgenialer Triumphzug endet hier leider nach 45 Minuten. Etwas unverständlich den Co-Headliner nach so kurzer Zeit wieder von der Bühne zu jagen, aber bitte auch so sogen alle jeden gottverdammten Song von der ersten bis zur letzten Sekunde vollends auf.



Wenn man sich so in der Halle umschaute stellte man verblüffend fest, das viele Junge Thrash Fans gekommen waren. Wie vor etwa 20 Jahren im amtlichen Outfit, umso mehr ließ es mich schmunzeln das der Hauptact des Abends die Karriere gestartet hatte, als diese noch nicht mal auf der Welt waren. Alte Helden von vielen jungen Fans immer noch verehrt, ja das sind Overkill. 31 Jahre haben diese Helden aus New York auf dem Buckel, hat man deswegen Alterserscheinungen? Dies kann man mit einem lauten, aussagekräftigen NEIN beantworten. Die nächsten gut 90 Minuten standen im ganz im Zeichen des New Jersey-Stomp und diese Stampede startet man mit „The Green and Black“, „Rotten to the Core“ und „Wrecking Crew“. Obwohl Frontmann Bobby "Blitz" Ellsworth
in der Vergangenheit gesundheitlich oft angeschlagen war und auch mit einigen Schock Meldungen zu medialen Erwähnungen kam, konnte man dies nach dem Hattrick Start kaum glauben. Ein Energiebündel war, ist und wird der sympathische Ami immer bleiben und das spiegelte sich quer durch den ganzen Auftritt wieder. Doch auch seine Kollegen
Carlos "D.D." Verni (bass), Dave Linsk (guit), Derek "The Skull" Tailer (guit) und Ron Lipnicki (drums) waren nicht etwa unbeteiligt, nein diese standen ihrem Frontkameraden in nichts nach. Die lange Overkill Geschichte wurde groß geschrieben und so war man gespannt was man denn nun aus dem Zauberhut befördern würde. Mit „Infectious“, „Bring Me the Night“, „Bastard Nation“, „Hammerhead“ , „Ironbound“, „Blood Money“ und „Endless War“ erfreute man nun das Thrash Metal Ohr und der Einschlag im Thrash Metal Epizentrum war unglaublich. Mit vereinten Kräften ackerte man sich weiter durchs Set und somit kamen einem die Jungs auf der Bühne, trotz des Alters wie jung gebliebene Götter vor. Wie eine gut geölte Maschine lief man zur Höchstform auf und das änderte sich in keinem Part des Sets. Nach dem Gebot, ganz oder gar nicht und dabei ging man selbstredend aufs Ganze, somit gab es nur ein Gas, VOLLGAS. Das letzte Drittel des Rennens wurde mit „Hello from the Gutter“, „Give a Little“ und „Old School“ abgehalten, doch an Schluss machen dachte niemand. Weder die Fans, noch die Band und so gipfelte der Abend noch mit dem satten Zugabenteil „Deny the Cross“, „Elimination“ und „Fuck You“ und Overkill hinterließen eine schweißgebadet, frenetisch jubelnde Audience.

Ein unvergessliches Package das hier das Komma bis zum Schluss nach allen Regeln der Kunst verwöhnte, als auch bediente und dabei ließ niemand etwas anbrennen. Wir bedanken uns einmal mehr bei GP Musik (allen voran
Gerhard Larry Pfeiffer) das er, gemeinsam mit seinem Team solche Hammerveranstaltungen nach Wörgl bzw. Kufstein bringt.


Konzert Bilder

Für euch vor Ort waren Robert Huber und Rosi Winkler

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