METAL UNDERGROUND WEBZINE AUSTRIA


Direkt zum Seiteninhalt

Folterzirkus feat. Far Beyond Innocence, Syn, Dead Dreams & Decay of your Fate Live Bericht

Live Berichte > berichte

Folterzirkus
feat.: Far Beyond Innocence, Syn, Dead Dreams & Decay of your Fate

21.05.2010 Alter Schlachthof Wels


zurück

Der Folterzirkus ist in der Stadt hieß es vergangenen Freitag. Obwohl am folgenden Tag AC/DC am Programm stand, fanden sich recht viele Leute im legendären Alten Schlachthof in Wels ein und folgten der Einladung von Far Beyond Innocence. Zusätzlich zu vier hoch karätigen Bands hatte man in den Umbaupausen ein nettes Rahmenprogramm, welches eben die Zeit bis zu den nachfolgenden Bands verkürzte.



Nach der Ankündigung der Dame die sich als Master of Ceremony entpuppte bestiegen gleich Decay of your Fate die Bühne. Mit einem richtig gehenden Wums ballerten die Burschen gleich drauf laus. Grind, Core und Hardcore vereinen die Herrschaften in ihrem Material und das ist speediger wie es nicht sein könnte. Die Herrschaften haben seit ihrem letzten Auftritt, als wir sich gesehen haben einen richtig gehenden Schub gemacht. Zwar hantiert man immer noch mit ruckartigen Wechseln, selbige passen aber zu der Spielart welche die Oberösterreicher drauf haben. Duett Shouts und Growls sind immer so eine Sache. Abgestimmt aufeinander muss man sein und die Beiden Brüllaffen waren vom Timing und der Gleichberechtigung gut drauf und ergänzten sich stets gegenseitig. Doch auch ihre Kollegen waren voll bei der Sache und griffen dabei amtlich in die Saiten. Eine richtig gehende Niederwalzmaschinerie war zu Beginn des Events am Laufen und das gefiel immer mehr Fans die in die Halle kamen. Auch kein Wunder, denn die Jungs haben viel Spielfreude in den Backen und das offerierten sie nicht zu knapp den bereits feiernden Fans. Ab der Hälfte der Show gesellten sich sogar einige Power Rangers in den Pit und wüteten zu den Klängen der Mannschaft ordentlich um. Besonderer Blickfang war für meine Person einmal mehr Schlagwerker Paul, der wieder hochkonzentriert und tight die Felle verdrasch. Doch auch die Äxtefraktion Armin (guit) und Kiwi (basss) zockte nicht nur ein stupides Geschrubber runter. Nein auch hier zeigten die beiden Recken dass sie technisches Können drauf haben. Satte Melodien und zackige Solis ballerte man immer wieder zwischen den herberen Parts im Set den Zuhörer um die Ohren. Wirklich tolle Leistung die man zeigte und dies honorierte das Publikum mit Applaus und einigem Gejubel. Auch nach dem verklingen des letzten Tracks der Band wurde eine Zugabe gefordert und dem kam man selbst redend freudig nach. Toller Act der hier den Abend eröffnete und da darf man gespannt sein was sich bis zum nächsten Aufeinander treffen bei dieser Truppe tut. Zum derzeitigen Zeitpunkt kann man nur sagen RESPEKT GEILE SHOW!!!



Nach einem kleinen Change Over mit Unterhaltung von Grave Digger und zwei Damen die wie zum DARK Karneval in Venedig gewandet waren ging es mit Dead Dreams weiter. Die Herrschaften sind unserer Redaktion ebenfalls nicht mehr unbekannt. Dennoch schien es so als hätte sich viel im Karussell der Band getan. Wie runderneuert bestiegen die Jungs die Bühne und bretterten ebenfalls gleich los. Etwas mehr in die Core Schiene orientiert zockte die Truppe ebenfalls stark weiter um den Pegel zu halten. Gelang ihnen spielend und noch mehr. Denn den Heimvorteil schien man recht gut nützen zu können und so verwunderte es auch nicht dass sich viele Metal Heads vor der Bühne versammelt hatten um die Formation auf der Stage abzufeiern. Man muss aber auch anmerken nicht nur wegen dem Heimvorteil wussten sich die Burschen zu behaupten, nein auch ihr technisches Können an den Instrumenten war nicht von schlechten Eltern und wusste zu gefallen. Vorne Weg preschte man gleich mit „No Need for a Past“ und „Discreation“ los. Auch hier wechselten sich zwei Shouter ab. Hier allerdings ging es etwas gängiger und leicht verdaulicher von statten. Durch diese Linie wirkte man auch leicht melodiöser als die Vorgänger. Wie auch immer den Leuten in der Halle schien es zu gefallen und das ist die Hauptsache. Somit zeigte sich eine Bild von einem lustig feiernden Publikum das viel Freude damit hatte was die Burschen durch die PA jagten. Auch hier ging es bis zur Mitte im Pit immer mehr ab und auch hier hetzten sich einige Kung Fu Fighter im Tanze gegenseitig. Die Jungs strengten sich ordentlich an um den gewonnene Boden zu halten bzw. weiter auszubauen. Gelang ihnen meiner Meinung auch spielend, auch präsentierten sich die Mitglieder sehr gut eingespielt. Lediglich der zweite Gitarrist grenzte sich selbst etwas aus was dem aufeinander eingespielten Bild etwas schadete. Doch der Rest der Truppe spielte und kommunizierte miteinander sehr gut. Auch mit dem Publikum wusste man gut umzugehen und dadurch fraßen den Jungs immer mehr aus den Händen. Wenn man eine solche Laune verbreitet verstreicht natürlich recht schnell die Zeit. So war es dann auch und schon kündigte man den letzten Song an bevor man sich trollen wollte. Ohne Zugabe wollte man aber auch diese Recken nicht von dannen ziehen lassen und so gab man diesem Wunsch sehr gerne nach und legte als Beigabe noch einen drauf.



Die Machtränker Cross Over Metaller Syn haben sich, vor allem in Oberösterreich schon einen guten Namen erspielt. Auch kein Wunder, denn wer die Band kennt weiß, jetzt ist Partylaune gefragt. Hüpf orientierter Metal steht auf ihrem Banner und dieser ist richtig gehend zum Abgehen und Rumhopsen geschaffen. Vom Fleck weg hatte man eine enorme Anzahl an Fans vor sich, die sich bereits bei „The Final“ als wahre Fans entpuppten. Es wurde getanzt, gehopst und gebangt was das Zeug hielt. So eine Audience und das Gefiel der Truppe natürlich und mit einem feisten Grinsen legte man noch einige Scheit nach. Vor allem die beiden Mikroakrobaten Thomas (voc) und Hannes (guit & voc) waren beeindruckt von dem was sich vor der Bühne abspielte. „Tapewar Terror“, „My Devil“ und „Crown of Guns“ standen nun auf dem Programm. Besonders muss man hier die breite Auswahl an Rhythmen erwähnen die man diesmal recht bunt gemischt ins Publikum knallte. Einmal war es mehr Tanz lastig, dann offerierte man uns wieder eine Runde satten Groove und schlussendlich schnürte man das Packet immer wieder mit härteren Passagen zu. Die Feierlaune schien kein Ende nehmen zu wollen und das konnte den Jungs auf der Bühne nur recht sein. So hielt man eine Party ab die für jeden Metal Head etwas beinhaltete. Auch wenn man nicht unbedingt ein Freund des Hüpf Metal ist, Syn sind wie eine Influenza, sie stecken einfach mit ihrer Spiellaune an. Mit „Or Else“, „Conscious Existence“ und „S.O.A.V.R.“ legte man weiterhin Knallgranaten nach die selbst redend ordentlich zündeten. Wen verwundert es dann noch dass die Audience, vor allem die vorderen Ränge am Schwitzen wie in einer finnischen Sauna waren. Tolle Leistung die man uns quer durch die Show bot und diese perfektionierte man noch mit „Dystrophy“ und einer Zugabe die man ohne Umschweife gleich nachlegte. Es ist immer wieder eine Freude die Jungs live mitzuerleben, immer wieder und immer wieder gerne meine Herren. Vielleicht sogar mal außerhalb von Oberösterreich.



Wieder nach einer weiteren, etwas längeren Umbauphase lag es nun am Hauptact den Abend zu vollenden. Wer die New Crushin Metal Recken von Far Beyond Innocence kennt, weiß, nun folgt die finale Todeswalze. Für die Jungs gibt es nur eines, Panzer marsch und alles niedergewalzt was noch irgendwie steht. Nach dem Intro versetzte man der Halle gleich mit „Ministry of Fear“ den finalen Todesstoß. Richtig gehend Knüppel aus dem Sack schien das Moto an diesem Abend für die Welser Institution zu sein. Dass man schon lange im Geschäft ist zeigte sich auch an dem Feedback das ihnen das Publikum entgegen schmetterte. Obwohl schon viele am Ende zu sein schienen holte man noch einmal alle Reserven raus und ging ab wie ein ICE Zug auf voller Fahrt. „The Day I try to Live“, „Devil in your Fairyland“ und „Enemy“ knallte man nach dem Gebot „HARDER FASTER LOUDER“ allen um die Ohren. So war es dann auch, lediglich Fronter Vermes war oftmals sehr leise. Dennoch schien das am Publikum eher unbeteiligt vorüber zu gehen, denn selbiges bangte weiterhin kräftigst zu den Klängen der Mannschaft. Auch Neuerwerbung Tieftöner Luke sei an dieser Stelle besonders hervor gehoben. Binnen drei Wochen hatte er sich das komplette Material der Band angeeignet und stellte an diesem Abend, soweit ich weiß das erste Mal live seine Dienste unter Beweis. Der Jung kommunizierte sehr gut mit der alteingesessenen Mannschaft und somit war das Bündel wieder komplett. „2 Minutes of Hate“, „Green Fuckmachine“ und „Brainsucker“ standen nun an der Tagesordnung und wurden ebenfalls sehr gut vom feiernden Partyvolk aufgenommen. Auch die beiden Damen in ihren Karnevalskostümen gesellten sich kurzzeitig auf die Bühne. Das war ein guter Augenschmaus der zu den Klängen der Band passte. Ob man etwa überlegt solche Performance Einlagen auch in Zukunft einzubauen? Man wird sehen erweitert hat es den Auftritt der Band allemal, ohne allerdings zu Poserhaft zu wirken. „See you in Hell“ und das rollende „Pigmy Headhunter“ kündigten das nahende Ende an. Bevor man den Schlussstrich allerdings zog widmete man einen Song dem Tode unseres allseits geliebten RONNI JAMES DIO. Dies tat man aber nicht mit einem schlappen Cover. Sehr treffend, mit „Immortal Man“ kondolierte man live dem Tod von Dio, der viele in den letzten Tagen schockiert hatte und die ganze Szene in Trauer versetzt hatte. Doch ohne Zugabe geht es beim Hauptact nicht und so hielt man das Finale mit der Bandeigenen Hymne „As One“ ab. Wieder einmal MEGAGEIL was uns F.B.I. gezeigt hatten und so schlossen sich die Pforten des Folterzirkus. Darf man gespannt sein ob es hier eine weitere Auflage in absehbarer Zeit geben wird.

Konzertbilder


Für Euch vor Ort waren Robert, Rosi & Roman

The content is the property of www.metal-underground.at

Home | Cd Berichte | Specials | Live Berichte | Konzert Fotos | Interviews | Konzerte/Live Dates | Impressum | Contact | Links | Sitemap


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü