Hauptmenü
Live Berichte > berichte
In Extremo
06.12.2011 Posthof Linz
zurück
Warum sollte man sich an einem Dienstagabend von Salzburg aus in Richtung Linzer Posthof aufmachen, vor allem wenn der erste Schnee sich angekündigt hat? Diese Frage ist recht schnell beantwortet: mit In Extremo kehrt eine der erfolgreichsten Mittelalter-Bands nach Österreich zurück. Mit im Gepäck: ihr aktuelles Nummer 1 Album Sterneneisen. Nach dem doch relativ kurzen, mit technischen Problemen versehenen, Auftritt am Nova Rock war es für mich die zweite Gelegenheit in diesem Jahr Michael Rhein, oder auch das letzte Einhorn genannt, und seine Band Live zu sehen.
Bereits bei der Ankunft beim Posthof war schon einiges vor der Halle los und es bildete sich eine kleine Schlange vor der Eingangstür, was den doch erwarteten großen Andrang für dieses Konzert erahnen ließ. Im Vorraum der Halle angekommen, war die Verwunderung jedoch schon groß, als auf den Monitoren schon zu lesen war, dass In Extremo schon um 20 Uhr die Bühne betreten werden, und das ohne Support. Man mag zu Supports stehen wie man will, es müssen ja nicht bis zu 7 Vorbands sein wie bei gewissen Marathontouren die unterwegs sind, eine Band zum Anheizen wäre aber sicher nicht schlecht gewesen.
Nach kurzem Intro war es aber so weit, die sieben Jungs betreten die Bühne um mit Sterneneisen gleich loszulegen. Die Stimmung im vollen Posthof (die Sitzplätze im oberen Bereich wurden leider trotzdem nicht geöffnet) steigt von 0 auf 100 und von Anfang an wird klar: hier werden heute alle Spaß haben. Was auch von Beginn an auffällt ist, dass In Extremo einfach immer wieder einen genialen Live-Sound haben, der den Songs noch das gewisse Etwas verleiht. Eine hoch motivierte Band spielt sich durch weitere Stücke wie Frei zu sein oder Krummavísur und zeigt dem Publikum, dass der Erfolg nicht von irgendwo kommt. Nach einigen Stücken wird es scheinbar jedoch in den ersten Reihen so eng bzw. werden die Leute in den ersten Reihen so stark nach vorne gedrängt, dass sogar Michael mit Ansagen versucht die Situation für alle etwas erträglicher zu machen. Klar, wer in die erste Reihe will muss einsehen, dass es eng wird, irgendwo sollten manche Konzertbesucher doch auch auf die Mitmenschen achten. Nach weiteren Stücken, die klarerweise zum Teil vom aktuellen Album stammen, andererseits auch Best-Of-Charakter haben (Hits wie Liam, Ave Maria, Mein Rasend Herz oder das immer wieder geniale Vollmond dürfen bei einem In Extremo Konzert nicht fehlen) ist nach Auf’s Leben das Ende des regulären Sets schon wieder gekommen. Dass die Band auf alle Fälle zurückkommen musste war jedoch klar, da doch noch diverse Hits gefehlt haben. So dauerte es nicht lange ehe man wieder auf der Bühne war um mit den nächsten Hits wie Küss mich oder Spielmannsfluch weiter zu machen, ehe man mit einem weiteren Zugabenblock und Villeman Og Magnhild den Abend beendete.
Was muss zu diesem Auftritt noch gesagt werden? Eine hoch motivierte Band spielt sich durch ein großartiges Set und sorgt dadurch für großartige Stimmung. Durch einen perfekten Sound macht das Ganze dann natürlich noch mehr Spaß. Die einzigen Punkte die zu erwähnen wären, jedoch auch kein großes Problem darstellen sind, dass man eventuell noch eine Vorband einbauen hätte können (natürlich war der frühe Beginn und die fehlende Vorband auch ein Vorteil für alle die von weiter weg angereist sind) und im Posthof auch die doch sehr beliebten Sitzplätze öffnen hätte können. Auf alle Fälle: In Extremo können gerne mal wieder kommen.
Setlist:
01. Sterneneisen
02. Frei zu sein
03. Krummavísur
04. Sängerkrieg
05. Zigeunerskat
06. Wind
07. Die Gier
08. Stalker
09. Zauberspruch
10. Liam
11. Unsichtbar
12. Ave Maria
13. Siehst du das Licht
14. Rasend Herz
15. Vollmond
16. Viva La Vida
17. Auf's Leben
Zugabe I:
18. Küss Mich
19. Stetit Puella
20. Spielmannsfluch
Zugabe II:
21. Gold
22. Villeman Og Magnhild
(c) by Fintroll92
Für euch vor Ort war Chris Egger
The content is the property of www.metal-underground.at