Nicke Andersson ist derzeit mit seiner Band IMPERIAL STATE ELECTRIC in aller Munde, bzw. in allen Ohren. Bekannt ist er auch durch seine Zeit und Arbeit bei den HELLACOPTERS, aber auch bei ENTOMBED, THE SOLUTION und DEATH BREATH.

Er ist Gitarrist, Sänger, Drummer, Songwriter & Produzent und möchte lieber Musik machen als sich unseren neugierigen Fragen stellen.
Also werde ich mich beeilen…

Hi Nicke, ich bin Totti von www.metalunderground.at, DEM österreichischen Online-Magazine. Ich danke Dir für´s Interview, wie geht’s Dir und was sagst Du zu den vielen positiven Reviews zum aktuellen Album „Honk Machine“?

NA: Mir geht es gut, vielen Dank.
Ich finde es großartig, wenn die Menschen nach guter Musik greifen.

Was ist die „Honk Machine“?

NA: Die Idee kommt von einem großartigen Gitarren-Effektgerät aus dem Jahr 1965, „The Zonk Machine“ genannt. Das Wort „Honk“ bezieht sich auf „Midrange Honk“, einem bestimmten Spektrum, einer bestimmten Frequenz in der elektrische Gitarren am besten klingen.

Jede gute Rock´n´Roll Band ist sozusagen eine „Honk Manchine“, so auch Imperial State Electric.

Wenn es von Dir ein „gesprochenes Wort“-Intro zu Eurem Album geben würde um die nächsten 30-40 Minuten Musik zu erklären, was würdest Du sagen?

NA: Ladies and gentlemen, this is rock and roll!

Du spielst eine andere Art Rock als zum Beispiel mit den Hellacopters! Ist der aktuell
auftauchende 60er Sound Deine bevorzugte Musik?

NA: Nein, nicht wirklich.
Wenn überhaupt kann man von einem Faible für die Beatles vor „Sgt.Pepper“ sprechen.

Was sind aus Deiner Sicht die offensichtlichsten Unterschiede zum Vorgänger „Reptile Brain Music“?

NA: Ich denke der Hauptunterschied zum letzten oder zu den letzten beiden Alben liegt hauptsächlich in bzw. an den Songs.

Dazu kommt, das mit Stefan Boman eine Person von „außerhalb“ das Album gemixt hat, was es etwas anders klingen lässt.

Ich las, das es sich um die selben Musiker wie auf dem Vorgänger handelt. Ist Imperial State Electric eine Band oder Dein ehrgeiziges Baby mit Freunden und Mietmusikern im Boot?

NA: Imperial State Electric ist eine Band.

Wer schrieb die Songs und Lyrics?

NA: Ich schrieb das meiste von dem Zeug aber Tobias und Dolf konnten sich auch einbringen.

Das „Wer schrieb was“ ist im Booklet oder auf dem Sleeve nachzulesen.

Ich las in einem anderen Interview, das Du der Imperator und alleinige Herrscher in der Band bist, weil es halt so besser läuft. Gibt es wirklich keine Demokratie beim Proben oder beim Songwriting?

NA: Wie ich es eben schon sagte: Wir sind eine Band und ich würde mich nicht selbst Imperator nennen…
aber ich bin der Boss.
Ich glaube auch nicht, das die totale Demokratie in einer Band langfristig funktionieren kann.
Aber wir haben alle etwas zu sagen und das höre ich mir als Boss auch an!

Du bist ein umtriebiger Mensch im Musikbusiness. Du schreibst Songs und Alben für Deine, aber auch für andere Bands. Du produzierst andere Bands, singst, spielst Gitarre, bist Drummer,…
Kannst Du uns jede musikalische Station Deines Lebens nennen, alle Bands in denen Du -wie auch immer- involviert warst, mitgewirkt hast oder produziert hast?

NA: Da wird mir echt bange…Nein, das kann ich nicht, das würde Stunden dauern.
Ich denke, da hilft Dir das Internet besser, versuch´s mit Wikipedia.

Du machst und spielst so viele verschiedene Stile des Rock und Metals, wie funktioniert das?

NA: Ich spiele einfach nur das, was ich mag. Ich mache mir keine Gedanken darum, was dabei rauskommt oder herauskommen soll… das wird der Grund sein, warum es funktioniert.

Ich frage mal den Drummer in Dir: was hältst Du von Drum-Solos wie zum Beispiel von Show-Drummern wie Tommy Lee von Mötley Crüe, oder Lars Ulrich, oder,….

NA: Ich bin kein großer Fan der von Dir genannten Drummer…Mich haben eher Peter Criss, Keith Moon, Marky Ramone, Dave Lombardo, Chris Reifert, Paul Cook, Mick Tucker und viele andere beeinflusst oder inspiriert.

Und bis auf wenige Ausnahmen finde ich Drum-Solos generell ziemlich langweilig.

Bestehen bereits Tourpläne?

NA: Ende September werden wir durch Spanien touren, Ende Oktober kommen wir mit Graveyard wieder nach Europa und zwischendurch entern wir in Skandinavien einige Bühnen. So sieht das für den Rest des Jahres bis jetzt aus.

Wie lange probt Ihr, bevor es auf Tour geht?

NA: Wir proben, wenn wir es müssen!

Warum spielt Ihr auf Tour so gern Coversongs?

NA: Es macht Spaß.

Welche Songs bevorzugt Ihr?

NA: Gute Songs.

Ich las, Du bist im selben Alter wie ich. Was läuft bei Dir zum Thema „Sex, Drugs & Rock´n´Roll“? Ein paar Drinks vor der Show zum warm werden, Aftershow-Party oder eher Aftershow-Relaxing?

NA: Wir trinken, wenn wir dazu Bock haben. Manchmal schmeckt ´n Bier vor der Show. Manchmal schmecken aber auch 20 Bier nach der Show…

Gibt es irgendwelche Rituale bevor Ihr auf die Bühne geht, ein letztes „High-Five“ o.ä.?

NA: Nein.

Auf der letzten Tour konnte ich sehr gut sehen, das der Platz des Frontmanns bei Euch 3x wechselte, warum?

NA: Wir sind 3 Sänger in der Band und es ist großartig, wenn wir alle singen können.

Hast Du jemals mit dem Gedanken gespielt, einen Song in schwedisch zu singen?

NA: Mit den Hellacopters haben wir mal einen Song der schwedischen Band National Teatern gecovert.

„Sent En Lordagskväll“ hieß die Nummer in der Landessprache und war auch mal ´ne lustige Geschichte. Momentan gibt es aber keine Pläne in schwedisch zu singen.

Kannst Du von Deiner Musik leben oder musst Du noch einem anderen Job nachgehen?

NA: Ich habe ein Studio (The Honk Palace) in dem ich arbeite und andere Bands produziere und ich mache selbst Musik.
Ja, ich kann von der Musik leben.

Wie schaut´s aus mit Promotion, besonders natürlich zu aktuellen Veröffentlichungen. Machst Du das gern oder bist Du froh wenn Du das zwingende Übel hinter Dich gebracht hast?

NA: Ehrlich, ich bin nicht besonders von der Arbeit angetan, aber ich weiß das es zum Gesamtpaket gehört. Ich würde stattdessen lieber Musik machen.

Sammelst Du Musik und wenn ja, in welchem Format oder in welchen Formaten ist Dir Musik am liebsten?

NA: Ich mag am liebsten Vinyl, doch gelegentlich kaufe ich auch Zeug von iTunes.

Was sind Deine Zukunftsaussichten zum Thema Musik in der Zukunft, Labels, Downloads, etc.?

NA: Es ist wie es ist und Du musst mit dem was Du derzeit hast so gut wie möglich umgehen.

Die Tatsache das immer mehr Menschen auf Vinyl zurückgreifen, bzw. viele Menschen auch neu für sich entdecken, ist doch schon mal eine sehr gute Sache, Entwicklung.

Hast Du noch ein paar abschließende Worte an unsere Leser?

NA: Schafft Religionen ab und bejubelt allein Rock´n´Roll!

Klare Ansage!
Vielen Dank für das Interview, weiterhin volle Hütte auf der Tour,
wir werden uns sehen!

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