Korpiklaani ist ja eine Band, die nicht nur dank ihrer Songtitel eher für Spaß steht. Auch ein guter Grund einmal bei Bassisten Jarkko Aaltonen nachzufragen, was er so von Monsterpaketen wie dem Paganfest 2012 hält und wie die Band auf Songtitel wie Vodka oder Tequila kommt.

Danke Jarkko, das du dir so kurz vor eurem Auftritt noch Zeit für uns nimmst. Es ist ja der fünfte Termin, an dem eine extended Show dieser Paganfest Tour stattfindet, wie läuft es für euch bisher?

Ich meine dass es erst die vierte für uns ist, aber ist ja eigentlich egal. Ich kann dir aber jetzt auch nicht sagen wie die gesamte Tour so läuft, wir sind ja nicht bei allen Shows dabei, aber da wo wir jetzt dabei waren, war es immer eine coole Sache, vor allem da wir eigentlich immer vor vollem Haus gespielt haben.

Vor und auch in der Halle ist schon sehr viel los, hättest du damit gerechnet, dass die Tour so viel Zuschauerinteresse auf sich ziehen wird?

Oh ja, eigentlich schon, es waren ja immer schon sehr viele Leute auf diesen Touren, gerade an den Wochenenden, daher habe ich auch nicht mit weniger gerechnet. Das kann natürlich nun auch am Package legen, Eluveitie ziehen ja immer sehr viele Leute, Primordial sind nicht so oft auf Tour gewesen, da kann man schon damit rechnen.

Was bedeutet es eigentlich für dich wieder Teil des Paganfest zu sein, ihr wart ja schon 2009 und 2011 dabei, nun auch wieder als Special Guest.

Naja es ist eigentlich einfach wieder eine Tour, ich denke jetzt da nicht speziell dran, dass es wieder das Paganfest ist. Ich mag einfach das touren, wir hatten ja auch erst vor kurzem eine Tour mit Eluveitie und es war wirklich schön. Es ist aber natürlich für die Leute schon ein Unterschied, ob wir jetzt hier spielen oder nur mit Eluveitie, da wir dann schon beide Bands ca. 1,5 Stunden Programm haben, da haben die Leute dann schon mehr von uns. Wenn du jetzt hier Fan von Heidevolk bist und nur 45 Minuten von deiner Band siehst, stellst du dir schon die Frage, ob du bereit bist 37 € dafür zu bezahlen. Es gibt einfach verschiedene Wege auf Tour zu sein.

Wenn ich mir im Allgemeinen eure Tourdaten so anschaue, fällt mir auf, dass ihr nicht allzu oft nach Österreich kommt, wieso das?

Ja, es hat einfach eine Zeit gegeben, wo wir sehr viel in Österreich und Deutschland unterwegs waren. Wir haben uns dann irgendwann gedacht, dass wir diese Länder einmal nicht so oft besuchen, da es sonst einfach zu viel wird und das Ganze übersättigt wird. Okay, das Paganfest ist jetzt schon wieder eher in diesen Ländern angesiedelt, aber es ist trotzdem schlecht für Bands, wenn man zu oft in denselben Ländern unterwegs ist. Außerdem würde ich sagen, sind die 3 Shows die wir machen eigentlich eh schon viel für ein kleines Land wie Österreich. Ich denke da nur an die Shows, ich glaube Innsbruck war es wo wir mehrfach mit dem Paganfest waren, da waren nicht allzu viele Leute anwesend, wieso sollten wir dann da nochmal extra hin.

Einige Leute kritisieren ja die Tatsache, dass Konzerte wie das Paganfest einfach zu lang sind, vor allem die extended Shows wo wirklich 8 bis 10 Bands spielen. Dann sind noch sehr oft dieselben Bands spielen, ihr seid da zum Beispiel auch 2011 schon dabei gewesen und macht heuer den Special Guest. Was denkst du darüber, haben die Leute wirklich recht, dass es einfach zu lange Shows mit zu vielen Bands sind?

Naja, ich will jetzt kein Arsch sein, aber wenn du die Bands nicht magst, die auf dem Paganfest-Lineup dabei sind, warum gehst du dann hin? Es ist ja kein Geheimnis, man kann ja auf den Tickets lesen wer dabei ist und dann muss man es sich ja nicht kaufen. Warum zum Teufel kauft man ein Ticket und regt sich dann über das Lineup auf? Aber im Grunde muss ich den Leuten aber auch wieder Recht geben, es sind doch sehr oft die gleichen Bands am Start. Es ist aber eine Rock The Nation Tour, so wie auch das Heidenfest oder Metalfest oder Thrashfest oder welches Fest auch immer, es ist alles von Rock The Nation und die tendieren halt dazu ihre eigenen Bands zu buchen.

Aber wie ist es für dich als Künstler, heute spielen 8 Bands, ihr seid als Nummer 7 am Start, hast du da nicht Angst, dass das Publikum schon zu erschöpft für euch ist?

Also ich beneide Eluveitie heute überhaupt nicht. Viele Leute sind doch schon seit 3 Uhr am Nachmittag hier, das ist schon ganz schön lang. Je länger da der Tag dauert umso schwerer ist es natürlich für die Band eine Reaktion des Publikums zu erhalten, da die Leute ja doch immer müder werden. Teilweise ist es als Abschlussact schon frustrierend.

Kommen wir einmal weg von der Tour und unterhalten uns mal über die kleine Änderung in eurer Band, ihr habt einen neuen Geiger dabei, wie macht er sich so?

Er macht seine Sache wirklich gut, ich meine eine Menge Leute können Geige spielen, aber eben nicht so viele die es auch in einer Band können. Er ist wirklich ein netter Junge, er schläft übrigens gerade da hinten.

Vorher hattet ihr ja einen anderen am Start, warum ist jetzt doch die Wahl auf ihn gefallen?

Ich kann dir jetzt gar nicht so genau sagen, wie wir ihn gefunden haben, sicher irgendwie im Internet. Dann haben ihn einfach kontaktiert und gefragt ob er bei uns dabei sein will.

Ihr seid ja auch nebenbei gerade im Studio um den Nachfolger zu Ukon Wacka aufzunehmen, was kannst du mir über das neue Album sagen?

Die Aufnahmen sind schon fertig, der Mix ist noch offen. Ich würde sagen es geht von musikalischen bzw. vom Gitarrenspiel mehr in Richtung Old School Thrash Metal, ich glaube es ist zwar melodisch aber stark.

Also erwartet uns ein typisches Korpiklaani Album?

Ja ich glaube schon. Es ist aber kein großer Schritt in eine bestimmte Richtung.

Wird auch wieder ein vom Alkohol beeinflusster Song wie Vodka oder Tequila dabei sein?

Nein

Warum nicht, Whiskey hattet ihr zum Beispiel noch nicht?

Oh, nein Whiskey ist jetzt nicht unbedingt unser bevorzugtes Getränk.

Dann trinkt ihr also nur Vodka und Tequila?

Naja, hier trinken wir auch nicht so viel Tequila, das war eher so eine Geschichte die innerhalb von wenigen Minuten entstanden ist, als wir von einer Südamerika-Tour zurückgekommen sind.

Dann wäre ich mit meinen Fragen soweit an Ende, die letzten Worte überlasse ich dir.

Oh ich habe nie letzte Worte.

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