MORIDIGAN Interview

Written by Totti. Posted in Interviews

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Published on Mai 19, 2016 with No Comments

Mit den Worten „Hört gefälligst mehr Moridigan und Magna Mortalis“, beendeten Moridigan aus Niedersachsen das letzte kurze Gespräch Ende August 2015 nach dem Gig mit Debauchery, Athorn & Inquring Blood im Musiktheater BAD in Hannover. Knapp ein ¾ Jahr später, ist es Zeit für ein kleines Resümee oder Fazit denn in der Zeit ist doch einiges passiert;

-Weitere Gigs
-Album-Release, Reviews
(unser Review ist hier nachzulesen)
-und vieles mehr!

Ich für meinen Teil habe mich an die Abschiedsworte des letzten Gesprächs gehalten und mehr von beiden Bands gehört. Heute aber unterhalten wir uns mit Bassist Lommer, stellvertretend für Moridigan.
Auch aus heutiger Sicht- und Hörweise, würde ich der Band 4 von 5 Punkten geben, obwohl das Album mit jedem weiteren Durchlauf wächst und mehr Spaß bereitet, doch ist noch weiterhin Luft nach oben.
Empfehlen tu´ ich es an dieser Stelle aber gern noch einmal!

Moinsen, fangen wir am besten mal ganz von vorn an:

Stellt euch doch bitte mal vor und verratet uns, in welchen Bands ihr noch vertreten seid!
Lommer: Ja, Moinsen, ich bin Lommer der Bassist und mittlerweile auch Zweitsänger von Moridigan. Es gibt noch eine zweite Combo in der ich fest spiele mit dem Namen „Critical Mess“, die steckt allerdings noch in den Kinderschuhen, unsere Platte nehmen wir dieses Jahr im Juni im Soundlodge Studio auf. Desweiteren kann man mich auch bei der Osnabrücker/Nienburger Kombo „Terrible Sickness“ sehen, bei denen ich zur Zeit Bass-mäßig aushelfe. Arne ist dann noch Sänger bei der Hannover Death Metal Band „Magna Mortalis“.

Beschreibt bitte euren Stil den ihr spielt, weicht er von euren Einflüssen ab oder macht ihr genau nur das, was ihr wollt, spielt was ihr selbst gern hört?

Lommer: Unser Stil ist etwas… ja… „Eigen“ würde ich sagen. Das trifft es im groben ganz gut, da bei uns viele unterschiedliche Stile und Geschmäcker zusammengefasst werden.

Mittlerweile hat sich unser Stil aber so entwickelt, dass wir einen gewissen Groove gefunden haben, eine technische Komponente und natürlich ausgeklügelte Melodien. Uns ist es wichtig sich von anderen Bands ein Stück weit abzuheben. Klar, die Musik die wir hören nimmt Einfluss auf unser schreiben, es ist aber wichtig nicht zu kopieren sondern das Gehörte als Inspiration zu sehen und auf seine Weise weiter zu entwickeln.

Bei unseren ersten Scheibe „Accursed“ und „Spawn Of The Mind´s Abyss“ waren wir noch deutlich technischer. Das hat bei der „Deadborn Nemesis“ etwas abgenommen und wir sind dafür insgesamt etwas eingängiger geworden.
Warum das so kam war eher zufällig und nicht geplant gewesen, da wir munter drauf los geschrieben haben und mit den Songs so auch absolut zufrieden sind. Außerdem haben wir noch an Geschwindigkeit ordentlich nachgelegt, da Marco eine neue Bassdrum Technik gelernt hat, die es ihm ermöglicht, absolut krasse Sachen abzuziehen.

Das 2.Album „Deadborn Nemesis“ ist nun seit einigen Monden (inzwischen fast überall) erhältlich, wie ist der Zulauf zu Gigs, bzw. wie laufen die Album-Verkäufe? Seid ihr jetzt Rockstars oder immer noch gesunddenkende Musiker die ihre Leidenschaft ausleben können und nicht „auf Teufel komm´raus“ nach der Hauptbühne zur besten Zeit in Wacken greifen?

Lommer: Also mit Gigs läuft es bisher eigentlich relativ ruhig. Anfang des Jahres mussten wir leider gezwungenermaßen pausieren, da Marco sich aus Versehen die rechte Hand gebrochen hat und etwas Zeit brauchte um wieder rein zu kommen.
Mittlerweile kommt aber die ein oder andere Anfrage rein, im Juli sind wir einmal in Hannover unterwegs und im September geht es zum Hellpower Festival. Ansonsten ist bisher noch nichts weiteres bestätigt.

Zu den CD-Verkäufen kann ich so direkt nichts sagen, da müsste ich mal den Kernkraftritter fragen, wie es in seinen Shop aussieht hehe…

Bei unseren Live Shows gingen die Teile aber weg wie warme Semmel und unsere Bestände werden langsam aber sicher immer leerer.

Trotzdem sind wir aber immer noch eine bodenständige Band und haben unsere regulären Jobs. Death Metal ist nach wie vor Sparten-Musik und nicht wie Heavy oder Thrash Metal in der breiten Öffentlichkeit anerkannt. Das ist uns allen bewusst und deswegen können wir unsere Leidenschaft umso besser ausleben.

Hauptbühne auf dem Wacken wäre natürlich großartig! Du wirst lachen,die haben tatsächlich angefragt. Leider mussten wir absagen, da meine Katze an dem Tag Geburtstag hat hahaha…

Gehen wir doch mal euer Album Song für Song durch und gebt ein paar „Linernotes“ und Geschichten hinter den Songs / Stories preis…!

Lommer: Also los geht es mit „Eaters of Light“. Das war der letzte Song den wir für die Platte geschrieben haben und der ist bei den Aufnahmen für die Vorproduktion entstanden.

Das kann man sich so vorstellen, dass Stefan die Tabulaturen fertig gemacht und Marco seine Drums im Proberaum eingespielt hat; darauf hat dann die Saiten-Fraktion eingehämmert. Wir haben den Song vorher also kein einziges Mal geprobt sondern haben gleich ein fertiges Produkt abgeliefert.

Als zweites haben wir unseren Titelgeber „Deadborn Nemesis“. Der ist relativ früh entstanden, ich glaube das war sogar der erste Song den wir geschrieben haben für die Platte, und gibt auch ganz gut die Marschrichtung der Scheibe vor. An dem guten Stück haben wir aber auch sehr lange gefeilt und immer wieder kleine Änderungen mit reingebracht, es aber zum Glück nicht tot geschrieben, was ja auch ganz schnell passieren kann. Wir hatten halt immer wieder kleine Ideen gehabt hehe…

„Der Engelmacher“ ist der dritte Song auf der Scheibe und einer meiner persönlichen Lieblinge (vielleicht weil ich dazu auch den Text geschrieben habe!?). Das musikalische Gerüst dazu hat uns keine Schwierigkeiten gemacht, und wir waren gleich absolut zufrieden. Hier haben wir auch ein bisschen mit Geschwindigkeiten experimentiert, unterschiedliche Melodien mit eingearbeitet (eine wird sogar vom Bass gespielt) und sogar ganz atypisch einen Gesangsteil auf die „Hauptmelodie“ gepackt.
An Stelle sechs haben wir dann noch unseren groovig / langsamen „Deus Ex Cadaver“. Hier haben wir zu Beginn gesagt, dass wir mal die Geschwindigkeit für unsere Verhältnisse ganz krass drosseln wollen. Das wir schnell spielen können wissen wir ja und man muss ja nicht immer das gleiche machen, das wird für Zuhörer und Musiker ja irgendwann langweilig. Außerdem wirken die schnellen Songs dann noch schneller höhö…

Die anderen Songs haben auch ihre kleinen schönen Raffinessen wie zB „Perdition Oath“ der durch die Ambivalenz der Melodie in der Mitte und am Ende des Songs lebt im Gegensatz zu dem Slam Part in der Mitte. Dieser Teil ist erst aus einem Gehirnfurz entstanden, fanden wir aber im Nachhinein so geil, dass wir es drinnen gelassen haben

Ich schrieb in meinem Review, dass ihr im Vergleich zu eurer EP und dem Debütalbum aus eurem Klangkorsett ausgebrochen seid und dadurch etwas frischer, frei von der Leber weg, klingt. Seht ihr das ähnlich, war das beabsichtigt oder hat sich das irgendwie so entwickelt? Wie entstand diese „Frische“ in eurem Sound?

Lommer: Das ist eher zufällig entstanden, aber auch nicht verwunderlich. Zwischen den drei Platten gab es auch einen großen personellen Wechsel, was auch einen ausschlaggebenden Einfluss auf den Sound hat. Somit hat sich da ein gewisser Ruck entwickelt und wir haben auch als Band eine gewissen Evolution durchlebt. Der Entstehungsprozess der Scheibe war auch, finde ich, relativ lang. Uns war aber nie langweilig, da wir die ganze Zeit konsequent an unserem Material gearbeitet haben. Da hat uns die Vorproduktion zum Beispiel ganz viel geholfen, da wir dann gemerkt haben ob die Songs wirklich rund klingen, ob es in einer Stelle vielleicht zu dünn wird oder ob alle Songs überhaupt miteinander harmonieren.

Das ist auch ein Punkt den man nicht vergessen darf. Man kann nicht stumpf alles raushauen was man geschrieben hat, sondern man muss auch gucken wie die Songs miteinander arbeiten. Dadurch sind beispielsweise auch viele Songs wieder rausgeflogen, da wir die dann doch kacke fanden, oder nicht stimmig ins Gesamtbild gepasst haben.

Somit hat sich dann diese Frische entwickelt, die uns auch auf eine gewisse Weise gefangen hat. Wir waren auch ein bisschen baff, als wir dann unser fertiges Produkt in den Händen hatten.

Wie kam es denn genau zu der (nicht ganz neuen) Idee, einen deutschsprachigen Text zu verfassen und wie lang hat es letztendlich gedauert, bis der fertige Text saß? Denn unsere Landessprache ist ja nicht die leichteste und ihr habt es geschafft, weder scheiße noch prollig oder gar billig zu klingen! Und die Thematik selbst ist ja auch etwas geschichtsträchtig…

Lommer: Über die Idee haben Arne und ich mal in einer Pinte gequatscht und uns gedacht, dass es ja gar nicht sein kann das man bisher noch keinen Text mal in seiner Muttersprache verfasst hat. Naja, und wie das dann so aus einer Bierlaune heraus entsteht, waren wir beide gleich Feuer und Flamme dafür.

Da ich früher auch in Death Metal Bands gesungen habe, hatte ich gesagt, dass ich dann gerne den Text schreiben würde. Wir hatten uns dann zwar noch über die Thematik unterhalten, habe mich dann aber auch relativ fix ans Werk gemacht. Ich glaube ich habe dann etwa drei bis vier Wochen gebraucht, bis der Text dann tatsächlich Final war, wobei ich auch nicht die ganze Zeit geschrieben habe. Zwischendurch habe ich mich immer wieder davon distanziert um einen kritischen Blick auf den Text zu behalten und mir auch die Wortwahl genau überlegt habe.

Es sollte zwar in eine gewisse, na ja lyrische Richtung gehen (lyrisch ist jetzt vielleicht nicht unbedingt das richtige Wort), aber auch nicht extrem flach oder zu eloquent ausfallen.

Außerdem ist die Thematik auch ein äußerst brisantes Thema. Bei Ignaz Semmelweiß handelt es sich um einen der ersten Ärzte für Hygiene überhaupt. Der gute Mann hat sich u.a. mit unterschiedlichen Sterberaten von gebärenden Frauen beschäftigt und dabei kam heraus, dass Frauen, die mit Hilfe eines (Ober-)Arztes, also einer sozial Angesehen Persönlichkeit, ein Kind auf die Welt brachten danach eher einem Infekt erlagen, als die gebärenden Frauen, die mit Hilfe einer Hebamme Mutter wurden.
Der Grund war, dass die Ärzte meistens vorher an Leichen herumgefummelt haben und dann zu der Geburt mit teils ungewaschenen Händen kamen. Man muss dazu wissen, dass die „Hygiene“ damals eine ganz andere war und Bakterien noch weitestgehend unbekannt waren. Als Ignaz Semmelweiß dies anprangerte, wurde er von seinen Kollegen nicht gerade mit offenen Armen empfangen und gezwungenen, seine Ergebnisse nicht zu veröffentlichen, da die betroffenen Ärzte um ihre Stellung und Ansehen fürchteten.
Na ja, und das habe ich als Inspiration genommen und darauf das Thema Abtreibung gelegt. Es geht hier aber auch nicht stumpf um eine plakative Abtreibung, sondern auch um Verzweiflung/Angst der Frau und die Skrupellosigkeit die der Abtreibende mit an den Tag legt. Es gibt heutzutage immer noch diese illegalen Abtreibungen, da die Frauen entweder dazu gezwungen werden, kein Geld für einen richtigen Arzt haben oder aus Scham. Somit ist das leider ein sehr wahres und auch trauriges Thema… Ich könnte hier jetzt noch stundenlang weiter machen, da ich das Thema sehr traurig finde, aber das sprengt hier dann den Rahmen…

Der textliche rote Faden in euren Songs dreht sich um Horror, Okkult, Dämonen…
Einfach nur, weil es letztendlich die (beinahe) einzig wahren Themen sind, die zum Death Metal Sound passen oder seid ihr selbst auch Horrorfilmfreaks und opfert Tiefkühlhühnchen?

Lommer: Hehe… ne wir essen die lieber als die zu opfern.
Also wir haben natürlich auch ein gewisses Faible für Horrorfilme. Da variiert das auch ein bisschen (Klar, Zombiestreifen oder die richtig Trashfilme), aber eigentlich ziehen wir die meisten Ideen aus Büchern und weniger aus Filmen. Und das Thema Dämonen etc., hat sich bei uns, bzw. bei Arnes Schreibstil durchgesetzt, da es am Besten passt.
Ich könnte mir auch nicht vorstellen, einen nordisch mythologischen Text darauf zu hören.
Primär lässt man sich ein bisschen von der Musik leiten was das Thema Text angeht.

Ein paar Monate nach der Veröffentlichung: Seid ihr immer noch genauso hochzufrieden mit eurem Album oder sagt ihr jetzt schon: Hmmm…das hätte man jetzt auch anders oder gar besser machen können?

Lommer: Teils, teils. Auf der einen Seite sind wir zwar äußerst zufrieden mit dem Sound den uns Jörg gebastelt hat, haben dann aber bei den Songs selbst noch die ein oder andere Idee bekommen.

Hier liegt aber die Kunst bei, das Produkt dann tatsächlich irgendwann als FERTIG anzuerkennen und nicht ewig weiter alles kaputt zu schreiben. Man setzt sich als Musiker immer wieder mit den Material auseinander und es ist auch entsprechend stimmungsabhängig, wie das Produkt dann bewertet wird. Somit sollte man immer die Musik auch irgendwann abschließen und definitv zum Schluss kommen, was das Schreiben angeht.

Da wir uns vorher eine Deadline mit dem Studiotermin gesetzt haben (wir haben zwar den Termin gemacht, aber die Scheibe war tatsächlich noch nicht fertig), konnten wir das auch ganz gut händeln. Zum Glück sind wir aber auch nicht in Zeitnot gekommen und mussten uns dann im nachhinein denken: „Mist, so viel nicht geschafft was wir wollten…“

Wie ist denn sonst so der Grundtenor bei den Followern, Fans und der Presse bezüglich des Album?

Lommer: Was wir so bisher mitbekommen haben…Eigentlich sind alle größtenteils zufrieden mit der Platte, was uns natürlich auch sehr freut. Ein paar Ausreißer gibt es immer, aber davon sollte man sich nicht allzu sehr beeinflussen lassen.

Wie reagiert ihr auf Reviews? Wenn euch ein klugscheißender Schreiberling versucht zu erklären, wie EUER Sound zu klingen hat? 😉
Nehmt ihr euch der Kritik an (ich meine jetzt mal keine planlosen Verrisse oder seltsame Analysen eurer Songs/deutschspr. Texte wie zuletzt im Rock Hard wo es aber trotzdem 7 von 10 Punkte gab!) und denkt drüber nach oder prallt so etwas generell ab und man schaut eh nur auf die Punktezahl?

Lommer: Da gehen wir alle ein bisschen unterschiedlich um. Stefan nimmt sich die Rezensionen teilweise sehr zu Herzen und lässt das dann auch wieder in sein Songwriting mit einfließen. Manchmal glaube ich auch, dass er schlechte Renzensionen als eine persönliche Beleidigung auffässt, was ich gut nachvollziehen kann.

Man steckt halt viel Zeit, Arbeit und, was man auch nicht vergessen darf, viel Geld in das Erschaffen und Entwickeln einer Platte. Und wenn dann einer kommt und einen totalen Verriss macht, weil man einen Furz hat querhängen, sorgt das natürlich nicht für die beste Stimmung hehe…

Bei den anderen, mich eingeschlossen, ist es so, dass man zwar die Reviews verfolgt aber jetzt auch nicht unbedingt viel Tamtam darum macht. Jeder Rezensent hat halt seine eigenen Maßstäbe und ALLE glücklich machen, kann man eh nicht. Warum sollte man sich dann im nachhinein über so etwas ärgern und seine Zeit damit verschwenden? Dann die Zeit lieber sinnvoll nutzen und neue Songs schreiben.

Das mit dem Rock Hard Bericht hat uns aber alle tatsächlich mal richtig stutzig gemacht (Und das ist schon richtig lange nicht mehr geschehen!!!).

Wir haben uns dann schon gefragt, warum die Scheibe insgesamt ja recht gut bewertet wurde, aber nicht wirklich darauf eingegangen ist sondern nur über den Text „Der Engelmacher“ geschrieben wurde. Wenn ich mich nicht irre, handelte es sich um den Rezensenten / die Rezensentin um eine Frau und ich glaube, dass sie vielleicht ein Problem mit der Thematik hat, was ich auch sehr gut nachvollziehen kann.

Es ist dann doch immer eine Interpretationssache, wie man diesen Text auslegt.
Ich hatte ihn auch meiner Freundin vorgelegt und sie nach ihrer Meinung gefragt, und wie sie das interpretiert.
Sie sagte, dass es zwar äußerst brutal ist, aber man es auch gut verstehen kann, dass es hierbei nicht stumpf um die Gewalt an einer Frau handelt.

Desweiteren ist es bei Reviews etc. auch so, dass man sich auch ein dickes Fell zulegen sollte/muss. Man begibt sich halt in den Bereich der Öffentlichkeit und muss damit leben, dass man für das was man sagt und tut, auch negativ kritisiert werden kann.

Wie schaut´s derzeit, ruht ihr euch auf den Lorbeeren aus oder arbeitet ihr schon am Material für den hoffentlich kommenden Nachfolger?

Lommer: Wir sind tatsächlich seit einiger Zeit wieder am schreiben, sogar schon relativ kurzfristig nach dem Studio, haben wir wieder losgelegt. Dieses Mal haben wir wieder mit einigen Sachen rumprobiert…zum Beispiel hat Arne angefangen Schlagzeugspuren zu programmieren um diese als Ideen für Marco zur Verfügung zu stellen.
Hintergrund war auch, dass wir noch einiges an Material übrig hatten und das nun verwursten. Jetzt überlegen wir gerade ob wir dann zeitnah eine kleine EP aufnehmen oder noch ein bisschen weiter sammeln und eine weitere LP raushauen.

Was habt ihr für Ziele mit der Band, habt ihr noch Träume?

Lommer: Na klar!HeHe… Viele von unseren Träumen wurden zwar schon erfüllt, wie z.B. der Studioaufenthalt im Soundlodge Studio, eine kleine Europatournee, mittlerweile auch im Nuclear Blast Shop vertreten zu sein, usw….
Es gibt aber dann doch noch so ein paar Träume, die man noch hat wie z.B. auf den größeren Festivals vertreten zu sein oder eine Tournee mit seinen Helden zu spielen.

Die Promo-Maschinerie ist am laufen, wie man auch bei FB verfolgen kann. Wie kam es zu dem Auftritt auf dem Legacy-Sampler? Oder ist das doch „nur“ ein Labelsampler der dem Jubiläumsmagazin (?) beigelegt war?

Lommer: Das war eine Idee vom Kernkraftritter. Er hat uns gefragt, ob wir Lust hätten da mit drauf vertreten zu sein. Natürlich waren wir von der Idee begeistert! Da der Kernie auch eng mit dem Legacy zusammenarbeitet, sind da viele glorreiche Sachen zustande gekommen, wie zum Beispiel unser Interview im Legacy.

Wie läuft´s mit dem Label? Zufrieden mit der Arbeit?

Lommer: Puh… leider reicht die deutsche Sprache nicht aus um zu beschreiben, wie glücklich wir mit unserem Kernkraftritter sind! Hahaha…
Spaß beiseite, es läuft absolut reibungslos mit ihm. Er lässt sich z.B. auch immer gerne mit Ideen infizieren, die wir haben oder fragt dann auch bei uns mal nach, was man machen könnte. Auch auf dem Live Sektor ist wegen ihm auch das ein und andere Zustande gekommen. Wie es zu dem Deal kam war auch ein äußerst glücklicher Umstand, da Arne und der Kernkraftritter sich kannten und er uns auch bei der ein und anderen Show mal gesehen hat. Das hat ihm so gut gefallen, dass wir dann bei ihm untergekommen sind. Zuerst wurde ja die „Spawn Of The Minds Abyss“ via Kernkraftritter veröffentlicht. Als wir ihm dann sagten, dass wir planen ins Studio zu gehen, fragte er auch schon, wann er die denn dann veröffentlichen kann haha…
Sein Enthusiasmus ist einfach der Hammer. Ich frage mich auch, wann der neben seinem regulären Job noch schläft???

Warum ist die Website nicht auf dem aktuellsten Stand (letzter Stand: Interview mit uns 😀 )oder konzentriert ihr euch nur noch ausschließlich auf Facebook?

Lommer: Jaaaaa, da sagst du was hehe…
Wir konzentrieren uns tatsächlich schwerpunktmäßig auf Facebook, da man hier deutlich mehr Leute erreichen kann.
Außerdem sind wir dann doch irgendwo kleine Schussel hehe…

Was passiert bei Moridigan in den nächsten Tagen, Wochen…stehen schon Gigs, plant man eine kleine Tour, gibt es schon Festivalzusagen?

Lommer: Im Moment liegt unser Fokus auf neue Mucke schreiben. Außerdem steht bei uns auch noch ein kleiner Videodreh an, wozu ich leider noch nicht mehr sagen darf. Aber man darf auf jeden Fall gespannt sein. Gigs haben wir bisher zwei feste Termine, und zwar sind wir am 16.07.2016 in Hannover zu erleben und am 03.99.2016 spielen wir auf dem Hellpowerfestival. Alles weitere ist bisher noch nicht direkt bestätigt.

Stefan ist jetzt gerade dabei, für nächstes Jahr eine kleine Tour zu planen, aber auch das steckt jetzt noch in den Kinderschuhen. Das ist dann insgesamt doch viel Aufwand mit Locations suchen, Bands, etc…
Es wird bei uns also nie langweilig und man kann definitiv gespannt sein, was noch so passieren wird.

Ein paar abschließende Worte?

Lommer: Erstmal ein großes Danke an dich Totti, für das Interview, hat Spaß gebracht!
Dann wollen wir uns selbstverständlich auch noch Mal beim Kernkraftritter bedanken für die extrem gute Zusammenarbeit und wir freuen uns auch schon auf die kommenden Projekte.
Allen anderen da draußen kann ich nur noch sagen:
Besucht Konzerte, vor allem unsere hehe…
(Glaubt uns, es lohnt sich) und genießt unsere Alben!

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