Die Release Party zum Debüt Down Below der Sentimentalistic Bitches waren ein Anlass für mich, mir die Jungs zu krallen um mir Rede und Antwort zu stehen.

Wir haben uns heute hier, vor eurer großen Album Release Party getroffen, um über euer neues Album zu sprechen. Erzählt mir mal was Grundsätzliches, ein paar Eckdaten darüber.

Sentimentalistic Bitches: Also, unser neues Album heißt Down Below, es wurde bei office4music.com veröffentlicht.

Wie kommt ihr auf den Namen? Spontanidee?

Nein, es ist ein Songtitel, es hat sich vom Titel und vom Text her angeboten. Aber es ist nicht das erste Lied am Album.

Warum nicht?

Naja, es tut jeder, und warum sollen wir es wie alle machen? Muss das Album immer wie der erste Song heißen? Nun ist es das zweite Lied geworden.

Wie schreibt ihr? Wie entstehen eure Songs? Hockt da jeder in einem Kämmerlein und dann wird’s zusammen geworfen?

Nein, da kommt mal der Mario mit einem Gitarrenlauf, oder ein Bassriff, oder Eric kommt mit einer Melodie im Kopf, dann reden wir: das könnte so werden, das könnten wir ändern, so will ich das haben. Wir haben vier Meinungen, und niemand steckt zurück. Und wenn dann alles unter Dach und Fach ist, ist ein neuer Song entstanden

Also setzt ihr euch alle zusammen, um einen Song entstehen zu lassen?

Ja, auf jeden Fall, niemand steckt irgendwas zurück, wir sind halt Bitches *Lachen*

Macht ihr nur Musik, die euch gefällt, oder denkt ihr auch manchmal an euer Publikum, an eure Fans, was die gerne hören wollen?

Nein, wir machen ausschließlich das, was uns gefällt. Nur, wenn man sich mit der Musik, die man macht, auf der Bühne wohlfühlt, kann man das rüberbringen, was man will. Wir wollen niemanden gefallen, außer uns *Lachen*. Wenn ich Musik für die Masse machen will, brauche ich nur ein Keyboard und einen PC. Wir machen keine Musik, nur weil’s unsern Nachbarn gefallen soll. Da fühlen wir uns schlecht dabei, fast vergewaltigt.

Man hört sehr viele Meinungen über euren Stil. Wie würdet ihr selber euren Stil bezeichnen? Metal, oder Rock, oder was anderes, oder irgendwas dazwischen?

Unser Stil lässt sich nicht eindeutig einordnen. Man findet uns auf einem Metalfest, aber auch auf Rockfesten. Fürs eine sind wir vielleicht zu weich, fürs andere vielleicht schon zu hart. Wir haben auch schon öfters darüber gesprochen, ob wir mehr in die eine oder andere Richtung tendieren sollten, um sozusagen besser irgendwo dazu zu passen. Aber wir machen genau die Musik, die uns gefällt, die wir machen wollen, und bei der sich alle von uns wohlfühlen.

Und ihr fühlt euch wohl in der Situation, in dieser Konstellation, in der ihr gerade seid?

Ja, auf jeden Fall, wir sind nicht nur Bandkollegen, wir sind Freunde.

Wie managt ihr eure Proben?

Das wird spontan ausgemacht, meistens bei einer Probe für die nächste. Die Menge der Proben passt genau zu unseren Bedürfnissen. Und da Mario noch in Graz studiert, wird das alles kurzfristig angesetzt. Manche Idee geht vielleicht von einer Probe zur nächsten verloren, das muss man dann halt sofort aufnehmen.

Probt ihr vor einem Konzert mehr?

Naja, nicht explizit. Wie erwähnt, die Häufigkeit, mit der wir uns treffen, passt genau.

Nochmal zu eurem Album: Ist das alles neues Material? Oder findet man auch ältere, beim Publikum vielleicht schon bekannte Songs darauf?

Nachdems ja unser erstes Album ist, ist eigentlich alles neu *lachen*. Also es zeigt eigentlich unsere gesamte Zeit. Einige neue Lieder, aber auch Songs, die wir in unseren ersten Proben schon geschrieben haben.

Wie sieht die Zukunft aus?

Nun sind wir gierig drauf, neue Lieder rauszubringen, wir wollen auch eine Tour starten. Eine CD schließt immer ein Kapitel einer Band ab, nun freuen wir uns auf das nächste Kapitel. Es gibt nichts schöneres, wenn jemand kommt und sagt, das hat mir gefallen! Oder wenn man sieht, dass unser Publikum schon mitsingen kann, weil es unsere Songs schon kennt und mag. So wollen wir weiter machen. Unserem Stil bleiben wir auf jeden Fall treu, wir freuen uns über jedes Feedback, wenn die Leute sich auch live mit uns identifizieren können. Der Spass, den wir haben, soll auf alle Fälle erhalten bleiben. Wir wollen keine neuen Superstars werden, wir wollen den normalen Metal und Rock, den jeder, in jeder Altersgruppe, hören kann, wieder in den Vordergrund rücken. Weg von „Schneller, lauter, härter“, zurück wieder in Richtung „Old School“

So, meine Fragen wären für heute geklärt, euch gehört das letzte Wort:

Naja, was sollen wir sagen? Auf alle Fälle mal Danke!

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Danke für deine Präsenz in der Vergangenheit, das Interview heute und auch für die Präsenz, die du hoffentlich in Zukunft haben wirst. Auch an Tanja für die Fotos und den Multimedia-Part. Auch danke an den „Kaisn“, Co-Produzent und „Studiomensch“. Danke für die Zeit mit Andy Classen. Danke auch für die Leute, die uns heute unterstützen, sei es am Merchandise oder auch hinter der Theke.

Zum Abschluss sangen wir noch ein „Happy Birthday“ für das Geburtstagskind Bernd, den Drummer der Band.

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