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Kill the Parish - When Humanity Is Overrated

Cd Bericht

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Band: Kill the Parish
Titel: When Humanity Is Overrated
Label: Noisehead Records

Trockener Sadismus, mit knüppelharten Nachwehen wird uns zu Beginn September aus dem Hause
Noisehead Records mit dem Stockholmer Prügelkommando Kill the Parish geboten. „When Humanity Is Overrated“ nennt sich dieser Langstreich auf welchem uns die Ikea Todesblei Maschinerie 9 Hammerharte Tracks zum Abgehen und durchdrehen bieten. Mikael Sehlin (voc), Dennis Morgun (bass), Björn Azocar Svensson (guit), Tapio Mäntyranta (guit) und Victor Bingselius (drums) haben gekonnt etliches an Brutal, Grind und Deathcore Einflüssen zu einem zu einem stattliche Packet verschnürt. Eigentlich denkt man wenn man Schwedenstahl hört immer an gewisse Sachen im Bereich des Power bzw. auch des Göteborg Death Metal, doch das man von diesen Szenekollegen aus dem eigenen Land nicht viel wissen will offeriert man uns mit diesem Stahlgeschoss.

Einen Blitzstart legt man sogleich mit
„The Last Prayer“ aufs Bankett. Brutale Allüren verbindet man immer wieder mit etlichen Sachen aus dem Death Core, aber auch aus dem melodischen Bereich. Vor allem letztere Techniken runden die Riff und Bretterattacken sehr gelungen ab. Auch kommt beim Opener ein sehr thrashiger Beigeschmack zum Tragen. Viel aber gut aufeinander abgestimmt wird uns zum Besten geben. Wie ein Hagelsturm hagelt man auf uns vehement nach den Ruheparts hernieder. Somit serviert man uns Arsch tretende Breaks am laufenden Band.

Einen schönen rollenden Effekt zaubert man zu Beginn von
„Eyes Shut By Fear“ aus dem Hut. Wutentbrannte Rhythmik die es wiederum auf unsere Genickmuskeln abgesehen hat. Ruckartig dreht man den Spieß im Mittelpart um und ab diesem Zeitpunkt bremst man oftmals stärker ab. Das erinnert vor allem durch viele Gurgel und Grunzattacken an etliches aus diesem Genre. Dennoch komplettiert man dies sehr erfrischend und somit entsteigt man locker der Belanglosigkeit. Sicher simpler uns straighter, aber durchaus mit viel erfrischender Spiellaune.

Einen Moshpit Kracher legt man sogleich mit
„The Rising Of The Prophet“ nach. Eine ungestüme, hasserfüllte Rhythmik steht an dieser Stelle etlichen Gegenparts gegenüber. Auch weiß man durch einige spielerische Feinheiten sich locker aus dem straighten Bereich herauszukatapultieren. Bevor man zu stark abbremst setzt man uns immer wieder gleich das Messer an, um fortan wieder kräftiger in die Saiten zu greifen. Gutes auf, ab, hin und her Gebolze zu dem man abgehen kann wie unter Feuer, eben genauso wie es uns die Jungs mit ihrer Rhythmik vormachen.

Etwas experimenteller wird nun sehr lieblich
„Humanity Is Overrated“ gestartet. Vermehrt rückt man bei diesem Nachleger in eine deutlich melodischere Richtung. Sehr gute Erweiterung im Gesamtkonzept des Albums. Vollends vom Geprügel kann und will man auch nicht ablassen. Somit stehen sich diese beiden Techniken immer wieder gegenüber. Gute, abwechslungsreiche Portion die man uns mit viel Druck in den Rachen stopft.

Mit mehr Bretterstyle und trockener Härte gesegnet schickt man nun
„Marked For Eternity“ ins Rennen. Die melodischen Allüren hat man auf ein Neues von Bord geworfen und somit erschließt sich einem bei diesem Stück eine deutlich kernigere Spielweise. Auch rückt man einiges an Groove Inhalten ins Stück, was eine erneute gute Erweiterung und Abwechslung bietet.

Weiter geht es im besten Gemetzelinferno mit
„Sacrificied“. Die up’s and down’s welche als Übergang geboten werden sind gut gelungen und zeitgerecht eingesetzt. Zwar tritt man quer durch die Bank uns in den Allerwertesten, dennoch vermag man mit den etwas abgebremsten, groovigen Parts locker kurzzeitig für eine vorgetäuschte Ruhe sorgen. Weiters sind wurden auch einige Melodieparts mit eingeflochten, die das Programm sehr gut erweitern.

Vermehrt im dreckgien Bolzbereich kehrt man nun mit
„Confessions Of A Madman“ zurück. Die Melodieblitze bäumen auf, werden aber auch sogleich wieder von messerscharfen Attacken aus dem Weg geräumt. Viel Wut und ungestüme Härte wird uns vor den Bug geknallt, auch schreckt man vor einigen Groove Halten nicht zurück und segelt hier im ordentlichen Zick/Zack Kurs durchs Stück. Sehr vielschichtig und ausgefeilter Song, der zwar etwas verspielter klingt, dies wird uns aber mit Maß und Ziel Häppchen weise vorgesetzt.

Nahtlos und einem ähnlichen Stil verpflichtet knüpft man nun mit
„Take Your Final Breath“ an. Vor allem der sehr schräge Gitarreneingang ist superb ausgefallen. Um Ecken mehr drückt man noch das Pedal, somit bekommt man ein Tempo drauf das kaum aufzuhalten ist.

Sehr hymnisch stimmt man nun
„The Righteous Blasphemy“ an. Erinnert wohl dadurch vorerst an viele Death Metal Kapellen die einen nordischen Einschlag haben (Amon Amarth bzw. Unleashed). Dass man aber aus einem komplett anderen Kerbholz geschnitzt ist beweist man uns nach dieser Einleitung. Erneut drückt man mit viel Druck das Pedal und rotiert wie unter Feuer gesetzt bis zum Ende hin. Atemberaubende Beendigung eines sehr tollen Albums der Schweden.

Fazit: Death (Core), Grind und Brutal Freaks der moderneren Art bekommen mit diesem Output das richtige für den Speiseplan.

01. The Last Prayer
02. Eyes Shut By Fear
03. The Rising Of The Prophet
04. Humanity Is Overrated
05. Marked For Eternity
06. Sacrificied
07. Confessions Of A Madman
08. Take Your Final Breath
09. The Righteous Blasphemy
11. Ocean

MySpace

www.myspace.com/killtheparish

Line Up

Mikael Sehlin (voc)
Dennis Morgun (bass)
Björn Azocar Svensson (guit)
Tapio Mäntyranta (guit)
Victor Bingselius (drums)

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