Bands: Amaranthe, Deals Death, Smash Into Pieces  Date: 29.03.14 Venue: Backstage Halle, München

Schweden und Musik – zwei Worte die spätestens seit dem Jahr 1974, als ABBA mit Waterloo den Eurovision Song Contest gewonnen haben, miteinander assoziiert werden. 40 Jahre später hat sich in der Musikszene einiges getan, Schweden kann aber immer noch sehr stark mit Musik in Verbindung gebracht werden. Gerade im Metal-Bereich gibt es doch einige Größen, die in den letzten Jahren für Aufsehen sorgten: nehmen wir In Flames, Hypocrisy oder auch Sabaton und Hammerfall. Dies sind nur wenige der großen Namen die aus der großen schwedischen Metal-Szene nach oben aufgestiegen sind.

Eine Band von der man in den nächsten Jahren sicher auch noch das eine oder andere hören wird ist Amaranthe. Eine Truppe die nicht nur dank drei Sängern sehr variabel klingt sondern auch durch eingängige Melodien und großzügigen Elektro- und Pop-Einflüssen durchaus den einen oder anderen Nicht-Metaller anlocken könnte. Nach ausgiebigen Touren, unter anderem mit Hammerfall oder Stratovarius, steht nun die erste Headliner-Tour an, bei der auch ein Stopp in der Backstage Halle in München ansteht.

Vorbei an der elendslangen Schlange (das ausverkaufte Parallelkonzert im Backstage Werk lockte doch frühzeitig schon Massen an) war aber auch sofort klar, dass Amaranthe und Supports durchaus einige Leute anziehen. Bereits vor dem Opener war die Halle schon zur Hälfte gefüllt und sorgten schon zu Beginn für eine gute Stimmung. Vom zahlreich erschienenen Publikum ließ sich auch die erste Band des Abends – Smash Into Pieces, ebenfalls aus Schweden – auch gleich anheizen. Die leicht nach Creed klingenden Jungs um Frontmann Chris Adam Hedman Sörbye waren mit ihrem Debütalbum Unbreakable angereist und zeigten sich von Beginn an in bestechender Form. Die TV erprobte Band (Halbfinalteilnehmer bei Sweden’s Got Talent) konnte mit einer starken Performance punkten, die nicht nur Fans im Alternative Rock Bereich finden wird. Gerade Songs wie das Titelstück Unbreakable zeigen, dass doch viel in der Band steckt.

 

In eine ganz andere Richtung ging es beim nächsten Schwedischen Teilnehmer der Tour – Deals Death. Die Band um Mastermind Erik Jacobson geht doch gleich von Beginn an etwas härter zur Sache, was nicht nur alleine am Gesangstil von Fronthünen Olle Ekman liegt sondern auch an der Gitarrenarbeit von Erik und Sebastian. Der Sound, der sich passend zu ihrer Herkunt im Dunstkreis der Göteborger Melodic Death Metal Szene vermischt mit ein paar finnischen Einflüssen (Insomnium, Children Of Bodom) bewegt, kann von Beginn an überzeugen, auch wenn der Kontrast zur Vorband und zur folgenden Band doch etwas groß ist. Auch wenn man sagen muss, dass doch einige Melodien durchaus bekannt vorkommen, kann man sich über die Leistung von Deals Death kaum beklagen. Gerade wenn man Songs wie Fortified hört freut sich jeder Fan von sauber gespieltem Melodic Death Metal. Man kann sich also schon auf das für 2015 geplante neue Album freuen.

 

Nach einer längeren Umbaupause war es aber auch Zeit für den Headliner des Abends. Sehr gut gefüllt präsentierte sich die Backstage Halle nun für Amaranthe, die auch gleich mit fettem Sound für beste Stimmung sorgten. Elize Ryd (auch bekannt durch Live-Auftritte mit Kamelot und Nightwish oder die geniale Leistung am letzten Avalon Album), Jake E Berg und Growler-Neuzugang Henrik Englund hatten das Publikum mit ihrer großartigen Gesangsleistung sofort im Griff und zeigten auch, dass die  beiden Alben Amaranthe und The Nexus auch Live ganz leicht umsetzbar sind. Egal ob neue Songs wie Theory Of Everything, Afterlife oder Mechanical Illusion oder auch ältere wie 1.000.000 Lightyears oder Amaranthine und Call Out My Name, es passte einfach alles. Auch für die Zugabe hat man sich ein etwas überlegt. Nach einer Comedy-Einlage durch Bassist Johan Andreassen wendete man sich vom eigentlichen Sound doch stark ab um einfach Pantera’s Walk anzustimmen (Johan übernahm dazu die Vocals von Jake, der dafür zum Bass wechselte). Leider nicht der komplette Song, aber trotzdem interessant und vielleicht eine Option für die Zukunft. Schade nur, dass die Spielzeit mit ca. 70 Minuten doch etwas kurz geraten ist, wenn man nämlich bedenkt dass auch noch ein Drum Solo das Set in die Länge zieht ist dies doch nicht gerade viel.

Was bleibt also zum schwedischen Besuch in München noch zu sagen? Drei Bands in bester Spiellaune und eine gut gefüllte Halle, was will man mehr. Man darf sich sicher auf das nächste Amaranthe Album freuen, vielleicht führt da die nächste Tour die Band dann auch wieder in unsere Nähe.

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