Bands: OLEMUS, LOST VITAL SPARK, DARIUS MONDOP, THE MORPHEAN Date: 14.02.14 Venue: Spinnerei, Traun

Metal Homecoming ist eine sehr gute Idee den Metal in die Spinnerei Traun zu bringen. Bereits einmal beigewohnt, damals unter dem Deckmantel eher dem Black/Death zugetan, haben sich die Macher für die A Valentines Edition ein durchaus bunteres Packet ausgedacht. Selbstredend war da ein Anwesend sein absolute Pflicht. Alleine schon das Wiedersehen alter Szenekollegen und befreundeter Magazine ist ja auch immer ein Grund sich etwas auszutauschen und zu Fachsimpeln. Doch auch Nonsens wird da geplaudert so wie es einfach gehört. Eben dadurch ging die Wartezeit sehr schnell vorüber, bevor der Startschuss gegeben wurde.

Pünktlich um ca. 20:00 betraten die Modern Melodic Death Metaller The Morphean die Bretter und bolzten gleich gehörig los. Das man den neuen Labeldeal zu feiern hatte war klar, und doch früher Stunde legten die Jungs gleich ordentlich Schmackes aufs Bankett. Auch wenn ihr Originalschlagzeuger derzeit in den Staaten verweilt, hinkte sein Ersatz um nichts hinterher. Fragt man sich, entweder kennt der Bursche alle Stücke aus dem FF, Metal Homecoming Valentines Editionoder er ist ein Wunder. Wie auch immer, man hätte es nicht mit Bestimmtheit sagen können, dass der Junge nicht zur Band gehört. Leider musste man ohne Soundcheck auf die Bühne und so wirkten die beiden Axtschwinger zum Beginn des Auftritts etwas verwirrt. So standen die Jungs Säulenfest links und rechts auf der Stage und konzentrierten sich das Fehlen des Soundchecks schnell unter Kontrolle zu bringen. Ganz im Gegenteil und wie immer äußerst versiert gaben sich Sänger und Tieftöner als Animateur die Ehre. Dies kann nicht lange dauern und schlussendlich wurde das immer mehr in die Halle kommende Publikum binnen Zehntelsekunden angesteckt und bejubelt. Der Abend hätt eigentlich von einer normalen, gewohnten Seite abgehalten werden können, doch auch zwei neu Songs wurden für das kommende Live Repertoire aus dem Sack gezaubert. Die passen wie die Faust aufs Auge zum gewohnt starken Material und wurden zu meiner Suchttilgung bestens abgeliefert. Dies macht einfach Laune aufs neue Album. Live zünden diese bereits und somit durfte man trotz anfänglicher Probleme sofort zur Bestform auflaufen und unterbreitet uns erneut wie stark die Jungs sind.

Die Mischung aus Sludge Metal meets Stoner Metal steht seit geraumer Zeit auf dem Banner der Truppe Darius Mondop. Die Jungs sind mir nicht unbekannt, wenngleich das letzte Zusammentreffen wohl schon Metal Homecoming Valentines EditionJahre zurück liegt. Umso mehr erfreute mich die Steigerung der Stärke. Einfach unglaublich mit welcher Vehemenz die Jungs hier aufgeigten. Vom Fleck weg haben die Jungs einfach angesteckt, was auch das Drängeln vor der Bühne erklärte. Es zuckte und es wurde einfach herrlich ein Groove/Funk geschwängerter Sound in allen Facetten durch den Raum geschleudert. Das man dabei ordentlich den Partypegel heben konnte war einfach keine Frage, sondern einfach Gesetz. Es wurden alle ordentlich die fletschenden Zähne gezeigt was weiterhin von einer energetischen Show geprägt war. Hatte die Jungs sicherlich noch gut in Erinnerung aber Saugut nun auch wieder nicht 😉 Nun ja, ist auch eigentlich egal und so erfreute ich mich an der Show der Linzer Truppe, welche einfach nichts unversucht ließen, um vollends alle an die Wand zu spielen, was ihnen meiner Meinung nach auch richtig gelang, denn steigern konnte diese Show an diesem Abend leider keiner mehr. Der dreckige Gesang zwischen Groove Allüren und sinnvollen Clear Passagen des Fronters ist einfach grandios und passt wie die Faust aufs Auge. Der Basser drängte sich mit seinem dominanten Schlagbassspiel in den Vordergrund übertönte aber nicht den Rest der Truppe, denn man will ja gleichberechtigt auf der Stage harmonisieren, was man auch tat. Ihrer Version eines groovigen Metals kann sich nichts und niemand entziehen, eher im Gegenteil man sieht sich nach den ersten Stücken einfach in einen Sog gezwungen, dem man gerne nachgibt und sich mit den Jungs auf einer Ebene mitfeiert. Für meinen Teil wirklich der Brenner des Abends und da will ich keine andere Band angreifen, denn man hat halt seine Favoriten des Abends und diese müssen nicht zwangsläufig zum Schluss spielen.

Auch bei der folgenden Truppe Lost Vital Spark, durfte meine Person erwähnen einmal in den Genuss der Truppe gekommen zu sein. Die Modern Death Metaller sind mir durchaus Live, wie auch auf Cd ein Begriff. Metal Homecoming Valentines EditionKollegin Ronja hatte sich gefragt, warum denn da eine Sexpuppe auf der Bühne war, nun ja die Frau zu schocken ist den Jungs allemal gelungen. Persönlich habe ich mich aber auch zu Beginn gefragt, bis einem auffiel dass der Basser nicht vor Ort war. Nun ja das Fehlen hörte man leider Stark raus, denn die Lücken im Sound konnte man leider nicht schließen und so kamen gewisse Passagen wie Forward Clicks vor. So wurde zwar sehr versiert das Programm abgehalten, was auch vom Publikum huldigend aufgenommen wurde, leider reichte es bei mir nicht ganz, irgendwie fehlte bei mir persönlich der zündende Funke. War wohl auch schwierig nach der vorangegangenen Show der Kollegen. Man beackerte Artig das Modern Death Metal Feld und an der Klasse der Stücke will ich auch gar nicht meckern, denn, das weiß auch ich, diese sind wirklich 1A, nur halt Live wollte man mich nicht so recht vom Hocker hauen. Dem Publikum war dies egal, wie sollte es auch anders sein und bei diesem schien man wohl die Gunst der Stunde weiterhin eifrig auszunutzen. Eifrig wurde jeder Song beklatscht und bejubelt. Somit darf man den Auftritt durchaus als positiv verbuchen und da ist ja das Publikum mehr wert als wir meckernden Berichterstatter 😉 Dies ist einfach so und somit alles im grünen Bereich bei Lost Vital Spark

Metal Homecoming Valentines EditionOlemus, nun auf diese Truppe war ich richtiggehend gespannt. Schon mehrmals durfte ich den Lokalmatadoren und der hiesigen Lokallegende zugleich beiwohnen. Dass man viel Pause gemacht hat und sich etwas voneinander entfernt hat merkte man auch gleich. Setze mich wirklich ungern in die Nässeln, doch was nun folgte war weniger berauschend. Bei dieser Truppe reicht es einfach nicht wenn man locker auf die Bühne geht. Es ist einfach ein Act, welcher vorher gut eingespielt und mit viel Visionen seitens des Lichts und so weiter erst richtig rüber kommt. Somit war bei mir wirklich die Mine nach unten als vor Freude nach oben. Lokallegende hin oder her, aber wer ehrlich war, wird mir recht geben, dass diese Vorstellung jetzt nicht berauschend war. Freilich haben die Jungs nach allen den Jahren viele andere Sachen gemacht und sich von der Musik der Band Olemus etwas entfernt, doch so weit war schon etwas beschämend. Die Oberösterreicher mögen mich jetzt geiseln, doch ehrlich ich habe die Truppe vor Jahren so dermaßen stark erlebt, dass auch ich Feuer und Flamme war, doch an diesem Abend war dies nicht einmal ein glimme und so entfernte ich mich enttäuscht mit meinen Begleiterinnen. Schade, denn ich hätte wirklich viel erwartet, wahrscheinlich zu viel, denn von einem Headliner oder Hauptact des Abends erwarte ich einfach mehr, als einfach lustlos auf der Bühne ein Programm runter zu zocken. Ich will nicht bestreiten, dass die Jungs gute Musiker sind, doch diese Show war für meine Wenigkeit nicht im Entferntesten ansteckend. Schade vielleicht ein anderes mal.

Somit ein doch sehr guter Abend, wenngleich die beiden ersten Acts wohl am meisten überzeugten und bei uns wirklich einen bleibenden Eindruck hinterließen. Freut man sich wohl auf eine nächste Auflage, denn die lieben Metal Fans aus Oberösterreich sind einfach eine Riege wo man sich immer sehr wohl fühlt.

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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