Bands: Behemoth, Eisbrecher, Ghost, Iron Maiden, Limp Bizkit, Marrok, Mnemic, Motörhead, Newsted, Niie, Oomph!, Parazite X, Rohstoff, Slayer, Stone Sour, The Dillinger Escape Plan, Voodoo Six Date: 21.06 – 22.06.13 Venue: Schwarzl Freizeitzentrum, Unterpremstätten/Graz

Leutgeb’sche 2-Tages-Premiere – Glücks- oder Durchfall?

Eine herrliche Großkonzerte-erprobte Location, gepaart mit einem mehr als fetten Line-Up, das ist der Schwarzlsee mit seinem See-Rock-Festival. Was 2012 noch mehrere 1-Tages-Großkonzerte (Guns N Roses, Joe Cocker, Roxette…) waren, wurde dieses Mal auf 2 Tage komprimiert, um auch wirklich einen Festivalcharakter zu bekommen.

Freitag machte ich mich auf dem Weg in die grüne Mark, um mir Größen wie Iron Maiden, Stone Sour, Behemoth, Motörhead, Slayer und auch Limp Bizkit live zu geben. Die Vorfreude war riesig – einige Reinfaller gab es durchaus, auf die ich später noch eingehen möchte. Aber auch einige sehr positive Höhepunkte müssen hier vermerkt werden.

Der Megafail kommt von mir selbst: Nach gut 120km Reise draufgekommen, dass meine Spiegelreflex zuhause liegt – das war’s dann mit Fotos 🙁

Gegen Mittag angekommen, war der Parkplatz direkt am Campingplatz schon voll, und wurde von hier noch netten Ordnern auf einen Parkplatz in Karlsdorf verwiesen – ca. 3km Entfernung zum Gelände, mittels Shuttle-Bus geregelt – wobei man hier sagen muss, dass hier ein 9-Sitzer am Werk war, und das für Aberhunderte. Reinfall Nr. 1.

Reinfall Nr.2: Auf die Frage, ob denn der Bus dann am Sonntag auch retour fährt, kam die Antwort: „Das kann ich nicht wissen – bis Samstag um 4:00 früh wird er schon fahren, am Sonntag weiß ichs nicht.“ – da am Sonntag keine Shuttlebusse zum Parkplatz fuhren, geb ich hier gleich Reinfall Nr. 3.

Nun, endlich das Camping-Zeugs aufgestellt, ein Warm-Up-Bier genehmigt, wird dann die Location genauer inspiziert. VoodooSix hab ich jedoch leider versäumt. Marrok waren an der Reihe, sind eh für ihre starken Live-Auftritte bekannt und enttäuschten hier in keinster Weise – gelungenes Konzert, jedoch nur 25 Minuten.

Auch Ghost lieferten ein feines Konzert ab, und schwitzten sich bei gefühlten 40° Celsius die teuflische Seele aus dem Leib.

Jason Newsted überzeugte mit seinen metallica-lastigen Songs und auch mit „Whiplash“ – die Meute tobte.
Behemoth (feat. Decapicated Drummer Paweł Jaroszewicz) stark wie immer, Nergals Sager „I am still alive“ drückte fast an meine Tränendrüse.

Stone Sour mit einem durchaus coolen Set, natürlich sehr stark an den House of Gold & Bones Alben orientiert.

Und dann, die Sonne lichtet sich, das Gelände füllt sich, die Maiden-Rufe werden lauter – und BOOM – IRON MAIDEN kracht und gibt wirklich eine Wahnsinns-Show mit Wahnsinns-Setlist – ein Querblick durch alle großen Hits – mit Riesen-Eddie-Roboter, Pyro, britischer Fahne und allen, was zu einem Maiden-Konzert der Superlative gehört.

Newsted Set:
01. Heroic Dose
02. Soldierhead
03. Godsnake
04. Long Time Dead
05. …As the Crow Flies
06. King of the Underdogs (Creeping Death Bridge as Outro)
07. Twisted Tail of the Comet
08. Skyscraper (Jason on Guitar)
09. Whiplash (Metallica cover)

Stone Sour Set:
01. Gone Sovereign
02. Absolute Zero
03. Mission Statement
04. Made of Scars
05. Do Me a Favor
06. RU486
07. Say You’ll Haunt Me
08. Bother
09. Through Glass
10. Children of the Grave (Black Sabbath cover)
11. Get Inside
12. 30/30-150

Iron Maiden Set:
01. Doctor Doctor (UFO song)
02. Moonchild
03. Can I Play with Madness
04. The Prisoner
05. 2 Minutes to Midnight
06. Afraid to Shoot Strangers
07. The Trooper
08. The Number of the Beast
09. Phantom of the Opera
10. Run to the Hills
11. Wasted Years
12. Seventh Son of a Seventh Son
13. The Clairvoyant
14. Fear of the Dark
15. Iron Maiden
16. Churchill’s Speech
17. Aces High
18. The Evil That Men Do
19. Running Free
20. Always Look on the Bright Side of Life Play (Monty Python song)

Also Tag 1 bekommt von mir ein Riesen-Wow, auch die After-Rock-Party hatte es in sich Überschattet wurde das See-Rock von der Motörhead-Absage aufgrund einer angeblichen Erkrankung Lemmy’s – es gibt jedoch einige andere Gerüchte, warum es zu der Absage kam – ich lasse das so im Raum stehen.

Hier aber Reinfall Nr. 4 – als „Ersatz“ konnten „Alkbottle“ engagiert werden. Da stellt sich die Frage: „Welcher Ersatz?“ Alkbottle sind zwar live eh lustig, aber sie als Motörhead-Ersatz zu bezeichnen…Also glaube ich, dass hier schon vorher was ausgemacht wurde, und die Lemmy-Geschichte nicht so 100% der Wahrheit entspricht, aber das lasse ich jeden selber entscheiden. Wenigstens rückten die wahrhaftigen Slayer an die Co-Headliner-Stelle.

Tag 2 startete verkatert, einerseits waren die Biere der Freude aufgrund megageiler Shows von Behemoth, Stone Sour und Iron Maiden, andererseits das Frustbier wegen Motörhead.

Ein bisschen Baden im Schwarzl-See hilft hier aber Wunder, wären dann nicht die Anschluss-Biere aufgrund diverser Alt-Bekannten-Treffen passiert 😉 So machte ich mich erst spät auf dem Weg ins Gelände. Ein gewaltiger Hagel zwang Eisbrecher, ihr Konzert zu unterbrechen, wurde aber sofort nach Wetterbesserung wieder fortgesetzt.

Was Oomph! auf so einem Festival verloren haben, ist mir ein Rätsel – auf ein Bier ;), welches etwas länger dauerte, sodass ich es erst zu SLAYER wieder ins Gelände schaffte.

Und SLAYER sind und bleiben die Wahrhaftigen! Mega-Set, doch Tom wurde sichtlich älter und hat sich einem guten Polster zugelegt

01. World Painted Blood
02. Spirit in Black
03. War Ensemble
04. Hate Worldwide
05. Bloodline
06. Disciple
07. Mandatory Suicide
08. Chemical Warfare
09. The Antichrist
10. Die by the Sword
11. Postmortem
12. Hallowed Point
13. Seasons in the Abyss
14. Dead Skin Mask
15. Raining Blood
16. South of Heaven
17. Angel of Death

Bei „Angel of Death“ zierte ein Riesen „Hanneman“ Backdrop die Bühne.
Was ich von Limp Bizkit halten sollte? Ich hab mir Teile des Sets vom Rock am Ring im TV angeschaut und war enttäsucht, da das Set fast für 30 Minuten aus Cover-Songs bestand. Aber insgeheim dachte ich mir, dass es am See-Rock besser werden würde, schließlich waren Limp Bizkit ja irgendwie Jugendgötter für mich.

Der Bass wurde raufgedreht, der Hüpf-Faktor angeregt und hier waren sie – die Nu Metal Veteranen in wieder Originalbesetzung. Wes Borland komplett in schwarz und mit leuchtender Glitzermaske. Fred Durst (mit Vollbart und Blümchen-Hemd) überraschend sympathisch und gar nicht Arschloch-mäßig, inkl. Fan-Abklatscher und ein „Fan“ (oder doch ein geheimer Roadie?!) an der Gitarre bei „9 Teen 90 Nine“

Unglaublich, wie so alte Songs noch rocken können – ein alter Hit jagt den anderen, und „nur“ 3 1/2 Covers (wobei Behind Blue Eyes den meisten nicht als Cover bekannt sein dürfte)

01. Thieves (Ministry cover) (Main Riff repeated a few times)
02. Rollin‘ (Air Raid Vehicle)
03. Hot Dog
04. Eat You Alive
05. My Generation
06. Livin‘ It Up (Instrumental Outro)
07. My Way
08. Counterfeit (Only until Bridge)
09. Nookie
10. Re-Arranged (Only until Bridge)
11. Killing in the Name (Rage Against the Machine cover)
12. Faith (George Michael cover) (Only until Bridge)
13. Gold Cobra
14. Behind Blue Eyes (The Who cover)
15. 9 Teen 90 Nine (With Fan on Guitar)
16. Take a Look Around
17. Break Stuff
18. Outro

Trotz des guten Line Ups und der Location, gibt es doch noch einiges anzusprechen, was bei einem Großfestival von einem (eigentlich erfahrenen) Großveranstalter (und dazu noch unter Mithilfe von FM Service / Nova Music) nicht passieren darf

Positiv:
+ Line Up allgemein
+ Location mit Camping-Ground direkt am See
+ Limp Bizkit war wohl die größte Überraschung
+ After Rock Party in der Halle

Negativ:
– fragliche Motörhead-Absage
– teils unfreundliches Personal (Bar + Security)
– der Sound war außerhalb des Wavebreakers teilweise unter aller Sau, innerhalb des Wavebreakers durchaus gut, gerade bei Iron Maiden gefiel mir der Sound, der phasenweise an die 80er erinnerte ;))
– Getränkepreise (bei 5 € für 0,5l Bier kann ich ja noch ein Hühnerauge zudrücken, aber bei 5 € für 0,5l Mineral hört sich jegliche Toleranz auf
– Auch das Essen war total überteuert – eine Mini-Schnitzel-Semmel für 5 Euro, eine Portion Pommes für 4 €…
– Kein Gratis-Trinkwasser am Gelände (lt. Bar nur in Verbindung mit einer Konsumation) und auch die Mitnahme von Wasser in den von „Ö-Ticket-Promotern“ ausgeteilten „Plastiksackerlflaschen“ wurde von den Securities verwehrt (und das bei den Temperaturen!)
– Keine Stoffbänder für Festivalbesucher – mittlerweile ein obligatorisches Utensil und Erinnerungsstück
– Shuttlebusse fuhren nur bis einschließlich Sonntag früh um 4:00 (angeblich waren um 2:00 aber schon keine mehr vor Ort), weder zu den 3km entfernten Parkplätzen, noch zum Grazer Hauptbahnhof

Fazit: Auf Facebook häufen sich teils sehr konstruktive Kritiken, wenn der Herr Leutgeb diese Ernst nimmt und bearbeitet, steht einer erfolgreichen Neuauflage nichts im Weg. Also bitte, höre auf die Fans, schließlich sind sie die Quelle des Erfolges – und stopp mit Wucherpreisen!

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