Bands: Subway To Sally, Apokalyptischen Reitern, Eluveitie, Mono Inc., Rabenschrey, Mary Found Slain Date: 14.08.2010 Venue: Stein an der Traun

Zum zweiten Mal findet in diesem Jahr das Steiner Burg Festival in Stein an der Traun statt. Nachdem man im ersten Jahr mit In Extremo, Letzte Instanz und noch einigen mehr bereits ein hochklassiges Lineup beim Debut anbot, konnte man dieses in diesem Jahr noch klar verbessern und unter anderem Eluveitie, die apokalyptischen Reiter und Subway To Sally auf die Bühne holen. Neben dem musikalischen Angebot wurde auch noch ein Mittelaltermarkt mit Rahmenprogramm angekündigt.

Nach einem Fußmarsch über einen steilen (bei Schlechtwetter sicher sehr rutschigen) Weg zur Burg konnte man sich gleich entscheiden – links zum Mittelaltermarkt – rechts zur Bühne. Wir entschieden uns als erstes für die Bühne, da dort schon die erste Band ihr Set begonnen hat. Mary Found Slain aus Traunstein hatten die Ehre, das heurige Festival zu eröffnen, und sie machten ihre Sache durchaus gut. Die Band, selbst bezeichnen sie sich ja als erste Horrorpunk-Band Bayerns, hatte durchaus Spaß auf der Bühne, wobei die Rock’n’Roll – Punk Mischung durchaus auch beim Publikum sehr gut ankam.

Als nächste waren Rabenschrey an der Reihe. Nach 30-minütiger Umbaupause hatte sich der Platz vor der Bühne schon ordentlich gefüllt, und man konnte durchaus erahnen, dass sehr viele Leute an diesem Tag auch wegen der Mittelalter-Metal-Band aus Nordrhein-Westfalen nach Stein an der Traun gekommen sind. Sänger Peter Herbertz hatte das Publikum von Beginn an voll im Griff, es herrschte für diese Uhrzeit eine hervorragende Stimmung. Das Material ist jetzt zwar technisch nicht unbedingt die größte Herausforderung, trotzdem war das Publikum hellauf begeistert.

Da zwischen Rabenschrey und der nächsten Band Mono Inc., wieder 30 Minuten Umbaupause geplant waren, wollten wir uns natürlich auch den Mittelaltermarkt nicht entgehen lassen. Leider wurden wir da doch etwas enttäuscht, ich hätte schon mehr erwartet als ganze 3 Verkaufsstände und 2 Essensstände. Okay das Essensangebot war wirklich sehr groß, auch die Preise waren wirklich fair, trotzdem hätte man da vielleicht einen größeren Mittelaltermarkt erwartet. Während der Pause sorgten dann noch Gaukler für Unterhaltung.

Nach diesem Zwischenstopp ging es jedoch wieder zurück zur Bühne, wo schon die ersten Töne von Mono Inc. ertönten. Der Gothic Rock der Hamburger Band konnte mich überhaupt nicht überzeugen. Erstens passte der Sound überhaupt nicht, die elektronischen Sounds, die eingespielt waren teilweise so basslastig, dass es einfach nur dröhnte. Außerdem konnte man sich nicht wirklich sicher sein, ob der Backgroundgesang nicht doch auch vom Band kommt, sehr synchron wirkte das nämlich nicht. Alles in allem kann ich mich mit dem Sound einfach nicht anfreunden, teils waren zwar ein paar gute Momente dabei, aber eben nur teils.

Das erste Highlight des Abends war als nächstes dran. Nach weiteren 30 Minuten Umbaupause ging es mit den Schweizer Überfliegern Eluveitie los. Man könnte zwar sagen, dass die Jungs und Mädels mittlerweile doch etwas überpräsent sind, trotzdem kann man immer wieder von gelungenen Auftritten reden. Songs wie Thousandfold vom aktuellen Album Everything Remains As It Never Was oder auch Inis Mona vom Album Slania kamen beim bayrischen Publikum sehr gut an. Was soll man sonst noch groß zu einem Eluveitie Auftritt sagen, routiniert gespielt mit hervorragender Setlist. Einzig der Sound ist im Vergleich zu Mono Inc. deutlich leiser geworden, wobei sich natürlich auch hier die Qualität gesteigert hat.

Mit den Apokalyptischen Reitern war auch schon die nächste Band an der Reihe, die auch für routinierte und qualitativ hochwertige Live-Auftritte garantieren kann. So war es auch an diesem Samstag-Abend. Auch wenn sich im Grunde zum letzten Auftritt, bei dem ich dabei war (Wacken) nicht viel geändert hat, es war wieder ein Klasse-Auftritt. Schade ist nur, dass im Grunde seit der Veröffentlichung von Licht im Jahr 2008 fast immer dieselben Songs gespielt werden. Sei es Licht, sei es Adrenalin, sei es Friede sei mit dir oder Seemann.

Mit Subway To Sally ging das Festival dann auch schon zu Ende. Die Mittelalter-Metaller und Sänger Eric Fish boten nochmal einen Klasse-Auftritt, was nicht alleine am perfekten Sound und an der großartigen Show lag. Viele Feuer- und Pyroeffekte untermalten das Set der Band aus Potsdam.

Ein kleines aber feines Festival geht damit zu Ende, hier noch ein paar positive und negative Anmerkungen:

+ reichhaltiges Essensangebot mit fairen Preisen
+ ausreichend Toiletten
+ Bands
+ Sound

– Getränkeauswahl + Preise
– Mittelaltermarkt hätte größer sein können
– schwieriger Weg zum Gelände (Waldweg)

Share.

About Author