The Eight Plague Tour

Written by Lazer. Posted in Live Berichte 2011, Live-Berichte

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Published on November 12, 2011 with No Comments

Bands: Machine Head, Bring Me The Horizon, Devil Driver, Darkest Hour Date: 12.11.11 Venue: Gasometer Wien

November 2011 – wie jedes Jahr das Konzert-Monat schlecht hin, treibt wieder tausende Metalheads in Richtung Bundeshauptstadt, denn – wie soll es denn anders sein – spielen sich ja 90% aller Konzerte in Wien ab :-(

Also, ab in den Zug und raus nach “Wean” mit an 16er-Blech beladen oder halt ähnlichen Blechdosen mit hefehaltigem Inhalt :-D

Diesmal ladet das Gasometer zu einem wahrhaft großem Ereignis – MACHINE fu**ing HEAD touren durch Europa und stellen ihr neues Album “Unto the Locust” vor.

Mit im Gepäck: DARKEST HOUR, DEVIL DRIVER und die “neuen” Core-Helden (zumindest für die Teenager-Fraktion) BRING ME THE HORIZON.

Das ausverkaufte Gasometer empfing ein gemischtes Publikum – nicht geschlechterbezogen, naja das schon auch – aber eher im Hinblick auf das Alter. Zahlreiche Metalkids zwischen 13 und geschätzten max. 16 waren in die Halle gestürmt.

DARKEST HOUR haben wir leider aufgrund eines “Zwischenbieres” verpasst :-) von guten Quellen hörte ich aber von einem sehr überraschend guten und soliden Gig der Metalcoreler aus Washington, rund um John Blakemore Henry.

DEVIL DRIVER sollte dann eben unser “Opener” des Abends sein, wobei ich mich schon die ganze Zeit frage, warum sie eigentlich nicht Co-Headlinen? Naja, nicht unsere Entscheidung, aber sorgt schon für etwas Verwirrung…..
Die Stimmung im Gasometer war großartig, ein Circlepit jagte dem anderen, Devildriver gaben richtig Gas, nur der Sound lies zu wünschen übrig. Dumpf und abgestumpft klang es, die Gitarren gingen mehr oder weniger komplett unter und vom Gesang war auch nur hin und wieder etwas zu hören. Aber um den Sound gings dem Großteil des Publikums sowieso nicht, die Circlepits stimmten und das reichte aus, um das Publikum bei Laune zu halten.

Setlist:

01. End Of The Line
02. Head on to Heartache (Let Them Rot)
03. Dead To Rights
04. You Make Me Sick
05. Not All Who Wander Are Lost
06. Before the Hangman’s Noose
07. I Could Care Less
08. Clouds Over California

BRING ME THE HORIZON waren mir nur vom Slipknot-Cover “Eyeless” her in Begriff, wusste zwar, dass sie die neue Core-Generation mitbegründeten, aber auch nicht mehr. Wenigstens wusste ich spätestens zu diesem Zeitpunkt, warum hunderte Kids das Gasometer stürmten – das ist das Metalgenre, welches unsere heutige Jugend hört. Mein persönlicher Geschmack ists nicht, sie machten ihren “Krach” aber anständig, Sänger Oli Sykes gab 1000%, animierte die “junge” Masse. Andere gingen derweil gemütlich an die Bar auf ein Bier, um auf ihren Headliner zu warten. Aber für einige andere im Gasometer musste man sich richtig FREMDSCHÄMEN. Was soll so ein Scheiss wirklich???? Ist das Niveau wirklich so weit unten, dass man Musiker, die sich auf der Bühne bemühen und ihren Job gut machen, lautstark ausbuht, nur weil man ihren Sound nicht mag???? Und das nicht genug, sogar volle Becher flogen massenweise Richtung Bühne – Großes BUUUUUUHHHHH hier an diejenigen, die zur primitiven becherwerfenden und buh-rufenden Gruppe gehörten! Ihr habt bei Metallern NIX VERLOREN!!!!!! Das gehört sich nicht und ich wünsche mir, dass sowas nirgends mehr vorkommt…..

Nichtsdestotrotz war die Entscheidung des Tourproducers unklug, BMTH als Co-Headliner einzusetzen. Aber obwohl nicht mein Sound, haben sie wirklich einen guten Job gemacht und der Buh-rufenden Masse mächtig den Mittelfinger (bzw. das Hinterteil) ins Gesicht gestreckt!

Setlist:

01. Diamonds Aren’t Forever
02. Alligator Blood
03. Fuck
04. Sleep With One Eye Open
05. Football Season Is Over
06. Blessed With A Curse
07. Chelsea Smile

Das Highlight des Abend näherte sich, MACHINE HEAD enterten die Bühne und eröffneten den Reigen mit der neuen Hymne “I AM HELL” – eines der stärksten Stücke auf dem neuen Silberling – weitere Höhepunkte sollten folgen. Machine Head halten nichts von gewöhnlichen Backdrops, da müssen schon Visuals über Beamer her – passend zu den einzelnen Songs, die sie ablieferten. Robb Flynn, wie auch seine Mitmannen zeigten sich in Hochform, nicht nur in musikalischer Hinsicht, sondern auch in schmeichelnder. So viel Lob wie hier in Wien hat man ja schon lange nicht mehr gehört, fast schon kitschig schien das Geschmeichle vom Herrn Flynn, wie toll ja das Wiener Publikum sei.(war ja auch so, muss man schon erwähnen hehe). Seine coolste Ansage: Seit 20 Jahren im Geschäft – OHNE Radio, OHNE MTV und trotzdem erfolgreich – sehr löblich, muss man sagen – und diesen Erfolg haben sie sich auch verdient, obwohl ich mich in die “Neue” erst ein paar Mal reinhören musste. Ansonsten war das Machine “fucking” Head Konzert wie gewohnt: riesige Circlepits und ein energiegeladener Auftritt mit einer tollen Songauswahl.

Setlist:

01. I Am Hell (Sonata in C#)
02. Be Still and Know
03. Imperium
04. Beautiful Mourning
05. The Blood, the Sweat, the Tears
06. Locust
07. This Is the End
08. Aesthetics of Hate
09. Old
10. Darkness Within
11. Bulldozer
12. Ten Ton Hammer
13. Halo
14. Davidian

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