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Made of Hate - Pathogen

Cd Bericht

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Band: Made of Hate
Titel: Pathogen
Label: AFM Records

Die Polen Made of Hate sind nach zwei Jahren zurück und präsentieren uns mit 27.08.2010 ihren zweiten Langstreich unter diesem Bandnamen (ein Demo und ein Full Length Album lief noch unter dem Namen Archeon). „Pathogen“ ist eine deutliche Erweiterung bei der Truppe. Wurden Michal Kostrzynski (voc & guit), Tomek Grochowski (drums), Radek Polrolniczak (guit) und Jarek Kajszczak (bass) mit „Bullet in Your Head“ noch als Children of Bodom Billigdorfer von etlichen Magazin Kollegen abgetan, so werden diese Stimmen wohl mit dem neuesten Output wohl eher verstummen. Melodischer Power / Thrash wird uns diesmal geboten. Nun gut auch hier hört man eher einen skandinavischen Einschlag raus, als Roots aus Polen. Dieser entfernt sich aber vom Gesang und etlichen Ideen immer wieder was an vielen rauen, dreckigen, als auch rotzigen Parts in den Stücken sehr stark die Oberhand bekommt.

„Friend“ beginnt genau in dieser Mischform, wie vorhin angesprochen. Sehr gute Kombination die uns hin und her geleitet. Auf der einen Seite bietet man nicht zu knapp satte Melodieausbrüche, die eben an viele skandinavische Kollegen erinnern. Diesen gegenüber steht ein dreckiger Grundrhythmus, welcher von einem rotzigen Gesang komplettiert wird. Tempo mäßig wandelt man auf einer Mischform zwischen Groove und oftmaligen härteren Ausbrüchen, die immer wieder in melodischen Ausläufern enden.

Bei
„Russian Roulette“ lässt man die Motoren ordentlich anlaufen. Flotter, treibender, als auch mitreißender Bangertrack, welcher immer wieder vehementer abgebremst wird. Mit viel Kraft und Wut brüllt uns vor allem der Fronter Gischt und Galle entgegen, doch auch einigen besonnenen Vocalbeiträgen ist dieser nicht abgeneigt.

Messerscharf und weit nicht so skandinavisch angehaucht setzt man sogleich mit
„You, Departed“ nach. Bretternder Gewaltbolzen, bei dem der melodische Teil etwas am Nebengeleis mitläuft. Vielmehr konzentriert man sich auf eine thrashige Power Technik der dreckigeren Art. Ein durchaus dunkles Soundspiegelbild hat man dadurch geschaffen und das trägt man uns quer durchs Stück sehr temporeich vor.

Rollender, als auch grooviger setzt man mit
„I Can't Believe“ zum nächsten Schlag an. Vor allem die Axtfraktion bietet genau dieses Klanggefühl wie schon beschrieben zu dem man gut Abgehen kann. Abgelöst wird dieser rollende Sound durch einige Melodiehalte. Sehr verspielt auf der einen Seite rundet man das Ganze immer wieder straighter und eingängiger ab.

Verzerrte Gitarreneinleitung läutet den sehr shakigen, galoppierenden Nachfolger
„Lock'n'load“ ein. Mit viel Wind im Rücken treibt man ordentlich weiter voran. Dem sonoren Sound musste der dreckig – rotzige Sound fast komplett weichen. Durch diese schmucke Erweiterung weiß man aber weiterhin neue Akzente zu setzen und auch bei diesem Song viel Abwechslung zu bieten.

Wieder im etwas verdreckten Soundgewässer kehrt man mit
„Pathogen“ zurück. Auch der groovige Faktor wird erneut nach oben gehoben. Durch die Bank klingt die Mannschaft sehr roh und ungeschliffen. Die Melodien mussten fast komplett weichen und dienen an dieser Stelle nur mehr als Ergänzung.

Mit viel Super Benzin getankt drückt man mit
„False Flag“ erneut ordentlich aufs Gaspedal. Vermehrt brettert man auf klaren Wegen dahin. Dennoch gänzlich mussten die herben Beimischungen nicht weichen. So harmonieren beide Techniken sehr gut miteinander und geben sich ein ständiges Wechsel dich Spiel.

Zum Schluss zieht man mit
„Questions“ noch einmal alle Register. Alle Hebel werden umgelegt um eine flotte, temporeiche Beendigung nicht zu verhindern. Mit viel Geschwindigkeit brettert man dahin und bremst im gewohnten Stil immer wieder kürzer ab, bei denen der Melodiepegel ordentlich ausschlägt. Den Hauptanteil hat aber ein Rhythmus der es locker vermag den Hörer aufzuwühlen und zum Abgehen zu animieren.

Fazit: Meiner Meinung nach haben die Jungs einen neuen eigenständigen Weg gefunden. Power meets melodischen Thrash ist angesagt. Gut ausgefeilt kombiniert man, aber löst die Techniken auch immer wieder ab. Ein sehr gutes Süppchen das uns die Polen hier vorsetzen, na denn Mahlzeit.

01. Friend 5:00
02. Russian Roulette 4:17
03. You, Departed 4:09
04. I Can't Believe 6:21
05. Lock'n'load 3:43
06. Pathogen 5:31
07. False Flag 4:17
08. Questions 4:16

Homepage

www.madeofhate.net

MySpace

www.myspace.com/madeofhateofficial

Line Up


Michal Kostrzynski (voc & guit)
Tomek Grochowski (drums)
Radek Polrolniczak (guit)
Jarek Kajszczak (bass)

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