Am 24.12.1945 wurde in England der Sohn eines Kaplan geboren, von dem niemand zu diesem Zeitpunkt dachte, das er einmal zu den größten Rock´n´Rollern auf diesem Planet gehören wird…wobei bis dato wirkliche Beweise fehlen, das es sich bei Ian Fraser „Lemmy“ Kilmister nicht doch um ein Alien handelt denn knapp 70 Jahre lang Rauchen, Saufen, Rumhuren, Drogen fast aller Art regelmäßig konsumieren und „nebenbei“ eine der größten, lautesten und schnellsten Rockbands durch alle Hochs und Tiefs zu gondeln…das packen nicht viele menschliche Körper auf die Dauer! Zumal bei ihm 2000 bereits Diabetes diagnostiziert wurde. Den Drogenkonsum stellte er aber laut eigenen Aussagen bereits in den End-Neunzigern ein, sein Steckenpferd waren eher LSD und später Speed / Amphetamine.

Aber den unzähligen Zigaretten und Jackys („Jackncoke“) schwor er nie wirklich ab…
Den Namen Lemmy hat er lt. Sage aus der Aussprache „Can you lem´me five?“ was soviel bedeutet wie: Kannst du mir mal ´nen Fünfer pumpen? Er daddelte auf Touren in seiner freien Zeit ausschließlich an Spielautomaten und war dementsprechend dauerpleite…doch seine Bio spricht anderes!

Er hatte seit einigen Jahren seine ganz eigenen, für ihn gebauten und designten Automaten auf jeder Tour dabei…!

Doch Lemmy schaffte das bis kurz nach seinem 70. Geburtstag…genau bis zum 28.12.2015, als die Nachrichtendienste den Tod von Lemmy meldeten und sich das Internet regelrecht mit Nachrufen, etc., überschlug.

Er betonte immer wieder:
„We are Motörhead and we play Rock´n´Roll” doch gab es immer eine große Affinität zum Heavy Metal Dunstkreis und so fragen sich auch viele derzeit in den Social Networks:
Ist der Rock´n´Roll tot?

Nein, natürlich noch lange nicht!

Eine Ikone des Rock´n´Roll ist abgetreten, doch in der Musikwelt gibt es noch viele andere Künstler die beachtet werden sollten, wollen, Beachtung und Respekt verdient haben! Oder sind die Rolling Stones auch Aliens?

Ich möchte Lemmy´s Lebenswerk nicht schmälern, bin selbst ein großer Fan und sehr traurig, das es keine zuverlässigen Motörheadkonzerte / Touren zur Weihnachtszeit mehr gibt. Kein lautes „Harghhargh“ auf´dem Weg zur Bühne…keine Geschichten mehr aus Zeiten, in denen ich zu jung war, die Art Musik Hawkwinds zu verstehen.

Und welcher Verlag auch immer noch kein Sonderheft in die Welt gesetzt hat, wird es jetzt tun…voll mit Stories von Wegbegleitern…über seine Zeit als Roadie für Hendrix

Seinen Amourisitäten mit Wendy O´Williams…ob er wirklich Sid Vicious das Bassspielen beigebracht hat…in welchen Filmen er mitwirkte (Eat The Rich, Airheads,…sowie einigen Videoclips befreundeter Musiker)…warum er Heroin ablehnte (seine große Liebe starb an einer Überdosis)…nie wirklich komplette Diskografien…warum man hier und da versucht hat ihm rechte Ideologien nachzusagen…Sein Interesse an Politik und Geschichte…ob es nun 2 Warzen oder 2 Fibrome im Gesicht sind…wie er zu Gastbeiträgen in Videospielen gekommen ist…wie es zu dem Umzug 1990 nach Los Angeles kam…warum ein ausgestorbener Wurm den Namen Kalloprion Kilmisteri verliehen bekam (ein schwedischer Paläontologe kam als Motörhead Fan auf die Idee das Tierchen in Anlehnung an Lemmy so zu benennen)…Gespräche über Religionen die er strikt ablehnte was er auch in genug Songs thematisierte…

Sein Lieblingszitat zu dem Thema:
„Eine Jungfrau wird von einem Geist geschwängert? Come on! Piss off!“

Die Liste der Bands in der Lemmy vor Hawkwind agierte ist ellenlang, vom Mersey Beat über Motown spielte er in der Zeit alles, vor allem Gitarre, u.a. bei The Rockin´ Vicars, mit Sam Gopal & Opal Butterfly.

Das 4-jährige Gastspiel bei Hawkwind gelang aber nur als Bassist und er sang die Single „Silver Machine“ ein.

Er schrieb für die Band den Song „Motörhead“ bevor sie getrennte Wege gingen und übernahm den Titel als Namen für seine eigene Band, die eigentlich Bastard heißen sollte.

Als Songwriter, Texter und Produzent war er auch für andere Musiker wie z.B. Ozzy Osbourne, Girlschool, Lita Ford,…) tätig und gründete nebenher noch eine kleine Rockabilly Combo namens The Head Cat. Dazu gab es im Laufe der vielen Jahre noch Beiträge mit anderen Künstlern, Musikern und Bands wie zum Beispiel mit Girlschool unter dem Namen Headgirl, Lemmy & The Upsetters, mit Wendy O. Williams und, und, und…

Doch sein Hauptaugenmerk galt Motörhead und damit hatte er im Lauf der vergangenen Jahrzehnte genug zu tun. Besetzungswechsel, Up´s & Down´s,…

Seit einigen Jahren läuft´s recht kontinuierlich gut, gutes Team, gute Alben, gute Shows und vor allem: sehr gut besuchte Shows, auch wenn das zu promotende Album nicht unbedingt der volle Punkte Bringer war…

Auf seine treuen Fans konnte sich Lemmy weltweit immer verlassen!
Eine waschechte Rock-Ikone ist vor uns gegangen, etwas Trauern sei erlaubt.
Trotzdem ist der Rock´n´Roll noch lange nicht tot!

Motörheads Erben stehen in den Startlöchern und auch dort sind genug charismatische Köpfe vertreten die zwar Lemmy nicht ersetzen können, aber genug Menschlichkeit, Charme und Meinung besitzen, die ähnlich viel Spaß macht!

Und er würde auch wollen, das die Party weitergeht, also Musik an und die Nachbarschaft mal wieder gepflegt mit dem kompletten Motörhead Backkatalog gequält…

Ian Fraser –Lemmy- Kilmister hinterlässt aus 2 Beziehungen 2 inzwischen Erwachsene Söhne, zu denen er ein inniges Verhältnis pflegte sowie Millionen Fans auf der Welt, die heute stets und ständig Motörheadsongs mindestens im Kopf haben und / oder Musiker, für die die er immer ein Idol war, ohne es jemals sein zu wollen…

Es werden sich immer wieder Charakterköpfe hervortun.

Aber kein Lemmy mehr…
Rest In Peace

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