Seit zwei Jahrzehnten gehören Opeth zu den beeindruckendsten und spannendsten Protagonisten der skandinavischen Rock- und Heavy Metal-Szene. Exkursionen in künstlerische Randgebiete gehen bei ihnen mit stetig wachsendem, kommerziellem Erfolg einher. Mit seinem zehnten Studioalbum „Heritage“ konnte das Quintett, das spielerisch zwischen Death Metal, Progressive Metal und Alternative Rock wechselt, 2011 die Charts erobern. Top 20-Platzierungen in Deutschland, den USA, der Schweiz und in Skandinavien sprechen eine deutliche Sprache. Bereits im vergangenen November absolvierten sie eine restlos ausverkaufte Tour durch fünf deutsche Städte. Voraussichtlich im Juni soll das elfte Studioalbum der Schweden erscheinen.

Es wäre falsch zu behaupten, dass Opeth die alleinige Herzensangelegenheit von Sänger und Gitarrist Mikael Åkerfeldt sind. Andererseits ist der ausgezeichnete Sänger, der die gesamte stimmliche Klaviatur zwischen zartem Balladengesang und brachialen Growls beherrscht, die einzige Konstante im Line-up der Schweden. Opeth verdanken ihre außergewöhnliche Kreativität und facettenreiche Vielseitigkeit auch dem Umstand, dass fast jedes ihrer Alben in einer anderen Besetzung entstand.

So lieferte die Gruppe bis heute höchst unterschiedliche Werke ab: Von voluminösen Konzeptalben wie „My Arms, Your Hearse“ (1998) und „Still Life“ (1999) über gewaltige Death Metal-Scheiben wie „Morningrise“ (1996) und geschmackvoll ausufernde Progressive Rock-Platten wie „Blackwater Park“ (2001) bis hin zu den zwei getrennt veröffentlichten, jedoch zeitgleich eingespielten CDs „Deliverance“ und „Damnation“ (2003). Hierauf loteten Opeth die beiden Enden ihres Kosmos in brillanter Weise aus. Während „Deliverance“ ein betont hartes Black Metal-Album mit angsteinflößenden Leadstimmen ist, verbirgt sich hinter „Damnation“ ein instrumentales, sphärische Ambient Rock-Kunstwerk.

Dabei begannen Opeth, die 1989 aus den Resten der Heavy Metal-Coverband Eruption hervorgingen, als traditionelle Death Metal-Truppe. Schon bald entdeckte Bandleader Åkerfeldt seinen Hang zu einer künstlerischen, bezugsoffeneren Arbeitsweise und lud neben ständig neuen Musikern immer wieder andere Stile und Klangelemente in den Opeth-Soundwall ein. Seine Hartnäckigkeit wurde belohnt. Mit „Blackwater Park“ gelang Opeth 2001 der Durchbruch. Seither zählen sie zu den kreativsten harten Acts Europas.

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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