Hart ist das Musikerleben, zum neuen Album eine Tour zu machen gehört zum typischen Rhythmus im Musikbusiness. Da machen auch Varg keine Ausnahme und begeben sich anlässlich ihres am 15.01. erscheinenden Albums Das Ende aller Lügen wieder auf Reisen.

Das WOLFSFEST 2016 wird man als Headliner bestreiten, was angesichts der wachsenden Popularität der Coburger niemanden überraschen sollte.

Mit im Gepäck haben die Wölfe ein starkes und musikalisch abwechslungsreiches Billing, das einen Besuch nicht nur für Vargfans absolut lohnenswert macht.

So hat man mit den seit fast 13 Jahren aktiven Wolfchant ein Urgestein des beliebten Pagan/Folk Genre an Bord geholt, welche die Klasse von ähnlich gelagerten Bands wie Equilibrium mit der nordischen Mystik von Mithotyn seit Bestehen geschickt verbindet und somit das klangliche Bindeglied zwischen dem Underground und dem Mainstream bildet.

Ganz anders sieht da bei den niedersächsischen Dark Metallern Nachtblut aus, die mit ihrem aktuellen Album Chimonas ihr bisher stärkstes Werk abgeliefert haben, allerdings bei vielen Black Metal Puristen verhasst sind.
Ob dies an der stilistischen Ausrichtung, welche neben rauhen Parts auch NDH – Tendenzen sowie eingängige Melodic/Romantic Black Metal und Gothic Strukturen aufweist oder am angeblich „mangelnden musikalischen Können und dilentantischem Songwriting“ liegt, wie einige meinen, davon kann man sich selbst überzeugen.
Ob Kritiker oder Fan, fakt ist:
Die Beliebtheit der Band wächst zunehmend und Live können sie das Publikum stehts in ihren Bann ziehen!

Ob Vitja aus NRW das auch schaffen, ist eine wirklich spannende Frage.
Die erst seit 2013 aktive Band bietet eine erstaunlich reife und gelungene Mischung aus Metalcore und Djent – Elementen, welche nicht nur Genre – Fans zusagen dürfte. Wenn man sich das restliche Billing so anschaut, erscheint das Quartett stilistisch eher aus dem Rahmen zu fallen.
Man darf ob der Chance, vor einem eher Genre – übergreifendem Publikum auftreten zu dürfen also wirklich gespannt sein, wie sie diese Feuertaufe meistern. An der Güte wird es sicherlich nicht mangeln!

Ganz für sich stehen auf jeden Fall die „Berliner Butterstullen“, welche vom Kollegen Lazer in einem Review stilistisch wie folgt umschrieben wurden:
„Unheilig trifft auf ASP trifft auf Heino trifft auf Heaven Shall Burn…“
Klingt nicht nur abgefahren, ist es auch. We Butter The Bread With Butter aggieren mit ihrer Mischung aus Death Metal, Core und Pop lyrisch im unteren Bereich des Geschmacks, was stets für sehr gute Unterhaltung auf Konzerten sorgt. Sicher nicht jedermanns Geschmack, werden die Jungs nach ihrer Leider Geil – Tour auch diesmal sicher ein Garant für Partylaune sein.

Besonders freuen darf man sich auf die Alleskönner von Eisregen, die neben clever verpackter, oberflächlich betrachtet subtil wirkender, Sozialkritik seit Jahren in einer eigenen Liga spielen. Kulturell sehr wertvoll bietet man vom ursprünglichen Black Metal über Gothic/Dark Metal eine höchst eigenwillige Mixtur, welche zwischen den Zeilen immer wieder die aktuellen verwerflichen Lineamenta der humanen Society reflektiert und kritisiert. Musikalisch einmalig und Live immer ein Highlight!

Somit machen es Varg sich nicht einfach, aber wie diverse RTN – Tourpackete (Pagan-, Heidenfest) in den letzten Jahren bewiesen, steigt die Beliebtheit der einstigen Hoffnungsträger des Pagan Metals. Ihre Abkehr vom Genre hin zu kommerziellen Gefilden möchte ich hier allerdings nicht ausführlich kommentieren.

Fakt ist, das sich die Zielgruppe spätestens mit den dritten Album gewandelt hat und seitdem beständig wächst. Viele, vor allem jüngere Besucher, waren bei diesen Veranstaltungen vor allem wegen den Wölfen, was sowohl einen zumeist bemerkbaren Zuschauerschwund nach den jeweiligen Auftritten der Band als auch das im Publikum immer häufiger vorkommende markante Corpsepaint belegen.
Der Erfolg, der nicht nur dem stilistischen Wechsel, sondern vor allem durch harte Arbeit verdient wurde, gibt ihnen also zumindest in Zahlen recht.
Daher werden Varg mit ihren zahlreichen Fans im Rücken, ob man sie nun mag oder nicht, für eine einmalige Stimmung und sehr gut besuchte Konzerte sorgen.

Davon überzeugen könnt ihr euch bislang bei den folgenden Terminen:

04.03.16 DE Fri Leipzig Hellraiser
05.03.16 DE Sat Berlin K17
17.03.16 DE Thu Frankfurt Batschkapp
18.03.16 DE Fri Geiselwind Musichall
19.03.16 DE Sat München Backstage Werk
01.04.16 DE Fri Hamburg Markthalle
08.04.16 DE Fri Oberhausen Turbinenhalle 2
09.04.16 DE Sat Stuttgart Lka
10.04.16 CH Sun Pratteln Z 7

Tickets bekommt ihr unter anderem auf der Wolfzeit – Festival Seite, aber auch an den meisten Vorkaufstellen.

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