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Wies'n Rock 2010 21.08.2010 Ruhgassing Saalfelden Festival Bericht

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Wies'n Rock Festival 2010
feat.: More the Head, Cyring, Straight Age, Across a Blackened Sky

21.08.2010 Ruhgassing Saalfelden


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Wieder einmal schlugen die Veranstalter des Wies’n Rock den Gong für das Wies’n Rock Festival 2010. Sofern wir jetzt richtig informiert waren, handelte es sich sogar um die 11. Ausgabe. Auch Hänsi und Robert folgten endlich mal der Einladung, denn bis dato waren wir immer an diesem Termin irgendwie verhindert. Frischen Mutes machten wir uns auf die Odyssee und suchten den Ortsteil Ruhgassing von Saalfelden. So lange brauchten wir dann doch nicht um das Festivalgelände zu finden. Denn bereits bei der Bundesstraße war der Weg recht gut beschildert und so fanden wir ohne nennenswerte Probleme gleich hin. Lediglich unsere leere Geldbörse machte uns einen Strich unter die Rechnung, somit mussten wir die ersten beiden Band canceln, da wir auf der Suche nach einem Bankomatautomaten waren, bei der auch eine Ringelnatter Hänsi‘s tödlichen Strahl zu Spüren bekam (Anm. Robert: Sehr interessante Uringeschichte Hänsi J). Nach erledigter Geldeinholung konnte nun endlich das Gelände genauer inspiziert werden. Nette Lokation, freundliches Bedienungspersonal und gute Preise bei den Getränken, als auch Speisen ließ unser Herz höher schlagen. Aufteilung selbst war gut angelegt und somit kam die Bühne als auch der Sound über das Areal verteilt sehr gut zur Geltung. Nachdem wir von allen herzlich empfangen wurden, machten wir uns auf den Weg vor die Bühne, denn die dritte Band im Bunde bestieg gerade die Bretter.



Die Pinzgauer Modern Thrasher waren vor allem Robert ein Begriff. Bereits einmal in der derzeitigen Konstellation konnte dieser die Jungs live schon genauer unter die Lupe nehmen. Nachdem man Wochen vorher bereits angekündigt hatte, dass man einen neuen Fronter verpflichten konnte, war aber das Interesse beider Metal Undergroundler sehr groß. Wie würde man klingen und in welche Richtung sollte es gehen. Bereits nach den ersten Minuten war klar, der beim letzten Auftritt geebnete Metal Core lastige Sound wurde komplett ad acta gelegt (lag wohl auch am Cruzada Sänger der damals ausgeholfen hatte). Etwas nervös wirkte Christian Seidl, war es doch seine Feuertaufe, mit Leichtigkeit meisterte er diese. Erinnert hat uns sein Organ etwas an eine Mischform aus dem Black Death Bereich (Satyricon & Co). Die Nervosität ließ nach dem Empfang seitens der Besucher immer mehr nach und so lief der Bursche richtig zur Höchstform auf. Auch seine Mitstreiter waren wieder eifrigst am Werkeln und beübten in bester Manier ihre Instrumente. Vor allem die Gitarrenfraktion war wieder eine technischer Hochlauf und das für eine Underground Kapelle. Doch auch der Rest des Quintetts zockte nach Leibeskräften. So wurde das Publikum vor der Bühne mit satten Thrash Attacken der modernen Form verwöhnt und selbiges ging ab, wie die sprichwörtliche Post. Zwar waren etwa 50 Leute vor der Bühne, doch diese ließen die Köpfe ordentlich wackeln. So kam richtig Partystimmung auf und die gezeigte Leistung wurde bestens honoriert. Vor allem im letzten Drittel versteckten die zwei Gitarristen zu keinem Zeitpunkt ihr technisches Können, aber auch Tieftöner und Schlagwerker ließen ordentlich die Sau raus. Besonders hervor gehoben hatte sich Robert Brunner bei der abschließenden Zugabe des Metallica Covers „Creeping Death“. Selten erlebt man so ein aufgefrischtes Cover, wie es uns von den Burschen offeriert wurde. Geiler Abschluss und zur Feuertaufe kann man nur sagen: Mission granted



Die nächsten im Bunde waren die Saalfeldner Core Metaller Straight Age, die uns nach dem kurzen Line Check nicht lange warten ließen. Mit trittfeister Genauigkeit prügelten sie in bester Manier das Publikum nach Leibeskräften, welches aber eine kleinere Aufwärmphase brauchte (warum auch immer). Doch der Motivationskünstler Ermin Mujkic (voc) brauchte nicht lange um das Publikum für Straight Age und deren Material zu begeistern. Tapfer schlug sich vor allem Marco Lochner der zum zweiten Mal die Bretter bestieg und so den Basser Markus Gruber ersetzte (selbiger hatte sich eine Handverletzung zugezogen). Auch Gitarrist Ingo Kauf musste den Gig alleine meistern, da der zweite Axtmann Elvis Mujkic Probleme mit seinem Instrument hatte und dadurch gleich am Anfang des Konzerts die Bühne verließ. Trotz der Doppelbelastung lieferten vor allem Marco und Ingo eine geile Darbietung ab. Immer wieder agierte der Sänger wie ein wütendes Biest und animierte die Besucher zahlreicher nach vorne zu kommen, als auch abzugehen. Einige ließen sich bereitwillige verpflichten und somit kann man auch hier von einer guten Resonanz seitens der Fans vor der Stage sprechen. Mit ordentlichem Core Krawall beübten uns die Jungs in brachialer Manier und somit kam auch hier die richtige Zielgruppe vollends auf ihre Kosten. Doch auch Besucher die nicht gerade zu den Verehrern dieser Richtung gehören, bestätigten uns dass die Truppe ordentlich Energie hat und diese nicht verbirgt. Somit kam die Audience in den Genuss eines hammerharten, energetischen Auftritts bei dem es nichts zu mäkeln gab.



Robert hat mittlerweile aufgehört die Auftritte zu zählen bei denen er Cyring erleben durfte. Niemals wurde er von den bayrischen Vorzeige Power Metallern dabei enttäuscht. Somit war auch Hänsi sehr gespannt was ihn von diesen Jungs erwarten würde (wurde er ja bei der Hinfahrt von der Schwärmerei des werten Herrn Chefredakteur zugetextet). Auch in Saalfelden haben die Burschen bereits einen sehr guten Namen, konnte ja man viele Fans bei der letztjährigen Ausgabe des Wies’n Rock hinzugewinnen. Bereits beim Line Check versammelten sich sehr viele Metal Jünger/innen, um in den Genuss der Truppe in vorderster Front zu kommen. Nicht nur Power Metal Fans wurden bei diesem Gig zum Abbangen verleitet, nein auch viele die dem Power Metal keine Treue schwören, waren begeistert von dem Auftritt und ließen so richtig die Sau heraus. Vor allem Vorzeigegitarrist Rupert Hagenauer war von solch einer Resonanz sichtlich angetan und grinste zwischendurch wie ein Honigkuchenpferd. Feingeschliffene Gitarrensounds erklangen von der Bühne und wurden nur durch den rauen Gesang und dem dumpfen Bass von Manuel Brettl in eine rauere, als auch härtere Richtung gelenkt. Etwas im Abseits, so schien es stand Daniel Schröffl, dennoch beübte selbiger amtlich sein Musikwerkzeug und stach ebenfalls durch astreine Gitarrenarbeit hervor. Die gewonnene Fanbase konnte man weiterhin ausbauen und so versammelten sich immer mehr vor der Bühne, um zu den Klängen abzugehen. Besonders der neue Song „Personal Poison“ war für etliche Old School Fans bestens geschaffen. Der Auftritt gipfelte zu einem wahren Bangerinferno und vor allem unser Hänsi war kaum zu bändigen. Ob es nun an unserem Metal Undergroundler gelegen haben mag oder nicht, viele Leute taten es ihm gleich und wüteten ordentlich um. Nach dem Metallica Cover „Master of Puppets“ legten die Bayern Power Metaller noch einen mit „Nightfire“ drauf, bevor man endgültig die Instrumente ausstöpselte und die Bühne für den Headliner frei machte.



Es erstellt sich einem die Frage ob man eine astreine Cover Band braucht die Songs nachspielen, deren Band noch voll aktiv ist. Sicher da gibt es einige, was erwartet man nun von solch einer Truppe. Unserer Meinung nach sollte sie sehr authentisch sein Auftreten als auch musikalisch sollte selbige sehr nahe am Original liegen. Wie schon erwähnt gibt es ja zahlreiche Cover Bands. More the Head aus Deutschland haben sich selbst der schwierige Aufgabe gewidmet und Covern doch tatsächlich, der Name lässt es schon erahnen Motörhead. Dass man hier natürlich keine leichte Aufgabe hat ist wohl allen klar und war es auch an diesem Abend. Alleine schon die Alkohol und Rauch geprägte Stimme eines Lemmy Killmister grenzt an eine schier unlösbare Hürde. Eines besseren wurden wir dann sofort durch den Fronter belehrt der hier ein authentisches Organ besitzt. Gitarre und Drumarbeit glich eigentlich auch sehr dem Original, sogar die Haube des Original Gitarristen Phil Cambell wurde nicht ausgelassen, doch vermisste man das bei jedem Konzert vorhandene Drum Solo des Drummers Mikkey Dee. Da zahlreiche Motörhead Fans unter dem Publikum waren stand einer Partystimmung nichts im Wege und so wurde die Cover Band mit offenen Armen empfangen. Bei der Songauswahl griff man ordentlich in die Trickkiste. So durften natürlich die allseits bekannten Hits der Engländer nicht fehlen und wurden auch Reihenweise den Besuchern vor den Bug geknallt. Lediglich das „March or Die“ Album wurde zu unserer Enttäuschung mit keinem Song bedacht. Na man kann nicht alles haben. Den Leuten hat’s gefallen was hier auf die Set-List gefunden hatte und das ist das Wichtigste. Im Großen und Ganzen haben die Drei eine recht gute Show geliefert und somit einen guten Abschluss für das WIES`N ROCK FESTIVAL 2010 geliefert!
So nun zu unseren Good & Bad des Festivals

Good:

+ Faire Preise bei Getränken und Speisen
+ Reichhalte Speiseauswahl und gut
+ Aufteilung des Festivalgeländes
+ Guter, druckvoller Sound
+ Kleinere aber feine Bühne, mit guter Light Show
+ Video Screen Wand
+ Freundliches Bedienungspersonal
+ Freundliche, aber bestimmte Security

Bad:

- zu wenige Dixi Klos bzw. Toiletten generell
- keine Running Order


Band Fotos
Besucher Fotos


Für Euch vor Ort waren Robert, Hänsi & Much

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