DEATH DIES – Maledicti In Aeternvm

DEATH DIES - Maledicti In Aeternvm - album cover

Band: DEATH DIES 🇮🇹
Titel: Maledicti In Aeternvm
Label: My Kingdom Music
VÖ: 03/04/26
Genre: Black Metal

Tracklist

01. Il Bosco Siamo Noi
02. Asmodevs
03. Trivia Soteira
04. Mater Meretrix
05. La Casa Del Diaol
06. La Malcontenta
07. Patavinorvm Tyrannvs
08. Carmina Trivmphalia
09. Caron Dimonio
10. Destroyer

 

Besetzung

Krom – vocals
Der Todesking – guitars
Samael Von Martin – guitars, bass, keyboards, vocals
Demian De Saba – drums
Wally Ache – bass

 

Bewertung:

4/5

Drei Jahrzehnte Dunkelheit

Seit dreißig Jahren schlägt das Herz von DEATH DIES kompromisslos für extremen Black-Metal. Die italienische Formation hat sich nie in handelsübliche Bahnen pressen lassen, stets auf der Suche nach der dunkelsten, radikalsten Ausdrucksform. Mit »Maledicti In Aeternvm«, ihrem sechsten Album, setzen Krom am Mikro, Der Todesking und Samael Von Martin an den Gitarren, Demian De Saba am Schlagzeug sowie Wally Ache am Bass erneut ein klares Zeichen. Wer die Grenzen des Genres ausloten will, findet hier ein Lehrstück in Düsternis.

Vom ersten Schlag an ein Brenneisen

Das Album beginnt mit »Il Bosco Siamo Noi«, einem Auftakt, der wie eine dunkle Prozession durch knorrige Wälder wirkt. Die Gitarren sägen und kratzen, während Kroms Stimme sich wie Rauch durch die Schatten zieht. Es ist ein Einstieg, der sofort den Ton für das gesamte Werk vorgibt! Aggressiv, majestätisch und unversöhnlich. Bereits hier wird klar, dass DEATH DIES keine leichten Melodien liefern wollen, sondern ein intensives Erlebnis schaffen, das unter die Haut geht.

Dämonen und Rituale

»Asmodevs« und »Trivia Soteira« führen die Hörer tiefer in die dunkle Mythologie der Band. Rhythmisch treibende Drums, komplexe Gitarrenstrukturen und ein dichtes Bassfundament verweben sich zu einer unheilvollen Atmosphäre. Samael Von Martin zeigt nicht nur an den Saiten, sondern auch am Keyboard, wie geschickt die Band Elemente des epischen Black-Metals einsetzt, um den Zuhörer in tranceartige Zustände zu versetzen. Diese Stücke sind weniger Songs im klassischen Sinn, mehr rituelle Reisen durch Schattenreiche.

»Mater Meretrix« und »La Casa Del Diaol« bringen dann die theatralische Seite von DEATH DIES hervor. Die Arrangements sind dichter, die Riffs wilder, die Vocals variabler. Besonders die zweite Hälfte von »La Casa Del Diaol« ist ein regelrechtes Inferno aus Tempo- und Dynamikwechseln, das den Hörer ohne Vorwarnung packt und durch die Hitze treibt.

Historisches und Geographisches

Mit »La Malcontenta« und »Patavinorvm Tyrannvs« wendet sich die Band historischen und regionalen Themen zu. Während ersteres in düsterer Melancholie badet, entwickelt letzteres eine martialische Schwere, die fast an antike Schlachten erinnert. DEATH DIES gelingt hier ein Spannungsbogen zwischen erzählerischer Tiefe und roher Brutalität. Die musikalische Vielfalt bleibt dabei stets konsistent mit der finsteren Grundstimmung.

Symbole und Zeremonien

Die Tracks »Carmina Trivmphalia« und »Caron Dimonio« zeigen den Hang zu okkulten Symbolen und zeremonieller Intensität. Die Band jongliert geschickt mit Taktwechseln, leeren Passagen und explosiven Ausbrüchen. Hier wirkt jeder Ton wie ein Schlag, der den Hörer körperlich spüren lässt, dass es nicht um Unterhaltung geht, sondern um das Eintauchen in ein eigenes, schwarzes Universum.

»Destroyer« schließt das Album schließlich mit purer Gewalt ab. Es ist kein sanftes Ende, sondern ein finaler Schnitt, der alles zuvor Gehörte noch einmal verdichtet und verstärkt. Die letzte Minute hinterlässt einen Nachhall, der lange anhält, das Album endet nicht, es wirkt nach.

Produktion und Sound

Die Produktion von »Maledicti In Aeternvm« ist sauber genug, um die Komplexität der Instrumente herauszuarbeiten, ohne die rohe Energie zu glätten. Jeder Schlag, jeder Saitenanschlag und jede vokale Verzerrung sitzen exakt dort, wo sie sein soll. Gerade in einem Genre, das leicht in matschigen Klang abdriften kann, zeigt DEATH DIES hier die Balance zwischen Präzision und wilder Intensität.

»Maledicti In Aeternvm« ist ein Beweis dafür, dass DEATH DIES nach drei Jahrzehnten immer noch an der Spitze des italienischen Black-Metals steht. Das Album ist eine Mischung aus ritualistischer Dichte, historischer Symbolik und brutaler Intensität, die den Hörer fordert und gleichzeitig belohnt. Mit 4 von 5 Punkten bleibt die Band zwar nicht ohne kleine Schwächen, liefert aber ein Werk, das sich tief ins Fleisch gräbt und lange nachhallt. Wer sich auf diese dunkle Reise einlässt, erlebt ein Meisterwerk des extremen Metals, kompromisslos, erschreckend und faszinierend zugleich.

Fazit: DEATH DIES beweisen mit »Maledicti In Aeternvm« erneut, warum sie zu den wichtigsten Vertretern des Black-Metal zählen.

Internet

DEATH DIES - Maledicti In Aeternvm - CD Review

Robert
Roberthttps://www.metalunderground.at
Soldat unter dem Motto morituri te salutant sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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