Band: God´s Army A.D.
Titel: God´s Army A.D.
Label: Massacre Records
VÖ: 2014
Genre: Heavy Metal
Bewertung: 4.5/5
Written by: Lex

God´s Army A.D. hätten schon 10 Jahre früher mit ihrem Debüt gestartet, wäre da nicht ein schwerer Autounfall des Bandgründers gewesen. Da die genaueren Umstände  anderswo sicher zur Genüge durchgekaut werden, wird an dieser Stelle darauf verzichtet . Das Gleiche gilt für die übliche Aufzählung der Bands, in denen die Beteiligten schon mal gezockt haben. Lasst uns einfach festhalten, dass hier erfahrene Musiker ein Projekt am Start haben, an das sie auch nach zehn Jahren unerwarteter Schicksalsschläge noch glauben. Das alles soll auf die Bewertung aber keinen Einfluss haben, denn wie sagte Nietzsche schon: Kraft ist ein Beweis für Kraft, sonst nichts.

Gespielt wird Heavy Metal von der Sorte, der größtenteils denen gut einfahren dürfte, welche die ungestüme, punkigere Anfangsphase von Iron Maiden mit Pail DiAnno als Sänger schätzen. Dabei klingen God´s Army aber eigenständig und trotz alldem auch irgendwie modern. Sammler von Klonen alter Helden werden eher nicht bedient.

Ich tat mich anfangs schwer mit diesem Album, da der punkig-rock n´rollige Aspekt mir bei klassischerem Metal nicht so leicht einläuft. Zum Glück setzen God´s Army A.D. nicht durchgängig auf Hasentempogefrickel, sondern haben mir durch die tempogedrosselten, längeren Songs wie Waiting for a Miracle, Coming Back To Life und Running Around in Circles den Zugang erleichtert. So fand ich auch bald Gefallen an den schnellen Tracks, von denen ich als Anspieltipp insbesondere City Lights oder God´s Army empfehlen würde.

Nach etwa 4 bewussten Durchgängen stelle ich auch bei diesen schnelleren Tracks fest, dass  God´s Army A.D. (das A.D.-Anhängsel dürfte so eine blöde Lizenz-Maßnahme sein) wächst respektive sich langsam aber sicher ins Hörzentrum fristt. Gerade bei den erwähnten längeren Tracks fällt auf, dass die Songs trotz zahlreicher zunächst sperriger Ecken und Kanten insbesondere dank der guten Refrains hängen bleiben und genug Interesse für weitere Durchläufe wecken.

Ich gebe diesem Album 4.5 Punkte, weil dieses Album Langzeitentfaltungspotential hat und mit Coming Back To Life vielleicht sogar einen kleinen Hit hat.

Kraft ist ein Beweis für Kraft, sonst nichts, aber schließt andere tolle Fähigkeiten wie gelungenes Songwriting eben auch nicht aus. Sorry Nietzsche, you´ve been pwned!

Tracklist:

01. The World That Never Was
02. City Lights
03. Gods Must Be Crazy
04. Waiting For The Miracle
05. Hear You Scream
06. Coming Back To Life
07. Running Around In Circles
08. God‘s Army

Besetzung:

John A.B.C. Smith (vocals, guitars, keys & bass)
Don Amiro (guitars, vocals)
Ian O’Sullivan (guitars, vocals)
Mark Cross (drums)

Internet:

God´s Army A.D. @ Facebook

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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