Anaal Nathrakh – Albumdetails

Anaal Nathrakh -Endarkenment - album cover

Anaal Nathrakh geben Details zum neuen Album ‘Endarkenment’ bekannt – Veröffentlichen den Titeltrack als erste Single

Am 2. Oktober werden Anaal Nathrakh ihr 11. Album Endarkenment via Metal Blade Records veröffentlichen. Einen ersten Vorgeschmack auf das das neue Album bietet euch der Titeltrack, welchen ihr euch hier anhören könnt:

Anaal Nathrakh stehen nun schon seit über 20 Jahren für extreme Musik und zementieren mit ihrem elften Album Endarkenment ihr Vermächtnis im Zeichen akustischer Verwüstung. Ungeachtet seiner aufrührerischen Art war das Duo allerdings nie einseitig, sondern schürfte bei allem tief, was es in Angriff nahm, und auch die neue Scheibe unterscheidet sich in mancher Hinsicht wieder von ihren Vorgängern.

Es füht sich für mich leichter, heller, offener und direkter an

, sagt Sänger Dave Hunt.

Damit meine ich natürlich nicht eitel Sonnenschein oder fröhliche Musik, sondern eher, dass sie gleißendes Licht verströmt, statt im Dunkeln zu glimmen. Sie blendet geradezu.

Die Band hat sich seit A New Kind Of Horror vor zwei Jahren tiefgreifend und auf persönlicher Ebene weiterentwickelt, was vielen ihrer Hörer genauso gegangen sein dürfte.

“Ich für meinen Teil bin zynischer, verbitterter und glaube umso mehr, dass die Welt am Arsch ist. Zudem wird sie ständig weiter von Menschen kaputtgemacht, die keinen Plan davon haben, was sie tun. Musikalisch sind wir gereift – nicht mehr so hektisch und besser in der Lage, unsere Energie dorthin zu lenken, wo sie am meisten bewirkt. Das ist ein fortschreitender Prozess, denn man hört nie auf, zu wachsen und wird ständig besser darin, Grenzen auszuloten. Uns liegt allerdings nichts daran, das weiterzuentwickeln, was wir tun, sondern die Art und Weise, wie wir es tun. Wir halten anders als andere Bands an unserem Sound fest und sind stolz darauf.”

Indem das Duo einen Plan ausarbeitet und dann so ausführt, dass es seiner schwungvoll chaotischen Art zuträglich ist, folgen Hunt und Multi-Instrumentalist Mick Kenney ihren Ideen spontan dorthin, wohin sie sie führen. Dies nennen die beiden

“Drachenreiten” – “Musik unter dem Eindruck machen, dass einem nichts anderes übrig bleibt, als sich festzuhalten und mitreißen zu lassen.

Das passt auch bestens auf den aufrührerischen Lärm von Endarkenment, einen Sturm aus gewaltigen Blastbeasts, hibbeligen Riffs und Breitwand-Refrains, welche die Richtung eines Songs unvermittelt ändern.

Wir wissen erst, was wir von einem Album halten sollen, wenn es fertig ist. Eine andere Vorgehensweise gibt es für uns nicht.

Der Titel stand jedoch von vornherein fest und hat sich als prophetisch erwiesen, was die gegenwärtige Weltlage angeht. Er steht im Gegensatz zur Erleuchtung (Engl. “enlightenment”) oder Aufklärung im Sinne der gleichnamigen geistigen Strömung, die Aberglauben und Unkenntnis zu überwinden sucht. In den Liner-Notes zum Album schreibt Hunt:

Die Werte der Aufklärung – Vernunft, Skepsis und Urteilen auf empirisch belegten Fakten statt religiöser Vorstellungen – wurden und werden zusehends weiter ausgehöhlt. Es äußert sich von Staat zu Staat anders, doch bei uns in Großbritannien hat Michael Gove, ein garstiger Kobold von Politiker, das Ganze mit seiner berühmten Bemerkung auf den Punkt gebracht, wir hätten angeblich genug von Experten. So wird das Zeitalter der Verdunklung eingeläutet.”

Mit diesem Leitmotiv im Kopf schrieb Hunt, der zu den intellektuelleren Textern im Metal-Bereich gehört, die Lyrics zum Album, wobei er verschiedene Themen abdeckte und nicht selten unangenehme Gefilde ansteuerte.

Die Musik wurde in Kenneys Studio in Südkalifornien aufgenommen, die Vocals auf einem Industriegelände im englischen Birmingham, wo jemand gleich nebenan einen Sadomaso-Porno drehte.

Kürzlich wurde mir bewusst, dass wir seit über zehn Jahren nicht zu zweit an einem Ort aufgenommen haben. Das liegt teilweise wohl daran, dass uns unsere Umgebung im Grunde nicht tangiert; obwohl man es als Mensch jeweils anders wahrnimmt, bleibt die Art, wie wir zusammenarbeiten, davon unberührt. Professionelle Studios, teures Equipment, akustisch isolierte Aufnahmekabinen – alles schön und gut, aber wir brauchen nur einen stillen Raum mit Licht, einen Laptop und ein minderwertiges Mikrofon. Die Musik, Stimmung und Inspiration stecken in uns selbst, nicht in irgendwelchen Geräten.

Tracklist

01. Endarkenment
02. Thus, Always, to Tyrants
03. The Age of Starlight Ends
04. Libidinous (A Pig with Cocks in Its Eyes)
05. Beyond Words

06. Feeding the Death Machine
07. Create Art, Though the World May Perish
08. Singularity
09. Punish Them
10. Requiem

Quellenangabe: Metal Blade Records

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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