Band: A Liquid Landscape
Titel: Nightingale Express
Label: Glassville Records
VÖ: 2012
Genre: Alternative, Progressive
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

A Liquid Landscape ist ein Quartett mit niederländischer Herkunft. Sollen ja ein richtiger Geheimtipp in Sachen Prog meets Alternative sein. Zu meiner Schande muss ich sagen, habe ich von den Jungs an sich noch nie was gehört. Die Jungs scheinen ja in ihrem eigenen Land ein richtiger Renner zu sein, oder wie erklärt man sich das man zu den sechs Finalisten des Dutch Grand Prize zählt. Wie auch immer das sagt zwar an sich für das Heimatland was aus, kann es aber auf das restliche Europa umgemünzt werden? Ja durchaus, wenn man ein Fan der progressiven Musikkunst der Marke Karnivool, Anathema, Thriceoder Riverside ist, mit denen man auch auf Tour war. Durchaus hat man sich wohl etliche Klangexperimente der Truppen ab geguckt. Gar so stark geht man aber nicht ins Rennen, hierbei meine ich den Einsatz von komplexen Strukturen oder psychodelischen Einfädelungen. Es fällt den Jungs ungemein leicht, das man zwar sehr durchdacht klingt, aber andererseits uns nicht mit zu langatmigen Farbfacetten vorstellig wird. Die Vermischung zu einer Klangmelange ist den Burschen aus Holland sehr gut gelungen und man offeriert uns ein sehr ideenreiches Spiel das man sehr adrett und auch leicht aufnehmbar in Szene gesetzt hat. Die teils sehr stark überwiegenden idyllischen Klänge bahnen sich ohne Hindernis den Weg ins Gehirn und sofort wird eine breite Musikfantasielandschaft gezaubert, welcher man sich nur zu gern hingibt. Die oftmals etwas stärker durchgreifenden Alternative Rock Allüren dienen als Muntermacher und somit sind die Herrschaften stets bereit einige Wechsel zur Auflockerung zu bieten. Diese nimmt man nur zu gern auf, denn bevor man zu gedankenverloren wird, kommen diese Passagen zum richtigen Zeitpunkt hervor um einen wach zu rütteln. Dramatische psychodelische Ansätze läuten immer wieder zu einem ausschweifenden Experimentalteil ein, allerdings und das ist das gute an der Sache, bevor man uns zu stark beübt besinnt man sich eines Besseren und kehrt dem Ganzen den Rücken. Somit gibt es eine breite Reise durch klaffende Prog Gestaden, als auch warmherzigen, melodischen Ufern. Unglaubliches Potential das man klanglich sehr gut nieder gehalten hat. Sicherlich nicht unbedingt jedermanns Sache, allerdings sofern man mit den oben genannten Bands nur im Entferntesten was anfangen kann, ja dann sind die Niederländer genau das richtige für diese Personengruppe.

Fazit: Sehr adretter, kunterbunt vermischter Progressive Rockhappen, den sich der Proggie unbedingt antun sollte. Auch Alternative Freunde kommen auf ihre Kosten, doch diesem Klientel muss man vorher den Rat geben reinzuhören, bevor man es kauft. Aufgrund der progressiven Arrangierungen könnte dies nämlich ein Grund sein etwas vor den Kopf gestoßen zu werden.

Tracklist:

01. Nightingale Express 12:40
02. Wanderer’s Log – You 0:51
03. June Fifth 4:08
04. Phases 4:53
05. The Unreachable 5:03
06. Wanderer’s Log – Me 0:53
07. Thieves of Time 6:01
08. Out of Line 4:35
09. Come on Home 5:22
10. Wanderer’s Log – Storm 2:36
11. Secret Isle 5:10

Besetzung:

Niels van Dam (guit)
Robert van Dam (bass)
Fons Herder (voc & guit)
Coen Speelman (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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