Band: Aeranea
Titel: The Fading Ones
Label: Selfreleased
VÖ: 01.08.16
Genre: Modern Symphonic Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Die deutsche Symphonic angelehnte, Female fronted Formation Aeranea ist mir seit ihrem Debütalbum „As the Sun Died“ durchaus ein Begriff. Ach was, die Herrschaften haben bei mir eben alle Türen und Tore geöffnet. Eben weil ihre Spitzfindigkeit in Sachen eigener Umsetzung mal frisch war. Im Gegensatz vieler, leider fauler Eier in diesem Bereich und dem Gejaule der Frontdamen ist es einfach schwierig den Weizen von der Spreu zu trennen. Diese deutsche Truppe gehört aber zum Weizen und zu einem qualitativ hochwertigen noch dazu. Leider gibt es im neuen Jahr mit „The Fading Ones“ nur eine EP als neuestes Lebenszeichen, doch bereits beim ersten Track donnert man erneut sehr mächtig dahin.

Ausgeklügelte Elemente aus dem bekannten Bereich des Genres wurden verwendet. Klingt aber eben nicht abgeleiert, sondern durch die neuen Soundmelodien und Modern Metal Fragmente vermischt einfach frisch und nicht verbraucht. Man war nicht untätig und ich sehe die Fortentwicklung der Truppe als sehr gut. Während andere Kollegen immer wieder an der alten Leier drehen, ist aus dem Lager der vorliegenden Truppe zu vermelden, dass man sich ordentlich gemausert hat.

Gesanglich steht die Fronterin nichts und niemanden nach. Sie vermag einerseits das weiche Männerherz zu bezirzen, aber auch ordentlich rockige Gesangslinien raus zu posaunen. Das ist ein guter Baustein im Sound der Truppe auf den sich aufbauen lässt. Das machen die Herrschaften aus Deutschland auch und geben vielen bekannten Einflüssen durchaus einen frischen Anstrich. Freilich ist das nun jetzt keine Revolution, aber durchaus eine erfrischende Melange, welche eben sehr viele Szenekollegen mehr als nur alt aussehen lässt.

Durch die Bank dreht man ordentlich am Rad und bietet eine Symphonic Metal Unterhaltung auf allerhöchstem Niveau. Dazu noch die modernen Soundeinflüsse dazu, das macht einfach das Ganze sehr Neuwertig und bietet einen guten Bonuspunkt im Bereich der Eigenständigkeit. Etliche Soundarrangements mögen vielleicht dem einen oder anderen Metaller etwas poppiger vorkommen, aber die Fusion gibt den Herrschaften recht diesen Schritt getan zu haben. Denn genau hier passen diese Fragmente sehr gut und lassen das Material deutlich shakiger ins Gehör schippern.

Die mit dem Debütwerk geschaffene Symbiose aus den Metalfragmenten und eben den leichter verdaulichen Soundarrangements wurde nicht nur erneut gut eingesetzt, nein meiner Meinung nach wurde das Ganze sehr gut ausgebaut. Mag vielleicht Massentauglicher an sich klingen, ist aber noch lange kein Ausverkauf. Man bleibt den Metalwurzeln treu, hat sie aber eben gut und spitzfindig erweitert.

Fazit: Leider nur eine EP, dafür aber unter dem Motto: „Aber was für eine!“. Weiterhin drehen die Herrschaften von Aeranea ordentlich am Rad des Symphonic Metal. Moderner Antlitz wie er sein soll und man klingt zu keinem Zeitpunkt verbraucht. Dazu noch diese tolle Sängerin, na wenn da nicht alsbald ein Plattendeal möglich sein könnte weiß ich auch nicht.

Tracklist:

01. Nothing Left 04:07
02. Any Other Way 04:03
03. The Hours of Suffering 03:37
04. Silence 05:30
05. Prayers Die (2016 Version) 05:59
06. Silence (Piano Version) 04:06

Besetzung:

Lilly Seth (voc)
Christopher F. Kassad (guit)
Christof Maeyer (guit)
Felix Haun (drums)

Internet:

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Checkt hier das Album via Spotify:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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