Arch Enemy – Will To Power

Band: Arch Enemy 
Titel: Will To Power
Label: Century Media Records
VÖ: 08.09.17
Genre: Melodic Death Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Arch-Enemy-Will-To-Power-album-artworkArch Enemy mit Alissa White-Gluz am Gesang die Zweite. Die kanadische Schlumpfine und ehemalige The Agonist Sängerin hat ihre Vorgängerin fürwahr in die Vergessenheit gerückt. Zwar mag Angela Gossow den Sound der schwedischen Melodic Death Metal Kapelle geprägt haben, dennoch hat ihr Mittlerweile Alissa durchaus die Show gestohlen. Wird der nunmehrigen Managerin der Band doch eher egal sein, solange es dem Unterfangen dient Arch Enemy voran zu treiben! Um die von Gitarrenehxer und Gründer Michael Amott ranken sich Begeisterung und Unkenrufe zugleich. Viele tun sie als gehyptes Projekt ab. Meinungen sollte man akzeptieren, im Falle von Arch Enemy ist dies eigentlich eher eine Sache, wo man als Metalfan dankbar sein sollte. Genau solche Bands forcieren den Sound und machen den Melodic Death Metal ja Salonfähig. Nun klarerweise wollen dies andere nicht und diese sollte man aufrichtig ihre alten Süppchen brauen lassen.

Die Karriere der Band verfolgt meine Wenigkeit bereits seit ihrem Debüt, wo sich noch kein Schwein für das Melodic Death Metal Schwedenass interessierte. Ob dies fürwahr am Gesangsposten lag? Johan Liiva war definitiv kein schlechter Shouter, im Gegensatz dazu, erst mit „Wages of Sin“ und weiblichem Brüllwürfel ging es steil bergauf mit den Schweden.

„Will To Power“ nennt sich das neuste Machwerk des Aushängeschildes in Sachen Frauengebrüll mit Death Metal und wenngleich das Vorgängerwerk deutlich verschönerter ausgefallen ist, wurde es Millionenmal verkauft. Klarerweise ist bei Arch Enemy alles beim Alten geblieben, demonstrativ wird die Melodic Schiene und ordentlich-fett in Szene gesetzte Gitarrenbretter in den Vordergrund gerückt, im Gegensatz dazu klingt das Gesamterscheinungsbild um Nuancen roher und brachialer. Lichtgeschwindigkeit offerierter Death-Stahl ist und bleibt der Hauptbestandteil, nur kommt meiner Wenigkeit das Machwerk düster arrangierter ins Gehör, was desgleichen an vielen rohen Ecken und Kanten liegt.

Muss man sich über den Gesang der Death Metal Schlumpfine noch auslassen? Wohl kaum, da sie nach wie vor ihren Mann steht und gleich ihrer Vorgängerin ums Haar. Kann nach Anbiederung klingen, tut es aber nicht, denn wer solange eine Band geprägt hatte, ist ohnegleichen schwer zu ersetzten.

Das Soundkonzept finde ich ausgezeichnet gewählt und man zeigt sich wesentlich Experimentierfreudiger als bei den Vorgängerwerken. Besonders mit „The World Is Yours“ werden Seiten aufgezogen, welche meine Wenigkeit von dieser Band demgemäß nicht kannte. Kann verniedlicht rüberkommen und wird dem astreinen Death Metal Fan weniger ins Gehör stoßen! Im vorliegenden Fall finde ich solche Veränderungen und Zusätze durchwegs spitzfindig, weil sie das bekannte Programm ungemein auflockern.

Trotz vieler Zusätze bleibt die Tugenden der Beharrlichkeit in Sachen Melodic Death Metal vorrangig und das ist dem eingefleischten Fan wohl das Liebste. Im Falle der Band finde ich die Einlagen als gekonnten Schachzug und diese fügen sich nahtlos in den allseits bekannten Sound ein. Energisch und mit voller, geballter Kraft donnern die Schweden und die kanadische Brüll-Lady voran. Glanzvoll erfüllen sie nach wie vor alle Klischees, die der Arch Enemy erwartet. Somit alle Erwartungen erfüllt, für meinen Geschmack muss meine Wenigkeit sogar zugeben, ein Erwarten übertroffen, beispielsweise wirkt durch die Soundeinlagen das Machwerk diabolisch-dunkler. Seitens der Produktion wirkt das Album nicht so geleckt und hat seine rohen Ecken und Kanten, was dem Ganzen noch einen drauf setzt.

Einzig „Reason to Believe“ ist für meinen Geschmack eine zusehend breiten-taugliche Nummer, was allerdings heutzutage schon zum Programm gehören soll. Wer es braucht gerne, der Rest, einfach weiter drücken, da es genügend anderen Songs gibt die einen wesentlich besser überzeugen!

Fazit: Arch Enemy Fans können beruhigt sein, die Band liefert nach wie vor das, für das was ihr sie liebt. Dagegen sollte euch klar sein, dass viele Ergänzungen im Sound sind, welch abseits der bekannten Norm eingebaut wurden.

Tracklist:

01. Set Flame to the Night 01:18
02. The Race 03:15
03. Blood in the Water 03:55
04. The World Is Yours 04:53
05. The Eagle Flies Alone 04:59
06. Reason to Believe 04:47
07. Murder Scene 03:50
08. First Day in Hell 04:48
09. Saturnine 01:09
10. Dreams of Retribution 06:40
11. My Shadow and I 04:05
12. A Fight I Must Win 06:37

Besetzung:

Michael Amott (guit)
Daniel Erlandsson (drums)
Sharlee D’Angelo (bass)
Jeff Loomis (guit)
Alissa White-Gluz (voc)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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