DESASTERKIDS – Superhuman

DESASTERKIDS-Superhuman-album-cover

Band: DESASTERKIDS
Titel: Superhuman
Label: UNCLE M MUSIC
VÖ: 03/08/18
Genre: Metalcore
Bewertung: 3,5/5

Das DESASTERKIDS bereits als Support von PAPA ROACH, SOULFLY, ESKIMO CALLBOY und EMIL BULLS fungieren durften spiegelte sich zwangsläufig in ihrem Sound wider.

Metalcore mit frischem Anstrich ist ja heutzutage nicht mehr so adrett. Viele versuchen sich im Fährwasser vieler großen Combos fortzubewegen. Mit mehr oder weniger erfolgversprechendem Ergebnis.

Die Berliner Combo, seit 2012 aktiv, konnte gute Erfolge verbuchen, wenngleich sie ebenfalls von ihren großen Vorreitern nähren. Persönlich stehe ich solchen Bands skeptisch gegenüber, welche versuchen haarscharf und authentisch wie ihre Vorbilder zu klingen. DESASTERKIDS sind meiner Meinung nach eine Ausnahme, da ihr Sound nicht abzustreiten von Vorbildern geprägt ist, die Band es im Kontrast dazu versucht die eigene Innovation in den Vordergrund zu rücken.

„Superhuman“ ist der neueste Silberling seit drei Jahren und die Jungs haben sich intensiv damit beschäftigt ein kunterbuntes Potpourri zu entwickeln, welches alle Maßstäbe erfüllt. Leichter Mainstream, harsche Metalcore Schläge und gut eingefädelte Progressive-Schübe, wie desgleichen leichte Post-Hardcore Elemente.

Das Sammelsurium ist gut geworden und beim Konzept erahnt der Hörer es, die Band drängt nach oben und rüttelt definitiv an den Spitzenplätzen im modernen Sektor des Metal.

Gut ausgeklügelte Breaks und Kickdowns, vereint mit einigen Melodie- und Soundspielereien sind der Obolus den die Truppe für sich veranschlagt hat. Die zwangsläufig auftretenden Mainstreameinlagen kann, muss der Hörer nicht verdrängen.

Mit bemühten Ansatz werden Vibes herausgepresst, welche vor allem die jüngere Metalgeneration überzeugen wird. Alteingesessene werden dies meiden, wie der Satanist die Kirche!

Was die Toleranz im Metalbereich anbelangt, werden sich auch hier die Geister scheiden. Finde es einfach Schade, wenn sich die einzelnen Metalsektoren bekriegen. Obwohl es die Band versucht dies Auszustrahlen, wird es schwierig werden die Leute zu überzeugen.

Meinen Daumen nach oben haben die Herrschaften definitiv, Musik gut eingefädelt und das kommt gut ins Gehör und ist fachmännisch ausnahmslos gut zusammengefügt worden. Somit wer eine zum Bersten gespickte Mischung aus Papa Roach, Emil Bulls und Konsorten schon gesucht hat, wird mit dieser Formation und deren neuestes Lebenszeichen fündig.

Die außergewöhnlich cremige Produktion von Christoph Wiezcorek verhilft den Songs zu einem mächtigen Erscheinungsbild. Es unterstreicht mit dem Songwriting der Band, dass es immer noch Formation gibt, welche in einem kargen Feld überleben können und bunte Klangblume aus ihren Kanonen schießen.

Fazit: DESASTERKIDS rufen zum gemeinschaftlichen Metalcore-Mosh-Pit ohne Vorurteile auf. Kann meine Wenigkeit nur hoffen, dass sich dem viele anschließen!

Tracklist

01. Break Me
02. Walking Alone
03. Bulletproof
04. Oxygen
05. Dark Days
06. Slave

07. The Here And Now
08. One Of Us
09. Pentagram
10. Dead On The Inside
11. Chasing Ghosts

Besetzung

Andi Phoenix (Vocals)
Iain Duncan (Guitar)
Tommy Hey (Drums)
Max Rosenthal (Guitar)

Internet
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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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