Band: Elysion
Titel: Silent scream
Label: Massacre Records
VÖ: 2009
Genre: Gothic Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Dark/Gothic Metal aus dem Land des Ouzo und des Veta Käse habe ich heute in Form von Elysion für euch. Die 2006 gegründete Band hatte nun zwei Jahre Zeit um an Songs zu feilen und nach einem Label Ausschau zu halten. Nun war es an der Zweit und so heuerte man bei Massacre Records an und durch dieses Label ist nun das erste Lebenszeichen von Christianna (voc), Johnny Zero (guit, synth & programming) FXF (bass) und Petros Fatis (drums) in Form von „Silent scream“ erschienen.

Dem Titel entsprechend startet man das Album mit „Dreamer“, doch lange währt die ruhige, verträumte Linie nicht und so wird gleich nach der Eröffnung mehr Druck gemacht. Dennoch liebäugelt man so manches Mal zurück zu den lieblichen Gewässern und schon galoppiert die Truppe deutlich flotter dahin. Der Gesang erinnert dermaßen stark an Christina Scabbia, dass ich schon dachte dies sei ein Nebenprojekt des italienischen Zwergs. Nein auch wenn diese Frontdame einen ähnlichen Namen ist sie kein Fake sondern eine reale Person die mit solch einer Hingabe singt das man dahin schwinden könnte. Wer also auf Lacuna Coil in Frühtagen steht der wird hier vollends bedient. Die elektronischen Spielereien die man schon beim Vorgängertrack eingebaut hat finden auch beim folgenden „Killing my dreams“ Verwendung. Deutlich druckvoller und tanzbarer im flotten Stil wird hier gewerkt und so hat man einen sehr tanzbaren Shakertrack geschaffen, der an und ab mit sehr bretterenden Riffs in ein hartes Eck gedrückt wird. Doch in dieses lässt man sich nicht hieven und so kehrt man nach diesen Breaks wieder auf die gewohnte Spielwiese zurück und auf dieser geht der Trupp gut ab und liefert weiterhin Rhythmik zu dem man sein Tanzbein schwingen lassen kann. Ein ruhiges Spiel welches in eine flotte Bretterweiterführung mündet ist nun ein Garant für eine glanzvolle Eröffnung von „Never forever“. Dennoch lässt man sich nicht komplett auf diese Rhythmik ein und so wandert man auf vielen Pfaden, wenngleich man immer wieder auf die Grundschiene zurückkehr. Gutes Tempo welches auch hier zu animieren weiß und jeden Stubenhocker hochjagen dürfte und wenngleich man etwas breitentauglicher daher kommt bleibt biete man auch totalen Verweigerern dieser Rhythmik etwas das laut aufhorchen lässt. „Weakness in your eyes“ ist nun von einer klassischen Klaviereinleitung gekrönt und hier versprüht man schon zu Beginn viel Schmuseromantik im schwarz angehauchten Stil. Diese Schiene wird prägnant weiter verfolgt und man zaubert hier eine Ballade aus dem Hemdsärmel die nur an und ab mit kleinen Gemütsausbrüchen unterbrochen wird. Das Grundkonzept heißt aber Schmuseromantik der dunklen, melancholischen Art. Genießen und dabei die Augen schließen und sich die Gehörgänge verwöhnen lassen. Nach dieser Ruhephase wird zwar auch „Dont say a word“ etwas besonnener gestartet und dies wird auch hier etwas länger weiter verfolgt. Dennoch hat man hier nach 40 Sekunden genug und schon geht es deutlich flotter und druckvoller weiter. Dies animiert einmal mehr seinen Körper zu diesen Klängen schunkeln zu lassen bzw. gibt es auch einige Parts wo man etwas mehr Tempo in die Tanztechnik fließen lassen kann und geneigt seine Rübe schütteln kann. Gute Mixtur die sehr lecker rüber kommt und einmal mehr das Erfolgsrezept der Gesang der Fronterin ist, der für viel Furore sorgt. „The rules“ ist nun wieder mehr verspielt und wird mit vielen Erweiterungen ausgestattet und auch das gewisse Maß an bombastischen Einflüssen kommt hier zum Zuge. Diese Arrangements bringt man sehr gut auf einen gemeinsamen, ausgewogenen Nenner und dadurch wird hier ein facettenreiches, stark ausgeschmücktes Stück geboten dass mit all diesen Elementen begeistert. „Bleeding“ steht seinem Vorgänger in nichts nach, wenngleich man hier eine etwas modernere, als auch sehr erdige Spielweise gefunden hat. Der gewisse Zacken an harten Elementen wird hier durch die tiefer getrimmten Gitarren geboten, die aber immer wieder durch ruhige, sanfte Ausflüge für eine etwas längere Zeit auf die Reservebank geschickt werden. Gute Mischung zwischen romantischer und flotterer Spielweise die gut durchdacht ist. „Walk away“ beginnt von Beginn an sehr episch und auch der hymnische, symphonische Anteil kommt hier sehr stark zum Tragen. Viele Spielereien hat man hier parat und das kommt sehr farbenbunt zum Einsatz und so sorgt man mit diesen Experimenten für einen interessanten, gespannten Hörgenuss der besonderen Art. Mit einer elektronischen Einleitung eröffnet nun „Loss“, dieser Song ist auch hier von einem satten Wechselspiel gekrönt, das die Gemüter wie eine Berg und Talfahrt mitreißt. Gute Mischung von Gefühlsromantik die hier zelebriert wird und man an und ab gewaltig das Haus rockt und der Saitenhexer hier einige gewaltige Solis abliefert, die sich bestens in dieses Stück einpassen. „Far from the edge“ wird uns nun wieder in einer sehr beschaulichen Form geboten und gleich von Beginn an begibt man sich in ruhige Gewässer und in diesen verbleibt man und versprüht viel Schmuseromantik die zum Zurücklehnen und genießen einlädt. Den Abschluss bildet „Erase me“ das sehr progressive, experimentell und verzogen beginn. Guter Roher Stoff und auch die Weiterführung ist weites gehend von diesen Einflüssen gekrönt und man beendet das Album sehr experimentierfreudig und das steigert den Thrillfaktor und dennoch wissen die Helenen wie man dies ausgewogen umsetzt. Mission granted sozusagen!!!

Fazit: Gutes Dark/Gothic Album das eben wie schon einmal angemerkt Freunde von Lacuna Coil und Konsorten begeistern dürfte.

Tracklist:

01. Dreamer 4:13
02. Killing my dreams 3:51
03. Never forever 3:21
04. Weakness in your eyes 4:01
05. Dont say a word 3:57
06. The rules 4:15
07. Bleeding 3:51
08. Walk away 3:59
09. Loss 3:06
10. Far from the edge 3:36
11. Erase me 5:41

Besetzung:

Christianna (voc)
Johnny Zero (guit, synth & programming)
FXF (bass)
Petros Fatis (drums)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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