Band: Finsterforst
Titel: #YØLØ
Label: Napalm Records
VÖ: 14.09. 2016
Genre: Material – /Zeitverschwendung
Bewertung: 1/5
Written by: Daniel

Vorweg möchte ich anmerken, dass ich die letzten zwei Alben der Schwarzwald Metaller sehr schätze.
Und ich hoffe in Anlehnung des Titels dieser EP, dass man sein musikalisches Leben nur einmal mit solch einer Rohstoffverschwendung „bereichert“.

An sich ist so eine EP mit ein paar Spaßtracks und Coverversionen ja legitim. Jedoch frage ich mich, wer ernsthaft bereit ist, für diesen Scheiß hier zu blechen.
Der Opener Bottle Gods kommt musikalisch durchaus gut, auch wenn es textlich nichts neues von der Saufliederfront gibt. Zum Refrain kann man gut anstoßen, sicher.
Aber Auf die Zwölf geht einen dann eher auf den Sack. Ein weiteres stumpfes Fußballlied, welches musikalisch einige gute Ansätze hat, braucht man genauso wenig wie die thematische Fortsetzung des Openers in Hangover. Lediglich der Titeltrack überzeugt zumindest musikalisch. Der Text versaut aber den Gesamteindruck dermaßen, dass man am liebsten schon bei „Zieht den Stock aus dem Arsch, ein neuer Gott steigt auf.“, spätestens aber beim Refrain die Skiptaste drücken möchte.

Das Schlimmste ist auf diesem kulturellen Dünnschiss dann auch nicht, wenn das Bier alle ist.
(Das Die Kassierer – Cover tut auch nicht weh.)
Sondern wenn man Michael Jacksons Beat It zum gefühlt tausendsten Mal durch den Äther jagt und ich selbst Wrecking Ball im Original für besser befinden muss. Da ist man als Hörer spätestens ab dem K.I.Z. Cover Der durch die Scheibeboxxxer schon eher geneigt, zu härteren Sachen als Gerstensaft zu greifen, um bis zum (ebenfalls unspektakulären) Ende, der Eigeninterpretation von Wild Rover. durchzuhalten.

Ganz klares Fazit:
#YØLØ sollte witzig sein, macht aber keinen Spaß!

Trackliste:

01. Bottle Gods
02. Auf die Zwölf
03. #YØLØ
04. Hangover
05. Wrecking Ball
06. Beat It
07. Der durch die Scheibeboxxxer
08. Flasche leer
09. Das Schlimmste ist, wenn das Bier alle ist
10. Wild Rover

Besetzung:

Oliver Berlin – vocals
David Schuldis – guitars
Simon Schillinger – guitars
Tobias Weinreich – bass
Sebastian Scherrer – keyboards
Cornelius Heck – drums, vocals

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