Band: Medusas Child
Titel: Empty Sky
Label: Pure Steel Publishing
VÖ: 2014
Genre: Heavy/Power Metal
Bewertung: 3/5
Written by: Lex

Die Kinder der Medusa waren mir bis dato völlig unbekannt, sind aber schon einen beträchtlichen Zeitraum (bereits seit 1999) aktiv dabei, ihren melodischen Power Metal unter die Leute zu bringen. Empty Sky heißt nun der aktuelle Output, den die Promotion-Info als „kleines Meisterwerk“ bezeichnet, das vor allem Fans von älteren Stratovarius oder neueren Hammerfall ansprechen sollte. Ersterem würde ich persönlich schon eher zustimmen, während der zweite Vergleich doch etwas arg hinkt.

Da Vergleiche ohnehin immer etwas hinken, widmen wir uns lieber gleich der hier vorliegenden Musik: Die ist für Liebhaber von melodischen Power Metal sicher wert, einmal probegehört zu werden, zumal diese Genrepflanze momentan nicht allzu häufig in der metallischen Botanik gedeiht. Die Songs sind alle sehr eingängig konstruiert, vermeiden den mit Keyboard-Einsätzen oft einhergehenden Kitsch gekonnt und liefern zu den mit Hirn konstruierten Stücken cleane Vocals denen dennoch eine gewisse Power innewohnt. Für ein Meisterwerk fehlt aber die dazu nötige Portion Wahnsinn, das letzte kleine bisschen Etwas, das den Finger auf magische Weise Richtung Repeat-Taste wandern ließe. So gehen die 10 Tracks (plus Intro und Bonus) zwar alle schnell ins Ohr, und ernten live gespielt sicher verdiente Anerkennung, setzen sich aber beim heimischen Abspielen einfach nicht dauerhaft fest. Auch der handwerklich gute Gesang könnte eine Extraschippe Emotion gut gebrauchen. Anspieltipp für Genreliebhaber ist Beethovens Kiss, das durch den Einbau eines instrumentalen Zitates von besagtem Komponisten angereichert wurde.

Wir haben es mit einem durchgehend gutklassigen Album zu tun, dem leider noch das gewisse Etwas abgeht, um über eine engere Zielgruppe hinaus zu begeistern. Wer aber nicht genug von melodischen Power Metal bekommen kann, darf hier gerne mal ein Ohr riskieren. Ich kann an dieser Stelle leider nicht mehr als 3 Sterne geben, aber diese mit Fug, Recht und leichter Tendenz nach oben.

Tracklist:

01. Ipocrisia
02. Empty Sky
03. Remember You
04. Seeds I Sow
05. Credi In Dio
06. My Inner Voice
07. Slave Of Memory
08. Paradise Eternally
09. Turn Back The Time
10. Nevermore
11. Beethoven’s Kiss
12. My Inner Voice Accoustic (Bonustrack)

Besetzung:

Crow (vocals/backing vocals)
Toni Bettschen (guitars)
Cyrill Probst (guitars)
Markus Moser (bass)
Adrian Jüsy (drums)

Internet:

Medusas Child Website

Medusas Child @ Facebook

Medusas Child @ MySpace

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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