Band: Nemesea
Titel: The Quiet Resistance
Label: Napalm Records
VÖ: 2011
Genre: Modern Gothic Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Es scheint ja wieder in Mode zu sein Modern Gothic Metal Bands nachzueifern. Eine weitere Truppe aus diesem Bereich sind die Holländer Nemesea. Man mag jetzt von Einfallslos sprechen, oder gar braucht man dies noch. Völlig egal um Nemesea kommt der Modern Gothic Metaller einfach nicht drum herum. Herzerfrischend klingt das Material auf dem Silberling „The Quiet Resistance“ und dabei fällt eine amerikanische Band sofort ins Auge, nämlich Evanesence. Nicht unbegründet klingt die holländische Mannschaft nach diesen Vorreitern und dennoch muss man den Niederländern eines bescheinigen. Sie klingen deutlich frischer und ausgefeilter als die große Formation, von der man sich beim letzten Machwerk so viel erwartet hätte. Zusätzlich unterscheidet diese Band von den übrigen durch eine einzigartige Mischung aus Alternative / Modern Rock, elektronische Elemente und Hip-Hop mit einem etwas schweren Rand. Das setzt dem Ganzen noch die Krone auf und mit einem sehr gelungenen Händchen hat man all diese Ingredienzien zu einem stattlichen Süppchen zusammen gerührt. Dabei bewahrt man sich einen sehr eigeninnovativen Touch und gibt dem Ganzen durch eben die schwereren Linien den letzten Schliff.

Bis tief hinein in den Release hat man Modern/Alternative Wurzeln mit kernigen Gothic Melodien platziert und auch bei der Geschwindigkeit, als auch der Gefühlslage zeigt man ein sehr Farbenfrohes Erscheinungsbild. Stets achtet man auf das gewisse Quantum um neuer bzw. neuartig erscheinende Soundfragmente zum Einsatz zu bringen. Das steigert ungemein das Interesse an der Band, als auch dem klanglichen Material welches man auf diesem Rundling gut aufeinanderfolgend platziert hat. Besonders schmilzt man beim Gesang der Frontfrau dahin, denn diese Engelsgleiche Stimme ist einfach hochklassisch, potentiell Hitverdächtig und dadurch verleiht man gewissen Songs einen gewissen Ohrwurmcharakter. Auch von der Tonlage aus gesehen trifft diese Feme Fatale so ziemlich alles. Von engelhochjauchzend bis in den doch eher rockigen Midtempobereich macht sie ein gutes Erscheinungsbild und serviert trällert sie sich so durch das Album hindurch.

Sicher kommen die Vergleiche wie beispielsweise Evanesence, Within Temptation und Epica nicht von etwa. Dennoch schafft es die Band in ihrem Bestreben anders zu klingen und durch versierte, leicht crunchige Zwischenattacken wirkt man sehr neuartig. Somit wirkt man zu keinem Zeitpunkt abgedroschen oder gar abgelutscht. Durchaus kann man sogar von einer Revolution sprechen, denn die kunterbunte Mischung die man geschaffen hat, klingt einfach wegweisend für künftige Truppen aus diesem Bereich. Das bescheinigt selbstredend den Holländer ein hochqualitatives Potential und dieses wird nicht minder oder teilweise zum Einsatz gebracht, nein man setzt hier alles auf eine Karte und mit diesem Ass trumpfen die Herrschaften ordentlich auf. Mit trickreichen, atmosphärischen Spielereien verleiht man den Stücken mal mehr, mal weniger ein amtliches Gothic Rock Kleid und vor allem der Track „Stay With Me“ sticht dabei ganz besonders hervor. Freunde von der Vampirsaga Twilight wird das Stück umso mehr begeistern. Denn durchaus vorstellbar könnte man diesen Song als Filmmusik verwenden.

Es gibt für meinen Teil auf diesem Album keinen einzigen Schwachpunkt, denn man bietet genau das für was man steht ausgefeilten Alternative/Modern Gothic Rock der extravaganten Sorte. Reichlich wird alles zum Einsatz gebracht und dennoch ausgewogen und einfühlsam zusammengeführt. Dadurch ist keine zu verfahren Soundstraße entstanden, nein vielmehr zeigt man eine prachtvolle Soundallee der man in gedankenverlorenen Fantasien gerne entlang wandert.

Fazit: Absolut erstklassiges Album. Gothic Metaller mit modernen Ambitionen müssen das Teil unbedingt anchecken und auch reinrassigen Fans dieser Musikrichtung kann man das Album für die kalten Herbsttage wärmstens ans Herz legen.

Tracklist:

01. The Quiet Resistance 0:52
02. Caught In The Middle 4:49
03. Afterlife 3:12
04. Whenever 3:31
05. If You Could 3:53
06. High Enough 4:13
07. Say 4:04
08. It’s Over 3:59
09. I Live 4:30
10. Stay With Me 3:48
11. Rush 5:26
12. Release Me 3:39
13. 2012 5:57
14. Allein 3:58

Besetzung:

Manda Ophuis (voc)
Hendrik Jan (HJ) de Jong (guit)
Sonny Onderwater (bass)
Frank van der Star (drums)
Lasse Dellbrugge (keys & electric)

Internet:

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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