Band: Pedophile Priests
Titel: Dark Transgression of the Soul
Label: Metal Scrap Records
VÖ: 07. Dezember 2015
Genre: Death Metal
Bewertung: 3/5
Written by: Atranok

Die Band Pedophile Priests wurde 2014 von zwei in Irland lebenden polnischen Musikern gegründet. 2015 folgte das Debütalbum „Dark Transgression of the Soul“.

Schon bei der Gründung lag laut Band-Bio der Fokus darauf, extreme Musik zu machen. Umgesetzt ist das ganze in Form von wahren Gewitterstürmen, die da aus den Boxen zu dröhen scheinen. Beide Musiker scheinen ihren Instrumenten alles abzuverlangen um auch noch das letzte Bisschen Speed herausholen zu können.

Die Gitarren liefern eine große Bandbreite an Variationen ab. Mal werden langgezogene Melodieparts gespielt, dann kommt das klassische Riff zum Headbangen, zwischendurch verknotet man die Gehörgänge der Zuhörer mit wahnwitzig schnellen Fingerspielen und zwischendurch wird dann noch das eine oder andere Solo eingestreut, das eigentlich zum Versagen sämtlicher Fingergelenke führen müsste. Die Drums unterstützen die Melodiefraktion mit Blastbeats, Double-Bass-Blasts und weiteren für den Extreme-Bereich typischen Elementen – ein Fitnesstudio muss dieser Herr wahrscheinlich nebenbei nicht besuchen. Die Vocals sind im Bereich des Growlings, teilweise auch im Screaming angesiedelt und fügen sich sehr passend zum Rest des musikalischen Arrangements ein.

Die Idee, Geschwindigkeit und Brutalität als Grundlage für Musik zu nehmen, ist ja jetzt ganz nett, allerdings muss man sich eingestehen, dass das nichts Neues mehr ist und es im Vergleich doch einige Bands gibt, die das einfach besser umgesetzt haben. Stellenweise wirkt dieser Drang nach Speed leider etwas übertrieben und fehlgeleitet. So bleibt von dem Extreme-Experiment eigentlich nur eine mittelmäßige Platte über, die wohl nicht an Genre-Größen anknüpfen können wird.

Oh ja, ganz wichtig: Wer sich über die Band schlau machen möchte sucht bei Google besser nicht nur nach dem Bandnamen, sondern ergänzt diesen um „Band“ oder Ähnliches.

Fazit: Extreme Geschwindigkeit kann Musik interessant machen, ist aber leider nicht der einzige wichtige Faktor. Wer auf schnelles Geknüppel abfährt, der kann hier fündig werden, ein Allrounder ist „Dark Transgression of the Soul“ aber leider nicht.

Tracklist:
01. Presentiment of Evil
02. Czarne Xiestwo
03. Crush, Kill, Destroy
04. Crescent Guided Tributary
05. Sean Ross Abbey – Mother and Baby Home
06. Scars at the Sky
07. Nightcrawler (The Fall)
08. The Kingdom Hospital
09. Poganski

Besetzung:

Piotr „Niemiec” Niemczewski – Vocals, Guitar, Bass
Lukasz „Lucass” Krzesiewicz – Drums

Internet:

Pedophile Priests @ Facebook

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