Band: Sacred Steel
Titel: Carnage Victory
Label: Massacre Records
VÖ: 2009
Genre: Epic Power Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Die Fans des epischen True Metal werden am 23.10.09 wieder etwas zu feiern haben. Die Ludwigsburger Sacred Steel sind wieder nach einer etwas längeren Pause zurückgekehrt und haben natürlich auch einen neuen Silberling in der Hinterhand. „Carnage Victory“ nennt sich das Eisen und wird via Massacre Records pünktlich in den Läden stehen. Schon jetzt spiegelt sich beim ersten Durchlauf wieder, dass die Kuttenträger die Händler ihres Vertrauens stürmen werden, um sich den Output zu sichern. Selbiger wurde von Gerrit P. Mutz (voc), Jens Sonnenberg (guit), Jonas Khalil (guit), Kai Schindelar (bass) und Mathias Straub (drums) eingespielt und nichts bleibt für den True Metal Fan hier offen, soviel ist schon mal sicher.

Mit viel Feuer unterm hintern wird das Feuerwerk in Sachen True Metal bei „Charge into overkill“ gezündet. Nur an und ab lässt man sich zu kurzen Breaks hinreißen und somit agieren die German True Metaller im wildesten, atemberaubenden Tempo das einem die Spucke wegbleibt. Bangen im Reinheitsgebot heißt es hier und das wird hier an allen Ecken und Enden offeriert, um dies gleich im Anschluss als Fan zu praktizieren. Dennoch sollte man sich hüten, denn Nackenschmerzen sind hier schon vorprogrammiert. Mit der Hommage an den King und seine Mercyfull Fate wird mit „Dont break the oath“ weiter gemacht. Superb umgesetzt diese Verehrung und dabei muss man noch anmerken das man mit viel eigenständigem Flair dies vollzieht. Auch hier kann man weiterhin die Rübe bestens schütteln, auch wenn das Pedal dezent gelockert wurde. Es heißt also weiterhin, Bangen bis zur Genickstarre liebe Metalgemeinde. Genug der Huldigungen an den dänischen King Diamond, denn mit „Carnage victory“ marschiert die Armee der True Metal Liga wieder ganz schnell auf. Bretternde Vibes dröhnen hier, begleitet von sägenden Äxten aus den Boxen. Zwar wurde das Tempo merklich abgebremst, doch vom Midtempo ist man noch weit entfernt. Mit dem anknüpfenden „Broken rites“ steigert man sich erst nach und nach. Nach einer längeren, flotten Einleitung wird viel Melodie geboten und wie eine Explosion startet man diesen Banger und auch weiterhin steht viel Melodie im Vordergrund, und diese satten Soundeinfädelungen geben dem Ganzen den gewissen Kick. Sehr Facettenreiche Nummer aus dem Hause Sacred Steel. Passt der Truppe sehr gut und man bewahrt die traditionellen Vibes sehr gut und verbindet diese mit farbenbunten Erweiterungen. Mit einem Drumsolo wird nun „Crosses stained with blood“ eröffnet. Dieses wehrt etwas länger, doch gleich im Anschluss folgt die Initialzündung und man ackert sich wieder amtlich durchs Programm, um uns weiterhin gar nicht erst zur Ruhe kommen zu lassen. Nackenfräsende Beats rütteln bzw. hetzen uns weiterhin auf und lassen uns gar nicht aus dem Freudentaumel erwachen. Deutlich ruhigere, doomige Pfade bestreitet man mit dem folgenden „Ceremonial magician of the left Hand Path“. Man schleppt den Kadaver mit einem verschmitzten, dreckigen Grinsen hinter die eigenen Linien und startet erst nach und nach wieder einen flotteren Angriff. Im Großen und Ganzen wird das Ruder im flotteren Doombereich dominant beibehalten und liefert uns dadurch eine etwas längere, heroische Pause. Nach einem Horrosprachintro entzündet man bei „The skeleton key“ wieder ein Feuerwerk in Sachen Bangerkraftfutter und lädt zum erneuten, infernalen Abhoten bzw. Kopfschütteln bis man von seinem Nacken nichts mehr spürt. Viel Tempo und Feuer haben die Jungs in die Nummer gepackt und nur kurze Melodiesolis der Axtschwinger lassen eine Pause zu. Gleich im Anschluss rotiert der Trupp wieder wie wild um. Mit dem akustischen Zwischenintro „Shadows of reprisal“ versprüht man viel orientalisches Flair. Dieses Intermezzo bezaubert mit viel Charme und dunkler Romantik. Mit „Denial of judas (Heaven betrayed)“ knüpft man nahtlos an das Zwischenintro an und ackert mit ähnlichem Flair dahin. Auch hier kommen die bereits genannten Elemente zum Einsatz, wobei man aber diese mit viel Speed vom Stapel bricht und sich das Ganze anhört als wäre eine wilde Hore auf dem Kreuzzug in Sachen speediger True Metal. Eine sägende Maschinerie wird nun mit „Metal Underground“ vollzogen. Herrliches Stück, das hier mit langatmigen Gitarrenriffs und etwas hymnischere Klänge im flotten Soundkleid mitten in die Fresse geknallt wird. Der Rausschmeißer nennt sich „By vengeance and hatred we ride“ und der Name steht hier für das Programm was nun folgt. Eine wilde Karussell Fahrt beendet den phänomenalen Output von Sacred Steel und die Schmerzen im Genick werden wohl noch lange anhalten.

Fazit: True Metal aus deutschen Landen so wie in der Genrefan liebt. Unverfälscht und klar, muss der Verehrer dieser Richtung haben. Diana zum Einschmieren sollte aber breit stehen und natürlich die Nummer für den Notarzt!!!!

Tracklist:

01. Charge into overkill 3:46
02. Dont break the oath 3:48
03. Carnage victory 5:56
04. Broken rites 5:46
05. Crosses stained with blood 4:57
06. Ceremonial magician of the left Hand Path 5:05
07. The skeleton key 5:34
08. Shadows of reprisal 1:34
09. Denial of judas (Heaven betrayed) 5:25
10. Metal Underground 4:23
11. By vengeance and hatred we ride 5:16

Besetzung:

Gerrit P. Mutz (voc)
Jens Sonnenberg (guit)
Jonas Khalil (guit)
Kai Schindelar (bass)
Mathias Straub (drums)

Internet:

Sacred Steel Website

Sacred Steel @ MySpace

Sacred Steel @ Last FM

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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