Sage – Anno Domini 1573

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Band: Sage
Titel: Anno Domini 1573
Label: Rockshots Records
VÖ: 21/09/2018
Genre: Power Metal
Bewertung: 3/5

Keyboard-trächtiger Power Metal europäischer Prägung gehört heute ja nicht mehr zu den beliebtesten Stilprägungen, nicht zuletzt da viele derartige Kapellen echt zum Fremdschämen sind.

Im Deaf Forever beispielsweise – da können sich die Kroaten sicher sein – wird dieses Debüt garantiert gnadenlos durchgewatscht.

Gewisse Stilmittel (vor allem auf dem Keyboardsektor) und das ausbaufähige Songwriting laden auf „Anno Domini 1573“ auch durchaus zu Kritik bis Häme ein. Trotzdem: Für einen unbeschriebenen Newcomer haben die Jungs ihr Albumkonzept gut umgesetzt, so dass (wenn man sich auf die historische Handlung einlässt) durchaus ein gewisses Storytelling-Feeling aufkommt. Zudem schaffen es Sage, im Gegensatz zu vergleichbaren Bands, ganz klar im Metal verwurzelt zu bleiben, und halten den Bombast streng im Zaum. Es ist nur bei weitem nicht so packend, wie es sein könnte und sollte, um den Hörer bei der Stange zu halten. Die 56 Minuten können dann verdammt lang werden.

Ein Track wie „Man Of Sorrow“ repräsentiert die Band ganz gut: Der Song ist grundsätzlich spannend ausgebaut, mit interessanten Elementen und gutem Chorus, verpasst dann aber etwa nach dreieinhalb Minuten seinen Höhepunkt, weil er schlicht unnötig in die Länge gezogen und mit überflüssigen Elementen wie diesem seltsamen Klagegesang aufgeblasen wird.

Man hat sich hier vielleicht etwas zu viel für den Einstand vorgenommen – trotzdem lässt sich das Gehörte durchaus auf größere Taten in der Zukunft hoffen.

Tracklist

01. Rivers Will Be Full Of Blood
02. Rebellion
03. Wolf Priest
04. Dragon Heart
05. Two Souls
06. Blacksmith’s Tale

07. Man Of Sorrow
08. Join Us
09. Treason
10. Battle
11. Heaven Open Your Gates

Besetzung

Davor Bušljeta (Vocals)
Enio Vučeta (Guitar)
Marko Karačić (Bass)
Branimir Habek (Guitar)
Andrej Božić (Keyboards)
Goran Mikulek (Drums)

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.