Band: Scargod
Titel: Stay in Track
Label: 7hard Records
VÖ: 16.06.17
Genre: Symphonic/Melodic Extreme Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Scargod - Stay in Track album artwork, Scargod - Stay in Track album cover, Scargod - Stay in Track cover artwork, Scargod - Stay in Track cd coverDie symphonische Extreme, keine andere Truppe vermochte dies dermaßen breitbandig vielfältig hinzubekommen, wie die Österreicher Scardgod. Nicht unweit vom idyllischen Zeller See, scherzhaft oft mit Unkenrufen Selamsi betitelt hockt nicht in einem trüben Kämmerlein der Mastermind Dr. Maze Pain und tüftelt beharrlich an Experimenten und Soundversuchen. Was bei vielen anderen Musikern oftmals in einem schier unübersehbaren Universum sich verirrt, bringt der gute Maze mit seiner Band Scardgod bestens zu Protokoll. Bereits der Vorgänger ließ laut aufhorchen und wurde breit gefächert von den Szenekennern hochgeschätzt und bejubelt. Die Stilrichtung, welche die Truppe einschlägt ist nicht locker vom Hocker zu schubladisieren. Alles ist möglich und dies ist das Scargod Lotto. Jeder Metalfan kann hier zum Gewinner werden, wenn er sich mit dem Sound der Truppe beschäftigt. Enttäuschung oder gar Langeweile kommt zu keinem Zeitpunkt auf und dies darf man als begeisterter Scargod Fan im neuen Jahr erneut kundtun. Facettenreich par Excellence wurden viele Sound-Experimente zu einem guten Potpourri zusammengemischt.

Es mag eventuell derart bloß mir vorkommen, aber kennt noch jemand die leider aufgelösten Stigmata, Stygma IV? Warum ich das Frage? Nun ganz einfach, weil der Opening Track „Collapsing Obligation“, vom melodischen, symphonischen Anteil genauso ins Gehör schlittert. Dass man vom Grundgedanken nichts jetzt mit den aufgelösten Österreichern zu tun hat dementiert man mit harschen Growls und Black, sowie Death Metal Einschlägen. Wolfgang Rothbauer dieser Name ist Programm, der Thirdmoon, In Slumber, Godhatecode, ex-Edenbridge, Zombie Inc., ex-Disbelief, Eisblut usw. Recke ist ein guter Griff gewesen und stand wohl dem guten Maze mit Rat und Tat zur Seite. Dies hört man innerhalb gewisser Stücke stark raus, weil die rasanten Death Vibes, stark ans Händchen des Herrn Rothbauer erinnern. Ein starkes Duo hat sich hier gegenseitig gut unterstützt und dies kommt dem Gesamteindruck der Songs prächtig zu gute.

Heraus gekommen ist ein prächtiges Gemisch mit vielen Spielereien in allen Facetten des Death, Melodic und Black Metal. Kann an sich ja gewöhnlich klingen, tut es im Falle von Scargod Beiweiten nicht. Die extremen Anstrengungen, sowie Überlegungen haben sich allemal ausgezahlt und der Mastermind mitsamt seinen Helfern darf sich auf die Schultern klopfen. Die weiten des Metal Universum mag er mit seiner Rakete aufsuchen, doch stets auf nachvollziehbaren Kurs.

Geschmackvoll aufbereitet muss man jeden Track gierig aufsaugen, denn die gebotenen Klangexperimente entfalten sich selbst nach dem x-ten Durchlauf neu. Besonders „Code – Thou Shalt Kill“ mit der tollen Clear Stimme von Jan Vacik (Serious Black, ex-Dreamscape) ist prächtig progressiv gefächert, sodass man vor lauter Genuss nicht weiß wie häufig man den Song abspielen soll. Dies liegt hingegen nicht ausschließlich am Sound, sondern auch an der Wahnsinns-stimme des Tschechen, welcher sich mit den Growls und Shout-gesängen einen massiven Battle liefert.

Die Fusion aus purer Härte, gekonnten Griffen in die Symphonic und Bombast Trickkiste, sowie ausufernden, allerdings nicht nervenden Wechselschritten ist den Teilnehmern für dieses Album mehr als nur geglückt. Die Klangexperimente aus der Scargod-feder ist ein Kunstwerk, welches seinesgleichen sucht.

Zu guter Letzt muss meine Wenigkeit abseits des ohnehin schon tollen Sounds dem Metaliebhaber nochmal darauf hinweisen, dass die Hälfte der Einnahmen egal ob online oder als CD gekauft, an DEBRA Austria gestiftet werden. Es ist dies die Hilfsorganisation, die sich für eine bessere medizinische Hilfe für die so genannten „Schmetterlingskinder“ einsetzt. Also kaufen Leute und unterstützen.

Fazit: Nicht allein wegen der Spendensammlung, wenngleich man das ohnehin schon vollstens unterstützen muss, sollte man sich als tiefgründiger und eifriger Metalsucher sich dem Werk widmen. Der Sound in all seinen dunklen und hellen Facetten geht tief unter die Haut und macht süchtig.

Tracklist:

01. Entrance To Subjugation 1:24
02. Collapsing Obligation 6:19
03. Mainstream Centipede 5:08
04. Code – Thou Shalt Kill 5:25
05. Cognitve Dissonance 3:39
06. Consummed With Envy 5:05
07. The Inhumanity Of The Tragedy 4:48
08. Scars Of God 5:17
09. Whorses Of Boundaries 4:53

Besetzung:

Dr. Maze Pain (bass, clean & acoustic guit, add. piano, programming)
Wolfgang Rothbauer (screams, grunts & voc

Special Guests:

George Haigaz Yildizian (guit)
Malthus Unholytoxicomaniac (drums, all guit on Whores Of Boundaries)
Dominik Sebastian (lead overdubs, lead & solo guit)
Jon Soti (clean voc)
Mario Lochert (add. bass on Entrance To Subjugation)
Jan Vacik (clean voc on Code: Thou Shalt Kill)
Jürgen “Eerie” Klier (orchestral songwriting & arranging)

Internet:

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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