Band: Spitfire
Titel: Die Fighting
Label: EMI
VÖ: 2009
Genre: Traditional/Power Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Liebhaber des traditionellen Metal sollten nun genau aufpassen, denn genau für selbige habe ich heute was parat. Die Truppe nennt sich Spitfire und stammt aus Athen Grichenland. Das dort noch die Uhren anders ticken weis man, denn der Status dieses Genres wird am südlichen Zipfel von Europa sehr groß und dick geschrieben. Die Band selbst werkelt seit 1984 in der Szene und sind somit alte Hasen im Geschäft. Dennoch konnte man bis dato nur 4 Scheiben der Metal Welt kredenzen. Unter dem Banner von EMI haben nun Alex Balakakis (voc), Elias Loginidis (guit), Panos Hatzioannidis (guit), George Velentzas (keys), Nick Michalakakos (bass) und Mark Cross (drums) nach 11 Jahren ein neues Machwerk für die Fans parat das vor Kraft und schönen Power/Melodic Melodien nur so strotzt. Der Output nennt sich „Die Fighting“, nun denn „Fast n your Seat Belts please“

Sehr heroisch startet man das Machwerk mit „The King of The Mountain“. Donnernde Power Metal Rhythmen geben sich hier mit etlichen melodischen Spielereien die Hände. Durch den Hymnenfaktor erinnert das Stück sehr stark an ältere Tracks aus dem Hause Virgin Steele, was auch an der wechselnden Stimme (Reibeisen hinüber zu sanft) des Fronters liegt. Mit ruhigen klassischen Klavierklängen wartet man nun zu Beginn von „Gates of Fire“ auf, auch etliche orchestrale Spielereien wurden hier im Hintergrund eingebaut und man geht es zunächst sehr doomig an. Erst nach und nach findet man zurück zu einer etwas flotteren Geschwindigkeit. Trotzdem den hymnischen Midtempobereich verlässt man kaum und auch einige rauere Elemente lässt man hier mit Freuden durchdringen. Der Gesang verbleibt weites gehend im rauen Bereich und wird nur durch klare Chorrefrains abgelöst. Die Komplettierung findet man durch den symphonischen Hintergrundsound, den man sehr gut und ausgewogen in Szene gesetzt hat. Etwas knackiger und moderner geht es nun mit „Underground“ weiter. Deutlich teutonischere Klänge dröhnen hier aus den Boxen, was man aber nur der Rhythmusfraktion zuschreiben kann, denn der Sänger begibt sich in Richtung Judas Priest, was am sehr hohen Gesang desselbigen liegt. Macht aber nichts, denn auch im Fährwasser der Metal Götter hat man sein auslangen gefunden und kann durch einen Bangertrack Par Excellence überzeugen. Weg von der reinen Tradition des Teutonen Stahl und hinüber zu Symphonischen Bombastklängen heißt es nun bei „Die Fighting“. Sehr wuchtig was man hier zusammengesetzt hat, vor allem die Streicherarrangements begleiten uns durch den kompletten Song, den man mit treibenden Power Metal Riffs ausgestattet hat. Zur Anreicherung haben die Griechen noch etliche melodische Spielereien parat und das ganze ist ein ordentliches Brett, welches nicht etwa zu kitschig klingt. Nein durch eine weitere hymnenhafte Ausrichtung hat man einen Song zum Fäuste strecken und leichtem Mitbangen geschaffen. Viel Windgeheul läutet nun „Icarus“ ein, welches ein gutes und sanftes Stück geworden ist. Auch in besonnen Ecken wissen die Herrschaften wie man überzeugen kann. Zwar hat man eine gute Ballade geschaffen, für die Verhinderung des zu großen Kitschfaktors packt es der Fronter recht rau an, was dem Ganzen noch eine gewisse Note verleiht. Düster und schaurig schiebt man nun „Macedonia“ nach. Nach dieser Einleitung gibt es nun deutlich flottere Kost am Silbertablett, ein ordentlich stampfendes Stück hat man hier mit vielen Chorgesängen und etlichen Melancholischen Gesängen drauf gepackt. Durch diese Mischung und der Symphonischen Klänge hat man einen sehr monumentalen Song geschaffen, der einem runter geht wie guter Jahrgangswein. „Taste The Fire“ startet man erst mal sehr rockig und mündet erst nach etlichen Minuten in den stampfenden, heroischen Midtempobereich zurück. Dort angekommen kann man sich an den Hymnenhaften Vocals und Chören kaum satt hören, denn wer vielleicht meinen könnte hier wird man von zuviel Bombastkitsch erschlagen der ist hier am Irrweg. Schön rein und unverfälscht in bester Power Tradition wurde hier alles zusammengezimmert. Etwas knackiger und flotter schieben Spitfire nun „Danger in the World“ nach. Etwas traditioneller wird hier im flotten Stil gerockt was diese Jungs recht Crossover erscheinen lässt. Auch viele amerikanische Einflüsse gewisser Rockbands hat man hier eingearbeitet, welche sich sehr gut mit den restlichen vereinen lassen. Zwar eher untypisch wenn man die Vorgänger hört, macht aber nichts denn dieses Rockstück sprüht mit viel Charme nur so um sich. „I’m Ready“ startet zwar sehr balladesk und dies behält man auch weites gehend bei, aber nach 2 Minuten bricht man öfters stampfend durch. Die orchestralen Arrangements und Klavierklänge im klassischen Stil sind eine weitere Bereicherung und garantieren einen sehr guten Hörgenuss. Mit viel Groove startet nun „Release Power“, doch diesen Bereich ersetzt man nach etlichen Sekunden durch sehr temporeiche Teutonen Stahl Rhythmen, die mich ein weiteres Mal an gewisse ältere Track von Virgin Steele, auch wegen des Gesangs erinnern. Klarer und mit viel mehr Melodic Metal im Blut knallt man uns nun „Everlasting Love“ vor den Latz. Mit etlichen treibenden Rockrhythmen dröhnt das Gespann daher und auch der Bangerfaktor kommt hier nicht zu kurz. Der reguläre Abschluss findet durch den stampfenden Rocker „Fool Enough“ statt. Viele Tempo und Solispielereien hat man mit etlichen sanften Ausbrüchen zusammengetan und somit hat man eine gute Abrundung für ein enormes Langeisen geschaffen. Die Zugabe gibt es in Form eines Acoustic Medley welches man live 2006 im Gagarin Club, Athen aufgenommen hat „Tears Whispers, Walk Alone“ hat man es betitelt und ist recht nett im besonnenen Bereich anzuhören.

Fazit: Bemerkenswerter Output für alle Power Metal Liebhaber. Kann man nur hoffen das sich die Herrschaften nicht wieder 11 Jahre Zeit lassen, um den nächsten Silberling nachzuschieben.

Tracklist:

01. The King of The Mountain
02. Gates of Fire
03. Underground
04. Die Fighting
05. Icarus
06. Macedonia
07. Taste The Fire
08. Danger in the World
09. I’m Ready
10. Release Power
11. Everlasting Love
12. Fool Enough
13. Acoustic Medley (Live 2006 @ Gagarin Club, Athens)

Besetzung:

Alex Balakakis (voc)
Elias Loginidis (guit)
Panos Hatzioannidis (guit)
George Velentzas (keys)
Nick Michalakakos (bass)
Mark Cross (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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