Band: Street Legal
Titel: Bite the Bullet
Label: Frontiers Records
VÖ: 2009
Genre: Hard Rock
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Traditioneller Metal/Rock scheint ja in diesen Tagen eine Hochkonjunktur zu feiern. Was vor allem erfreulich ist, ist die Situation dass auch viele junge Fans sich diesen Klängen immer mehr hingezogen fühlen. Street Legal aus Norwegen dürfte genau das richtige für Fans dieser Richtung sein. Viel 80er Rock Spirit versprühen Bjorn Olav Bol Lauvdal (drums), Ken Ingwersen (guit) und Bjorn Boge (voc & bass) auf ihrem neuesten Machwerk „Bite the Bullet“. Eigentlich arbeitet die Truppe seit 1990 aber erst ein Machwerk hat man 2000 in Form von „Thunderdome“ auf das Metal/Rock Volk losgelassen. Via Frontiers Records will man wohl einen zweiten Frühling feiern.

Eine schöne stampfende Rockhymne mit dem Namen „Loading Up“ erschallt als Track Nummero Uno. Hier bekommt der geneigte Fan bestes, erdiges Rockkraftfutter mit etlichen, fröhlichen Chorlines. Macht richtig Fun und das 80er Feeling wird dabei authentisch rüber gebracht. Eigentlich muss man sagen trotz der Beheimatung klingt alles sehr amerikanisch, was wohl auch beabsichtigt war. Etwas stampfender und mit etlichen sanften Wechseln wartet man nun für uns bei „Somebody Up There Likes Me“ auf. Zwar kommen etliche verträumte Klänge zum Einsatz, diese werden aber im etwas temporeicheren Refrainteil abgelöst. Schön old schoolig erschallt nun „Unconditional Love“, welches viele Eckpfeiler zu Thin Lizzy hinterlässt, was man getrost dem Seitenhexer zuschreiben kann. Doch auch hier gibt es vermehrte Wechsel in ruhigere Gefilde. Doch der flottere Rockanteil hat hier eindeutig die Oberhand gewonnen. Sehr hart und rau galoppiert nun „Warriors Of Genghis Khan“ daher. Schretternde Gitarrenriffs begleiten hier einen sehr rauen Gesang und dadurch hat man eine gute Nummer zum Abhoten geschaffen, auch wenn man die Spielzeit ruhig etwas länger rauszögern hätte können. Nun gibt es nach dem flotten Vorgänger mit „Shadow In My Heart“ etwas für den besonnenen Genuss. Eine sehr balladeske Ausrichtung hat man hier gefunden und selbige wurde noch mit etlichen Streicherarrangmentes verfeinert. „Bite The Bullet“ ist nun wieder von einem anderen Kaliber geschnitzt. Hier röhrt die Truppe wieder ordentlich rau, stampfend daher auch einige Southern Elemente hat man eingearbeitet und dadurch klingt alles sehr farbenbunt. Sehr speedig geht es nun bei „Starship Trooper“ zu. Zwar kommen etliche Breaks zum Einsatz, aber im Großen und Ganze überwiegt der flottere Anteil. Auch „Trapped“ schiebt man mit einem sehr flotten Soundkleid nach. Feinster Riffstahl der hier aus den Boxen dröhnt. Zwar ähnelt das Ganze dem Vorgänger, steht aber als völlig eigene Fortsetzung da. Dafür gibt es feinste und klare Rockklänge für den Gehörgang. Mit einem orientalischen Glockeschlag wird nun „The Battle Of Kringen“ eingeläutet. An diesem Feeling hält man auch weiterhin fest und dadurch hat man einen sehr guten Klangteppich zum Beginn des Tracks geschaffen, bevor es nach etwa einer Minute flotter weiter geht. 80er Rock Stahl wie er im Buche steht und auch einige Gitarrenlinien erinnern nun etwas mehr an etliche NWOBHM Legenden. Schade dass der Fronter hier keinen Beitrag in Form seiner Stimme leisten darf hätte das Ganze sicher noch um Ecken aufgewertet, so hat man ein recht gutes Instrumentalstück geschaffen das an alte Tage im Bereich des Rock/Metal erinnert. „Maniac“ beschert mir ein breites Grinsen, genau vor etwa einem Jahr erschien das Album von Firewind wo ebenfalls dieses Flashdance Cover drauf war haben nun die Norweger ebenfalls den Schritt gewagt. Muss sagen super Version, wenn auch diese Burschen die Keyboardelemente fast komplett außer acht gelassen haben. Leute hier heißt es raus aus dem Sessel und schwingt das Tanzbein. „Silent Tear“ ist nun ein sehr ruhiger Ausklang geworden, der aber äußerst düster beginnt. Nach der etwas längeren Eröffnung hat man ans Ende eine richtige Hymne gestellt, die immer wieder von der ruhigen Ecke aus ausbricht und vor allem bei den Ausreißern gibt es amtliche Riffs und Solis die einem auf der Zunge zergehen. Vor allem erinnert mich hier die Formation an etliche Midtempo Tracks von Ozzy Osbournes Album „The Ultimate Sin“. Auch wenn Bjorn jetzt nicht so raunzt wie der Prince of Darkness

Fazit: Old School Rock/Metal allererster Güte, wer auf diese Ausrichtung steht sollte sich schon in die Startlöcher begeben bis das Album erscheint.

Tracklist:

01 Loading Up 4:10
02 Somebody Up There Likes Me 3:57
03 Unconditional Love 4:07
04 Warriors Of Genghis Khan 2:45
05 Shadow In My Heart 5:15
06 Bite The Bullet 3:46
07 Starship Trooper 5:14
08 Trapped 4:45
09 The Battle Of Kringen 5:03
10 Maniac 4:21
11 Silent Tear 6:10

Besetzung:

Bjorn Olav Bol Lauvdal (drums)
Ken Ingwersen (guit)
Bjorn Boge (voc & bass)

Internet:

Street Legal Website

Street Legal @ MySpace

Share.

About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

Comments are closed.

Diese Website nutzt Cookies. Bitte beachten Sie unsere Datenschutz-Erklärung

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close