Band: Tempesta
Titel: Roller Coaster
Label: Fastball Music
VÖ: 2014
Genre: Rock
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

20 Jahre und kein bisschen leise? Ja heilige Scheiße hab ich hier etwa wirklich was verpasst. Zu meiner Schande ja habe ich, denn die Swiss Rocker von Tempesta sind echte Rockgötter und klingen kein bisschen nach Schweiz oder den dort beheimateten großen Bands. Ja unglaublich was man hier mit „Roller Coaster“ aus dem Zauberhut gehievt hat. Fetter Rock ‚n‘ Roll tschingelt hier aus den Boxen und wurde mit einem sehr spitzfindigen Wissen durch urtypische Rock Attitüden vermischt. Vergleichbar? Nun eigentlich mit niemanden, denn die Burschen legen hier ein Spiel aufs Bankett das vor eigenen Innovationen nur so strotzt. Vor allem mit dem Opener knallt man alle Sicherungen raus und da wäre ja schon fast alles gesagt. Nun dass ein Album nicht nur an einem Stück hängt ist klar, doch auch die restlichen Tracks sind so dermaßen genüsslich aufzunehmen, sodass man einfach nicht ruhig dasitzen kann. Ob nun etwas Midtempo artige Klassiker, wie das superbe „Heartache“, welches etwas an eine Southern Rock verwurzelte, idyllische Five Finger Death Punch Nummer erinnert, oder das hypermoderne, sehr funkige „Drag You Down“ (vor allem die feat J.K. erinnert so dermaßen an Kid Rock, dass es eine Freude ist) die Jungs aus der Schweiz sind einfach unglaublich Facettenreich. Solche Truppen haben bei mir alle Türen offen und werden aufgesaugt, wie eine Droge. Sehr viel Ansteckungsgefahr und das folgende süchtig werden sind bei der Formation einfach ein Garant für einen Megaseller. Da kann man wirklich nur hoffen, dass die Truppe nach den 20 Jahren einen dermaßen großen Hype einfährt, denn anders kann ich das nicht betiteln. Dies, was nämlich Tempest abgeliefert haben ist einfach göttlich und ist einfach mehr als nur die volle Punktezahl. Warum? Nun so viel Energie und eine breite Verwurzelung und die Zusammenführung ist einfach dermaßen grenzgenial, sodass man einfach nicht anders kann als frohlockend durch die Wohnung zu hüpfen. Eine Stimmung jagt die nächste und das gute aneinander-fädeln der Stimmungsparameter ist den Schweizern sehr gut gelungen. Rhythmisch wird wie erwähnt eine breite Facette ausgepackt und eben die Zusammenführung ist einfach super ausgefallen. Das Potential und der Pegel werden weiterhin sehr hoch gehalten und das Resultat der langen, anstrengenden Arbeit hat sich einfach ausgezahlt. Das Endergebnis ist einfach in Megaseller, welcher in keinem Rockhaushalt fehlen darf. Ansteckende Tracks und viele spritzfidele Fragmente feuert man am laufenden Band ab und das ist einfach eine langanhaltende, mit viel Wiedererkennungswert behaftete Scheiblette, welche nicht unerhört bleiben sollte.

Fazit: Was soll man sagen, außer saugeil ich hab einen Ohrgasmus? Eigentlich nichts mehr, dennoch meine lieben Swiss Rocker 20 Jahre ohne euch werde ich wohl nicht nachholen können. Grenzgeniale Rock Partition, welche an vielen Bahnhöfen Halt macht. Ein breites Publikum wird hier von vorne bis hinten verwöhnt und lässt einfach keine Fragen und Wünsche offen.


Tracklist:

01. Swallow The Saint
02. Heartache
03. Roller Coaster
04. Rockstar
05. Cheap Trick
06. Drag You Down
07. Heart’n’Soul
08. Feels Like Yesterday
09. Beer On The Table
10. Bottom Line
11. Better Being You
12. Cry For Help
13. Drag You Down feat. J.K.

Besetzung:

Reto Thalmann (voc & guit)
Pascal Fuchs (guit)
Ruedi Kälin (bass)
Armin Brühwiler (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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