Tortuga – Pirate’s Bride

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Published on August 11, 2016 with No Comments

Band: Tortuga
Titel: Pirate’s Bride
Label: Selfreleased
VÖ: 31.08.15
Genre: Heavy/Power Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Das Piraten Image ob bei Filmen oder in der Musik ist ja jetzt nicht mehr so Neues. Wohl aber kommt es immer wieder darauf an was man daraus macht. Eine weitere Band auf einer freibeuterischen Musikbarkasse sind die Herrschaften von Tortuga. Image und Stil, da klingelt es bei jedem Alteingesessenen Metaller. Vor allem in Richtung Rolf und seiner Nussschale Running Wild. Wohl muss man aber dieser Piratenmannschaft eines attestieren. Sie geiern oder eiern den in den 80ern stecken gebliebenen Möchtegernpiraten nicht nach. Während die letzten beiden Running Wild Alben mehr Blech als Gold waren, haben sich immer mehr Bands aufgemacht, um das Zepter an sich zu reißen. Unter diese Riege gehören auch Tortuga. Mit weiblichen Gesang und leichteren Folkeinlagen hier und da kommt das Ganze einfach frischer ins Gehör und weiß sich ordentlich fest zu harken. Besonders kommt dies beim Song „Pirate Song“ besonders stark zu Geltung. Vor allem der Folk Faktor.

Die Heavy Metal Roots mögen vielleicht auch eher Old School lastig sein und vor allem Gesanglich erinnert das an ein frisches Potpourri aus eben Running Wild, aber auch Zed Yago. Also wäre diese Band zum Ende der 80er gestartet, so wären diese heute wohl Megaseller. Warum? Nun auch wenn es sich um eine jüngere Band handelt, vermögen sie ein sehr ausgefeiltes Gemisch zu bieten.

Image, wie auch die Leder-Nieten lastige Stimmung wird gut aufgegriffen und man präsentiert sich als wahre Perle. Das weiß den traditionellen Metaller zu gefallen und wird wohl nicht mehr auf der Jolly Roger anheuern, sondern mit Tortuga in die Tortuga Bay segeln.

Alle Klischees werden gut gehalten und klingen dann musikalisch nicht überstrapazierend. Die Piratengeschichte passt somit und wirkt nicht kitschig oder gar überstilisiert. Musikalisch wie gesagt werden gute Kerben geschlagen und vor allem die rauen Gitarrenriffs gehen amtlich ins Gehör. Das hier auch nicht das gewisse Quantum an verspielten Melodien fehlen darf ist klar und diese donnern dann auch als Abwechslung hervor.

Die Piratenmannschafft versteht es sich hier in Szene zu setzen und ihre Art des Piraten Metal vorzulegen. Die Fregatte wurde dabei mit viel frischem Blut gewienert und die Totenkopfflagge weht ehern im Wind. Das macht es aus und somit überzeugen die Piraten(innen) auf ganzer Front. Ob Stimmungslage, Mixtur, oder auch die Innovation, man begibt sich nicht ins kopierende Lager, sondern lässt einfach die ungestüme Eigenständigkeit walten und das halt sich wahrlich ausgezahlt.

Fazit: Tja ob Tortuga die alten Helden über die Planken jagen werden weiß ich nicht. Fakt ist aber, dass sie was das Image und die ausgefeilte Musik betrifft einen sehr starken Gegner bekommen haben.

Tracklist:

01. The Beginning 01:08
02. Ready for Boarding 04:20
03. Black Jack 03:09
04. Land Ho 03:49
05. Silence Before the Storm 03:25
06. Captain’s Crew 03:11
07. Tortuga Island 03:41
08. Pirate Song 04:20
09. Under the Curse 05:23

Besetzung:

Sir Blackbeard (guit)
Captain Mary Read (voc)
Woodleg Willy (drums)

Internet:

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About Robert

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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