TORTUGA – When The Shit Hits The Fan

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Published on April 01, 2018 with No Comments

TORTUGA – When The Shit Hits The Fan

Band: Tortuga
Titel: When The Shit Hits The Fan
Label: Selfreleased
VÖ: 30.03.18
Genre: Heavy/Power Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

tortuga-when-the-shit-hits-the-fan-album-artworkDas Piratenschiff der Tortuga Mannschaft kapert immer noch im Saarländerraum von ihrer Hafenstadt Dillingen aus. Erneut kredenzen uns die Pirate Metaller aus Süddeutschland Genre triefendes Material, welches meiner Meinung nach als flotte Neuaufwertung des Genres gilt. Wurden Zed Yago mit dem Rauswurf von Jutta zu Grabe getragen, so könnten die Herrschaften aus Dillingen durchaus nach dem Piratenzepter greifen. Der Sound und die Ausrichtung gehen vermehrt in diese Stilnische, wenngleich die Mannschaft um Captain Mary Read nicht geradeso theatralisch ins Gefecht geht. Die Geschütze auf der Tortuga Fregatte sind gespickt mit lockeren Mischgranaten aus Heavy und Power Metal Pulverfässern.

Gestärkt mit reichhaltigem Melodie Grock wird das Konzept vorangetrieben und die Mannschaft ist seit ihrem letzten Output nicht stehen geblieben. Gewiss muss sich die Piratenvereinigung schön langsam um einen besseren Regeldreher umschauen. Jener, welcher das Mastering auf diesem Output getätigt hat, ist selbstverständlich ein brauchbarer Gesinnungsgenosse, jedoch benötigen für die weiteren Kaperfahrten einen weitaus wuchtigeren Sound. Verdient hätten es sie sich allemal, den Rest erledigen die Piraten Metaller mit stilvollen Mischelementen die eine gute Vermischung ausmachen, selbst aus dem Folk Bereich wurden gute Zutaten mit eingebaut.

Somit klingt die neueste Schatzkiste, welche von Tortuga geborgen wurde, nicht wie eine Vielzahl der über polierten Mitpiraten der Musikszene. Frische, eigene Elemente zusätzlich wurden eingebaut und lassen gute Stimmung quer durch das Album hindurch zu. Zwischen Fäuste reckenden Fragmenten und steiferen Power Metal Vibes und daraus resultierenden Banger-Elementen ergeben eine knackig-bunte Färbung, die für Laune sorgt.

Die Piraten aus dem Saarländerraum haben es erkannt, es muss nichts tausendmal durchgekaut werden. Wenn es Laune macht und gut anzuhören ist, dann ist es gutes Piratenkraftfutter und das haben Tortuga erneut gut vereint. Was der Band zu einem breiteren Durchbruch noch fehlt, ist der massive Druck seitens der Produktion, dann könnten die Songs wesentlich besser ihren Spirit entfalten.

Fazit: Guter Pirate Metal lässt abermals jeden Leichtmatrosen zu den Klängen über die Planken der Tortuga Fregatte hechten. Locker und mit vielen frischen Elementen zwischen Heavy/Power und Folk Metal wird kraftvoll und sinnvoll vereint jongliert!

Tracklist:

01. Pirates Ahead
02. Gold And Glory
03. Tortuga Inn
04. Pirates Of The Sea
05. Appearances Are Deceptive
06. Ghost Dance
07. I Am Sick Of This Shit
08. What The Fuck
09. Dead Man’s Chest

Besetzung:

Captain Mary Read (voc)
Sir Blackbeard (guit)
Jack The Knife (guit)
Woodleg Willy (drums)

Internet:

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About Robert

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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