Band: Toxicrose
Titel: Total Tranquility
Label: City Of Light Records
VÖ: 16. Mai 2016
Genre: Heavy Metal / Glam Rock
Bewertung: 2,5/5
Written by: Lazer

Die 2010 gegründete Glam Rock / Heavy Metal Band Toxicrose aus Schweden, geben mit „Total Tranquility“ ihr Debütalbum preis. Weitere Outputs der Schwedischen Glam Rocker waren die aus dem Jahre 2012 datierte EP „Toxicrose“ und die Single „Don’t Hide In The Dark“ aus dem Jahre 2013. Nun aber kommt ihr erstes Full-Length Album, auf dem uns die Stockholmer zehn Tracks präsentieren.

Wenn man sich die Aufmachung des Internetauftritts und die im Promopaket mitgesendeten Fotos ansieht, könnte man fast Angst bekommen. Posen die Mannen rund um Sänger Andy Lipstixx doch glatt in dezenten, BDSM-Style angehauchten, schwarzen Ganzkörperverhütungsmittel, verziert mit Metallringen, Nieten, Nägel und einem eindrucksvollen Eierbecher (zumindest was den Sänger angeht).

So lange man das Album „Total Tranquility“ nicht anwirft, könnte man wirklich glauben, entweder man schaltet sogleich eine dieser katastrophalen finnischen Black Metal-Kapellen ein, oder man hat sich auf Google doch im Link geirrt, und man ist auf einer dieser pornorösen Fetischseiten gelandet.

Wenn man dann aber die Tracks von Toxicrose anlaufen lässt, schwindet dieser ominös böse Eindruck recht schnell. Alles nur Show. Welchen Zweck diese Show erfüllen möge, entzieht sich jedoch meine Kenntnis, denn weder mit Heavy Metal, noch mit Glam Rock ist diese Aufmachung kompatibel.

Nichts desto Trotz, rocken sich Toxicrose 50 Minuten durch das Ausgabegerät. Das wiedergegebene Songmaterial kann getrost den beiden eben angesprochenen Genren (Heavy Metal/Glam Rock) zugeschrieben werden.

Nach dem Ersten Durchgang stellt sich aber dann dennoch leichte Ernüchterung ein. Die Songs mögen im Ansatz recht gut arrangiert sein, jedoch fehlt im Songwriting entscheidendes. Nämlich Kraft, Power, Durchschlagskraft und Energie.
Auf den zehn Tracks schaffen es Toxicrose leider nicht, aus den teilweisen Funken ein loderndes Feuer zu entfachen. Immer wieder versagen sie an Schlüsselstellen, an denen man (anfangs noch) glaubt, später jedoch schon hofft, dass genau JETZT die Fahrt losgeht. Nein, sie bleiben ihrem behäbigen Stil treu und scheuen jegliche Art von Kraft. Lediglich bei „Reckless Society“ merkt man, dass die Schweden doch auch anders können. Genau diese Art hätten wir hier nur zu gerne viel öfter gehört. Der Titelsong „Total Tranquility“ besitzt leider auch Höhen und Tiefen wie die übrigen Songs, sodass man nicht
genau sagen mag, ob dieser Song das Prädikat Titelsong verdient hat. Hätte in diesem Falle auch jeder andere auf dieser Scheibe den Titelsong geben können.

Mein Fazit: Abgesehen von der Aufmachung, ist an „Total Tranquility“ leider nichts mehr bombastisch. Toxicrose quält nicht nur sich selber durch zehn Tracks, die lascher nicht sein könnten. Jedoch blitzen stellenweise ihre kräftigen und besseren Passagen auf. Ganz schlecht ist dieses Teil nicht, jedoch würde ich mir etwas mehr Mut und vor allem Durchschlagskraft für die nächsten Outputs wünschen.

Tracklist:

01. World Of Confusion
02. The Silent End Of Me
03. Killing The Romance
04. Sinner
05. We Own The Night
06. Reckless Society
07. Clarity
08. Because Of You
09. We All Fall Down
10. Total Tranquility

Besetzung:

Andy Lipstixx – Vocals
Tom Wouda – Guitars
Goran Imperator – Bass
Michael Sweet – Drums

Internet:

Toxicrose Website

Toxicrose @ Facebook

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