Band: Tristania
Titel: Rubicon
Label: Napalm Records
VÖ: 2010
Genre: Gothic Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Drei Jahre haben sich die Herrschaften von Tristania Zeit gelassen um das neueste Machwerk ein zu zimmern. Nun ist es endlich soweit mit „Rubicon“ wird die Gothic Metal Fraktion wieder komplett auf ihre Kosten kommen. Wenn man vielleicht meinen mag in diesem Genre klingt alles gleich so irrt man. Die Truppe vermag locker etliche Genre Fans mit ihrer Musik zu unterhalten. Ein weiteres Mal tragen unsMariangela Demurtas (voc), Kjetil Nordhus (voc), Anders Høyvik Hidle (guit & voc), Gyri Smørdal Losnegaard (guit), Einar Moen (synthy), Tarald Lie (drums) und Ole Vistnes (bass & voc) ein breit gefächertes Programm vor, welches von emotionaler – mitreißender Musik enorm geprägt ist.

Leichte Arrangements der elektronischen Art, gefolgt von einem sehr druckvollen Rhythmus steht gleich zu Beginn von „Year Of The Rat“ im Vordergrund. Wie bereits erwähnt erschließt sich vor allem hier die breit gefächerte emotionale Ausrichtung komplett. Flott – treibend, aber auch sachte und gefühlvoll wird uns beim Opener sehr lecker schmackhaft gemacht.

Ein stampfender Brocken wird uns sogleich in Form von „Protection“ geboten. Deutlich dunkler und melancholischer Soundhappen den man uns an zweiter Stelle vorsetzt. Die Frontdamen versüßt uns zwar einerseits mit ihrem sehr lieblichen Gesang das Zuhören, jedoch vermag sie nicht komplett das Ruder zu übernehmen und so drängen die Rhythmuskollegen in eine etwas beherztere Richtung. Doch auch in dieser verweilt man nicht lange und somit hat man dadurch ein sehr gutes Wechselspiel geschaffen bei dem man nichts anbrennen lässt.

„Patriot Games“ ist noch um einen Tick vermehrt mit viel Farbenpracht versehen worden. Viele Ingredienzien hat man zu einem leckeren Brei zusammengefasst. Auch härtere Breaks im bretternden Style wurden dabei ins Soundkleid eingestickt und werten das Stück sehr gut auf. Bei diesem Stück bietet man so viel in doch eher kurzer Spielzeit. In keinster Weise überfordert man den Hörer mit so vielen Einflüssen und das steht für das musikalische Potential von Tristania.

Deutlich mehr in die melancholische, dunkel angefärbte Ecke drängt man nun mit „The Passing“. Eine ordentlich runter ziehende Nummer, bei der vor allem die Fronterin uns mit ihrem Engelsgleichen Gesang verwöhnt. Doch auch druckvollere Parts verhindern ein zu schwermütiges Gefühl.

Sehr verzerrt wird „Exil“ angestimmt, die Weiterführung ist aber von einem sehr herben – kernigen Teil gesegnet. Weitläufige Melodien treffen auf sehr besinnliche, aber auch schwermütige Fragmente. Gekonnte Mischform die eine sehr leichte und gute Zick/Zack Spur hinterlässt der man locker folgen kann.

Noch um Ecken schwarz eingefärbt setzt man sogleich mit „Sirens“ nach. Der Start ist von einer sehr runter ziehenden Gefühlslage geprägt. Auch bei der Fortsetzung macht man von diesem Gebrauch, verstärkt diesen aber mit etwas mit reißenderen Klängen. Im Großen und Ganzen kann man locker dem Ganzen folgen und wird nicht durch zu schwermütiges Klanginferno erschlagen.

Vom Fleck weg mit reißender startet man gleich im Anschluss mit „Vulture“ durch. Weiter verfolgt man einen monumentaleren Klang, mit dunklen Ansätzen, in denen man an und ab auch etwas länger verharrt. Immer wieder bricht man dennoch bestimmter, fetzender aus dieser Ecke aus, kehrt aber auch schon wieder sogleich zurück zur gewohnten Schiene.

„Amnesia“ kommt wieder vermehrter im klaren Klangbild daher. Zwar wird etwas fröhlicher gestartet, doch schon zieht man uns mit einem Schwung in die traurige Ecke zurück. Vor allem das traurig stimmende Cello weiß sich sehr gekonnt zu behaupten. Bevor man zu sehr sinniert kommen im richtigen Zeitpunkt flottere Durchstarter und vor allem bei den Ausläufern dieser Parts rücken die Streicherarrangements gekonnt in den Vordergrund.

Leichter im druckvollen – bombastischen Milieu wurde nun „Megical Fix“ eingespielt. Diese Grundschiene verslässt man immer wieder vehementer und in diesen Parts zockt die Truppe ein sehr temporeiches, bretterndes Programm. Dennoch schleift man sich stets wieder ruckartig ein und drängt wieder in etwas verträumtere Gestaden zurück.

Zum Schluss wird es noch einmal komplett monumental. „Illumination“ heißt die alles vollendende Nummer. Noch einmal ziehen die Herrschaften alle Register und dabei werden alle Reserven und Einflüsse ins Gefecht geworfen. Sachte und Phasenweise geleitet man uns durch diesen Rausschmeißer bei dem einem die Kinnlade nach unten klappt. Mit gekonnten Verflechtungen wartet man auf, denen man leicht folgen kann.

Fazit: Gothic Metal Musik auf höchster Ebene. Genre Fans müssen das Teil haben, doch auch etliche andere Genre Fans könnten durchaus Begeisterung bei der Musik dieser Truppe zeigen.

Tracklist:

01. Year Of The Rat 4:35
02. Protection 4:15
03. Patriot Games 3:27
04. The Passing 4:48
05. Exil 4:26
06. Sirens 4:27
07. Vulture 3:43
08. Amnesia 4:54
09. Megical Fix 4:20
10. Illumination 8:13

Besetzung:

Mariangela Demurtas (voc)
Kjetil Nordhus (voc)
Anders Høyvik Hidle (guit & voc)
Gyri Smørdal Losnegaard (guit)
Einar Moen (synthy)
Tarald Lie (drums)
Ole Vistnes (bass & voc)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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