Band: TSCHAIKA 21/16 
Titel: Tante Crystal uff Crack am Reck
Label: Noisolution/Soulfood
VÖ: 11.11.16
Genre: Stoner Rock/Jazz, Rock
Bewertung: 3/5
Written by: Robert

Ganz schön freaky was die beiden Berliner Tim spielt unter anderem seit 15 Jahren bei Rotor, und sein Kumpel Markus „Onkel“ Lingner, den man außerdem als Drummer der Hip-Hop Combo Ohrbooten kennt hier als Projekt am Laufen haben. Tschaika 21/16 nennt sich das Soundwimmelbild, welches mit „Tante Crystal uff Crack am Reck“ ihr Eigenwerk kreiert haben. Welch schräger Albumtitel. Eins vorneweg die Jungs sind daneben so ziemlich das schrägste was ich bis dato gehört habe. Was aber nicht heißt, dass dies einfach in die Mülltonne gehört. Überhaupt nicht, denn die Jungs haben wohl starke Avancen sich hier ausgiebig den komplexeren Klängen hinzugeben. Dies klingt gewiss niemals wie ein unausgereifter Lausbubenstreich. Die Sache mag sicherlich schräger klingen, hat allerdings einen enormen, glühend mit sich ziehenden Faktor. Teilweise klingt das Album, ausgenommen von dem übertrieben, schrägen, einleitenden „NadashaBackDieGowa“ wie eine gelungen, ausnehmend angenehm veranschlagte Jam Session. Es dauert hingegen enorm lange bis man in das mit Augenzwinkern eingespielte Album reinfindet, dennoch sieht man sich vor einer Soundwand, welche durchwegs für die Tellerrandgucker ist. Etliche Einspielungen sollen das ganze Konzept noch um Ecken lockerer aussehen lassen, was dazu gelingt.

Keine Frage, das Duo darf nicht als Metal/Rock Projekt an sich angesehen werden, nichtsdestotrotz
haben die Jungs eine ausgezeichnet unterhaltsame Taktik zwischen groovigen Metalklängen und Stoner Rock Elementen. Dazu noch einiges von Sludge Fragmenten, welche hier und da leidenschaftlich nach mexikanischem Fuze klingt. Vor allem dann, wenn die Posaunen zum Einsatz kommen. Handelt es sich hier möglicherweise um eine schrägere Einfädlung aus Berlin, welche Tito and Tarantula etwas Konkurrenz machen wollen? Warum ich das erwähne? Nun weil viele Soundfragmente nach einer sehr rohen, ungeschliffenen parallel veranschlagten Soundkreation schallt. Geht nicht? Doch und im Falle von diesen beiden Berliner Typen durchwegs gut geglückt. Selbstredend braucht man annähernd länger für diesen Sound, dafür ist er jedoch ein Abtauchen in Paralleluniversen von Metal und Rock Fragmenten und keine Spinnerei der beiden Burschen.

Fazit: Das Album ist gewiss eine nahezu schrägere Sache. Allerdings haben die beiden Berliner hier eine durch und durch interessante Eigenkreation geschaffen.

Tracklist:

01. Goddess of the Sea 04:41
02. Dim Days of Dolor 04:40
03. The 12th Hour 06:37
04. Treasure n’ Treason 04:54
05. Cloud Nine 05:14
06. Veil of Winter 05:29
07. Ashes to Ashes 04:36
08. Elusive Sun 05:22
09. Playing with Fire 05:05
10. Fifth Column 06:02
11. Aeon’s Embrace 03:55
12. Aeon’s Embrace (French version) 03:55

Besetzung:

Markus „Onkel“ Lingner (drums & melodica)
Tim Mentzel (guit)

Internet:

TSCHAIKA 21/16 @ Facebook

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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